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Freitag, 13. Dezember 2013

Advent, Advent...

Alle Jahre wieder nehme ich mir vor, rechtzeitig anzufangen mit den Vorbereitungen. Und alle Jahre wieder bin ich im November doch noch nicht in Stimmung mich auf Weihnachten einzustellen. Natürlich ist es dieses Jahr nicht anders. Und jetzt, wo die Stimmung doch langsam aufkommt, ist es schon wieder fast zu spät, es gemütlich zu nehmen, in aller Ruhe Geschenke auszusuchen und "Guetzli" zu backen. Dann wäre da ja noch der ganz normale Familienalltag, der ja nicht einfach Adventspause macht. Zudem leidet Töchterchen gerade wieder einmal unter akutem "Ohne-Mami-kann-ich-unmöglich-lernen-Syndrom".  Und Mami lässt sich trotz guter Vorsätze doch immer wieder erweichen und erklärt und fragt Vokabeln ab. Und die Lehrer brauchen ja, wie immer kurz vor den Ferien, noch Noten. Sprich Tests, Tests, Tests. Was solls - Weihnachten muss warten. Dafür weiss ich jetzt wieder Bescheid über Assoziativ- und Distributivgesetz, weiss wo der Dnepr, die Karpaten und Moldawien liegen (gar nicht so einfach: als wir damals die Länder und deren Hauptstädte lernen mussten gabs ja noch gar nicht so viele, versuchts mal selber). Und ich hatte ein Wiedersehen mit der Optik und weiss, dass Stäbchen und Zapfen auf der Netzhaut und nicht in der Küchenschublade liegen. Apropos Küche: Gestern brachte ich dann doch die ersten Mailänderli zustande, mmh! Und - um allzu neugierigen Menschlein zuvor zu kommen, die gerne in der Vorweihnachtszeit ihr Näslein in alle Schränke stecken, habe ich heute die ersten Geschenke eingepackt. Dabei bin ich bei packes auf diese hübschen Geschenkanhänger gestossen:





Es geht ganz einfach: gratis runterladen - ausschneiden - lochen - beschriften - am Geschenk befestigen - fertig - sich freuen!

Freitag, 8. Juni 2012

Tapferkeitsmedaille

Ich bin der Meinung, allen Müttern schulpflichtiger Kinder gehört nach überstandenem Monat Juni eine Tapferkeitsmedaille. Jedes Jahr spielt sich dasselbe Präsommerferienszenario ab. Ich könnte an dieser Stelle eigentlich den Post vom letzten Jahr kopieren, würde auch passen. Unsere Magnetwand hat sich gefüllt. Ich düse von Zahnarzttermin mit grausliger Zahnextraktion zum Ferienpass-Einschreiben (nein - geht immer noch nicht per Internet), vom Tambouren-Unterricht zum Geigenkonzert (Töchterchens Geigenlehrerin meint es dieses Jahr gut mit Konzerten), schicke Töchterchen zur rechten Zeit in den kirchlichen Unterricht (gar nicht so einfach, wenn gefühlt jede Woche ein neuer Infozettel mit neuen Zeit heimkommt...wenn er denn bis heimkommt...), besuche mit Söhnchen, der Atemprobleme hat unseren Hausarzt, düse von Spielgruppen-Einschrieben zu Spielgruppensitzungen (die neuen Spielgruppenkinder sollen eingeteilt und deren Eltern informiert werden), mache mir Sorgen um Söhnchen, der mittlerweile sogar im Turnunterricht zusammenklappt, besuche mit ihm wieder den Hausarzt, lerne mit meinen Kindern Vokabeln, Tests und Vorträge, gehe mit meiner Kollegin und fünfzehn Vierjährigen aufs Spielgruppenreisli (..und bringen alle heil wieder retour), mache mir Gedanken um ein Abschlussgeschenk für Söhnchens Lehrerin (diese Klasse schafft es nie, ein Lehrerin länger als ein Jahr behalten zu können), organisiere dies auch gleich und nehme mir ein weiteres Mal vor: nächstes Jahr darf es ein anderes Mami machen. Ich telefoniere, organisiere und nehme gerne und mit freundlichem Lächeln Kritik und Reklamationen entgegen. Heute konnte ich rasch durchschnaufen, das heisst: drei Maschinen voller Kleider waschen, Wohnung auf Vordermann bringen, am Nachmittag mit zwei Nachzüglern fürs Lehrerabschlussgeschenk basteln und ja, mal wieder Blog schreiben. So. Morgen gehts weiter. Die Jugitage finden dieses Jahr, juhuu, mit Heimvorteil in unserem Ort statt. Das heisst, nicht ganze zwei Tage auf dem Sportplatz stehen, sondern zwischendurch mal Heim um die Beine hochzulagern. Nächste Woche dann nochmal Zahnarztbesuch (Töchterchen braucht noch mehr Platz im Mund, sprich nochmal zwei Zähne müssen dran glauben), dann noch der Schulsporttag, wieder Arztbesuch mit Söhnchen (diesmal zur Blutentnahme) und ah ja, ich meine mich zu erinnern einen Garten zu haben....


Nein, das ist nicht meine Rose. Muttertag ist ja leider vorbei (ich könnte schon wieder einen gebrauchen...). Diese Rose hat Töchterchen von ihrer Geigenlehrerin nach dem Konzert erhalten. Die hat sie auch verdient: So schön wie sie gespielt hat, hat sie noch nie gespielt.

Freitag, 30. März 2012

Mein Tag in Bildern


Erstmal aufräumen und staubsaugen...




Letzten Herbst vermachte mir mein Bruder Gartenmöbel (seht ihr weiter unten). Er wollte sie wegwerfen. Es wäre doch schade um die schönen dänischen Möbel, also haben wir gerne angenommen. Leider fehlten die Kissen für die Bank, daher habe ich heute mal mit nähen begonnen.

Am Nachmittag war ich an eine Tambouren-Vorstellung in unserem Wohnzimmer eingeladen. Söhnchens Klasse nimmt in Französisch das Thema Circus durch. In kleinen Gruppen dürfen sie in der letzten Lektion vor den Ferien etwas aufführen. Da haben sein Freund und er etwas besonders auf dem Tambouren-Böckli einstudiert und heute schon mal geübt. Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten:



Die beiden fanden es zwar nicht nötig, dass ich die Köpfe weggelassen und der Clip auf Youtube nur mit dem entsprechenden Link geöffnet werden kann: "Dann könnten wir berühmt werden!" Naja, vielleicht klappts ja über meinen Blog... (Am Ende der Vorstellung sind die beiden Herren übrigens nicht in Ohnmacht gefallen - das muss so sein)

Zur Abwechslung wieder mal putzen.... na, sieht doch einigermassen sauber aus...



Das ist besagte Sitzgruppe,...


... auf der ich's mir zum Zvieri mit einem Kaffee und der Zeitung gemütlich machte - ahh!


Dann noch schnell ein Zopf backen für's Tambourenlager an dem Söhnchen dieses Wochenende teilnimmt.


Und - tata: Für mich ist definitv Frühling, wenn die ersten Spargeln auf dem Teller liegen - mmh, ein feines Znacht.


Dann noch Söhnchen helfen seine sieben Sachen für morgen zu packen.


Jetzt ist Feierabend. Mein Liebster hat Feuerwehrübung, Töchterchen ist an der Abschiedsparty einer Schulfreundin. Söhnchen und ich haben es uns auf dem Sofa gemütlich gemacht und schauen uns meine Lieblingsreisesendung im Schweizer Fernsehen an. Heute ging's nach Kuba. Okay, ich hab' noch den Laptop auf dem Schoss - aber jetzt ist endgültig Feierabend - Tschüss!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Orchideen und allerlei anderes

Wenn ich meiner Bloggerstatistik Glauben schenken kann, hatte ich die letzten Tage überdurchschnittlich viele Besucher auf meinem Post über die gefrorenen Wasserleitungen. Da wurde bei Google gesucht nach "eingefrorene Wasserleitung", "gefrorener wasserzulauf toilette", "nur im oberen stockwerk rohre eingefroren im bad" usw. Ihr seid also auf meinem Blog gelandet. SORRY - es tut mir Leid, aber ich kann euch allen auch nicht weiter helfen. Auch unsere Leitungen sind nach wie vor gefroren. Da hilft nur eins: Abwarten und Tee trinken (wenn ihr denn irgendwo Wasser für denselben bekommt...hi, hi). Tröstet euch damit: Ihr seid nicht die einzigen.

Ich habe heute ein paar Bilder von meinen Orchideen gemacht, die mich im Moment mit ihren bezaubernden Blüten beglücken:


Ich habe sechs Orchideen, und wie ihr seht, blühen fast alle. Eine ist schon verblüht und auf Nummer 6 darf ich mich noch freuen.

Ansonsten war ich heute am telefonieren. Die Spielgruppe fällt auch morgen aus (im Spielgruppenlokal waren es heute 16°C, die Leitungen sind immer noch gefroren). Eigentlich hätten wir ja eine Telefonkette, die wir aber anscheinend zu wenig nutzen. Es hat nämlich nicht geklappt. Nachdem nach sechs Stunden die Kette noch nicht bei mir zurück war, habe ich schlussendlich fast jedem Mami persönlich angerufen. Natürlich wollten auch die Kinder noch schnell "Hallo" sagen, die Mamis hatten, wenn sie mich doch schon mal am Apparat hatten noch rasch was zu fragen oder wollten Sorgen deponieren, oder, was mich natürlich sehr gefreut hat, ein positives Feedback abgeben. Ein Mami erzählte mir, ihre Tochter wolle jeweils zu Regula ziehen, wenn Mami mit ihr schimpft... Das ist mein echter Lohn!

Ja, dann war heute auch wieder mal der ungeliebte Gang zum Zahnarzt fällig mit Töchterchen. Heute waren wir aber gewappnet, das homöopathische Mittel stand bereit. Die Zahnspangenschmerzen halten sich bisher in Grenzen. Vielen Dank für den Tipp! Eine Dreiviertelstunde waren wir in der Praxis, Töchterchen wurde nämlich ein hartnäckiger Milchzahn gezogen. Es wollte nicht mehr aufhören zu bluten... Töchterchen blieb ganz tapfer und liess sich ein Wattebausch nach dem anderen in den Mund stopfen. Sie wusste schliesslich, dass diese Nacht das "Zahnmäuschen" kommen und ein kleines Geschenk unter das Kopfkissen legen wird (In dieser Beziehung ist sie noch gerne ganz klein...).

Den Rest des Tages verbrachte ich damit, den Kindern beim Test lernen zu helfen. Körperteile auf Französisch, Symmetrieachsen einzeichnen, wer hat das Patent für die Glühlampe angemeldet?, welche Kräfte wirken auf einen Gegenstand im Wasser?. Mit Töchterchen habe ich heute angefangen zusätzlich Deutsch zu büffeln lernen. Wir hatten nämlich Anfang Woche Elterngespräch. Jetzt kommt genau das auf uns zu, was ich schon lange befürchtet habe, eineinhalb Jahre im Voraus leider etwas früher als erhofft: Sekundarschulübertrittsstress! Töchterchen ist schon seit längerem gestresst, wollte von mir wissen, wie man denn den Notendurchschnitt ausrechnet. Leider ist das überhaupt nicht aussagekräftig, der Lehrer entscheidet nämlich nicht nur anhand der Noten, sondern auch anhand diverser Aspekte (mündliche Tests, Teilnahme am Unterricht, Fleiss, Wille) welche Note er geben möchte. Per Stand heute würde sie es in Französisch locker und in Mathe gut schaffen. Deutsch liegt noch knapp unter dem geforderten Schnitt. Beim freien Sprechen und bei den Schreibanlässen (hiess bei uns noch ganz einfach "Aufsatz") hapert's noch. Tja, wie war noch die Aussage von Söhnchens Lehrerin? "Deutsch sehr gut, bei Ihnen wird wohl oft gelesen?" Da sieht man nur wie Kinder, trotz gleicher Erziehung, verschieden sein können. Mit zwei Fächern auf Sekundarschul-Niveau ist man zwar ein Sek-Schüler, Töchterchen möchte aber keine halben Sachen machen. Sie hat dem Lehrer bestimmt erklärt, sie möchte mit allen drei Fächern in die Sek. Der Lehrer schaute uns fragend an: "Was möchten Sie?" Ja geht es denn hier nun um Leistung oder um ein Wunschkonzert? Geht es darum, ob wir als Eltern jetzt gut argumentieren können, ob wir dem Lehrer gefallen oder nicht, oder was? Ich gab zur Antwort: "Natürlich wäre es schön, wenn sie es schaffen würde, aber wichtiger ist doch, dass es ihr wohl ist, dass sie weder über- noch unterfordert ist." Nur noch gedacht habe ich: "Ich will, dass der Lehrer mein Kind richtig einschätzt, es unterstützt und den Sekübertritt nicht davon abhängig macht, was die Eltern sagen oder (da bin ich mir sicher, dass es solche Eltern gibt), sogar fordern." Ich hätte es eigentlich laut sagen sollen, aber wer weiss, vielleicht wäre meine Aussage bei der definitiven Entscheidung in einem Jahr genau das Zünglein an der Waage... Wieder zu Hause habe ich auf Töchterchens Frage, ob ich denn mit dem Gespräch zufrieden sei, geantwortet, es sei ja nicht so schlimm, hätte sie ein Fach auf Realschulniveau. Ich muss aber selber eingestehen, wenn man selber ein Sekundarschüler war, macht es einem diese Aussage schon nicht einfach. Insgeheim hofft man doch, die Kinder schaffen es auch. Da kann mir keiner erzählen, dass sei bei ihm nicht so, glaube ich schlichtweg nicht. Dazu kommt der heutige Druck im Arbeitsleben, den man auf seine Kinder zukommen sieht. Man möchte doch das Beste für seine Kinder, und doch möchte ich, dass sie sich nicht selbst zu sehr unter Druck setzen. Ich habe Töchterchen dann versprochen, mit ihr zu üben. Ich habe gestern also mal etwas gegoogelt (an den Zeitaufwand darf ich jetzt gar nicht mehr denken, spielt auch keine grosse Rolle mehr, habe eh je länger je mehr das Gefühl, für die Bildung unserer Kinder selber verantwortlich zu sein, Lehrer sind ja heutzutage vorallem mit erziehen anstatt mit lehren beschäftigt). Diese Seite habe ich im Netz gefunden und einige Übungsblätter ausgedruckt. Gestern habe ich mit Töchterchen einen Ordner gestaltet, und heute haben wir angefangen mit dem Nachhilfeunterricht, und ich muss sagen, sie war mit voller Begeisterung dabei, hat meine ungeteilte Aufmerksamkeit genossen. Wir haben einen Kriminalfall gelöst, und nebenbei geübt frei Deutsch zu sprechen und diesen Text anschliessend fehlerfrei aufzuschreiben.

So, jetzt da alle Spielgruppenkinder informiert, Tests gelernt, Tiere gefüttert, Liebster in der Feuerwehrübung kann ich mich dem vernachlässigten Haushalt widmen. Weiter packen kann ich ja morgen, habe ja wieder unplanmässig frei.

Übrigens, hättet ihr's gewusst? Der Auftrieb und die Gewichtskraft sind die beiden Kräfte, die auf einen Gegenstand im Wasser wirken. Ist der Auftrieb höher als die Gewichtskraft schwimmt der Gegenstand und umgekehrt. Ja, man lernt jeden Tag was neues (oder was vergessenes...)

Donnerstag, 19. Januar 2012

Spielgruppe, Hausaufgaben, Chaos und "Tintentod"

Nach einer langen Sitzung gestern Abend im Spielgruppenlokal (alle zwei Jahre findet ein Spielgruppenfest statt, dieses Jahr ist es wieder soweit, und das muss natürlich geplant werden), ging es heute früh schon wieder in die Spielgruppe, ich hätte eigentlich auch gleich dort übernachten können.

An den Nachmittagen ist zur Zeit vorallem Hausaufgabenhilfe angesagt. Diktate diktieren, Französisch üben, Rechnungen kontrollieren. Es ist nicht immer nur anstrengend, manchmal wird es auch ganz lustig. Gestern musste Töchterchen Nomen und Verben zu entsprechenden Adjektiven finden, oder umgekehrt. Also z.B. "Geist" und "geistern" zu "geistig". So suchte sie das Nomen zum Verb "hoffen" und fragte mich: "Mami, gibt's das, 'Hoffentlichkeit'?" Beim Nomen "Feier" kam sie auch nach langem Grübeln nicht auf das entsprechende Adjektiv. Ich erklärte ihr: "An deiner Hochzeit werde ich dann mal eine ..... Rede halten." Töchterchen: "Aha, 'lange'!" Sie kam dann doch noch auf die Wörtchen "feierlich" und "Hoffnung" und wir hielten uns die Bäuche vor lachen.

Heute waren wir relativ rasch durch mit diktieren und üben. Es geht immer etwas fixer, wenn die Kinder in Aussicht haben, sich nach den Hausaufgaben noch mit Freunden zu treffen. Ich hatte auch etwas in Aussicht: Ich liess das Haushaltschaos Chaos sein und las die letzten achtzig Seiten "Tintenblut". Heute war nämlich die Bibliotheke geöffnet. So flitzte ich nachher noch rasch mit dem Fahrrad dorthin um "Tintenblut" zurückzubringen und mir den letzten Schunken der Trilogie "Tintentod" zu krallen. Uff, das sind schon wieder über siebenhundert Seiten (Zum Glück ist nachher fertig). Aber ich muss unbedingt wissen, ob es Meggie, Farid und all ihren Gefährten gelingt Staubfinger von den weissen Frauen zurückzuholen... Ich werde mich jetzt ins Bett verkrümeln und zu lesen beginnen. Das schlimmste Chaos ist jetzt auch weggeräumt, die Kinder im Bett, Küche gemacht, Müll bereitgestellt und die Katze und die Waschmaschine gefüttert.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Sonnenschein!

Heute gehörten wir auch zu "ansonsten": Schönes, warmes Herbstwetter! Das animierte mich dazu, mir mal die Wohnzimmerfenster vorzunehmen. Das ist ein etwas kompliziertes Unterfangen, denn, bedingt durch ein kleines Missverständnis beim Umbau unseres Hauses, steht nämlich direkt vor dem Wohnzimmerfenster ein Heizkörper. Ich habe damals, nachdem ich das "Malheur" begutachtet habe, dem Sanitärinstallateur gedroht, er müsse in Zukunft zweimal im Jahr meine Fenster putzen kommen. Er hatte als Antwort nur ein hämisches Grinsen übrig... So nehme ich halt, solange mein Kopf und meine Schultern durch den Fensterspalt passen, die gymnastische Übung jeweils auf mich.






Heute gabs zum Znacht eine kulinarische Erinnerung an meine Kindheit: "Härdöpfutätschli" aus Kartoffelstockresten. Mmh! Meine geliebte Grossmutter, bei der ich aufgewachsen bin, hat das oft gemacht. Leider konnte ich meine Familie bisher noch nie damit bekochen, da ich mein inzwischen verstorbenes Grosi nie nach dem Rezept gefragt habe. Man kann es Zufall nennen: Während ich heute zum Mittagessen Kartoffelstock vorbereitete, klingelte es an der Tür. Eine ältere Nachbarin, die jährlich vorbeikommt um für die Pro Senectute zu sammeln war da. Wir plauderten noch kurz, und da erzählte sie mir so beiläufig von den "Härdöpfutätschli" die sie gestern gemacht habe. So kam ich also heute zum Rezept und dank den Resten vom Mittagessen konnte ich es am Abend gleich ausprobieren. Es ist so was von einfach, aber vermutlich wäre ich nie alleine draufgekommen. Einfach ein Ei, etwas Mehl und Salz den Kartoffelstockresten beimischen. Einen Löffel voll in eine Bratpfanne geben und etwas flach drücken, braten und dann wenden und fertig braten. Und - das hat mich gar nicht gewundert - meine Kinder lieben es!



Söhnchen wird jetzt Kunstmaler. Er hat kürzlich eine Sendung gesehen, über einen gleichaltrigen Jungen, der viel Geld verdient mit seinen Gemälden. Jetzt hat er sich in den Kopf gesetzt: Das will er auch! Er hat sich meine kleine Staffelei und einen Keilrahmen geschnappt und gemalt. Natürlich hat er nicht dasselbe Talent, wie dieser Junge. Aber ein lustiges Bild ist entstanden. Man könnte es "Flying Oberschlumpf" nennen.



Er war sicher, sein Bild teuer verkaufen zu können. Wir konnten ihn überzeugen, das Bild, vorgestern, am Geburtstag meines Mannes unter den Gästen zu versteigern. Die Versteigerung hat Töchterchen übernommen. Im 50-Rappen-Takt lieferten sich meine Schwiegermutter und Söhnchens Götti ein Kopf an Kopf-Rennen. Schliesslich ging das Kunstwerk für sage und schreibe Fr. 13.00 an meine Schwiegermutter.

Samstag, 8. Oktober 2011

Kreativ

Gestern sind die Freunde der Kinder wieder zum Übernachten gekommen. Heute ging ich mit ihnen zum Herbstmarkt in unserem Ort. Die Jungs konnten es kaum erwarten mit ihren neusten Errungenschaften, den BRUDER-Landwirtschaftsmaschinen nach Hause zu kommen, um ihn Söhnchens Zimmer Kartoffeln zu ernten und den Schnee zu pflügen. Apropos Schnee: Gestern auf meiner Joggingrunde roch es nach Schnee. Es ist empfindlich kalt geworden. Heute am Markt war es so unfreundlich. Die Hälfte der Marktfahrer sind bei diesem Regenwetter schon gar nicht gekommen. Den Mädchen war so kalt, sie haben sich mit ihrem "Märitbatze" Pulswärmer aus Nepal gekauft. Am Nachmittag war ihnen langweilig. Aus Langeweile entsteht oft Kreativität. Die beiden fingen in der Küche an zu wüten, und diese "Hexenchüechli" kamen dabei heraus:



Als die Muffins fertig und das Gekleckere und Gekleistere weggewischt war, habe ich mich in der Küche zu schaffen gemacht. Ich habe ein neues Rezept aus der Betty Bossi-Zeitung ausprobiert:



Quiche fromage-poireau

Mmh - und wieder einmal musste ich mich selber rühmen. Der Kuchen ist echt fein! 

Apropos kreativ: Letzte Woche war auch ich kreativ:


Töchterchens Cats-Kostüm ist fertig. Jetzt muss nur noch die Darbietung einstudiert werden.

Auch mein neues Handyetui habe ich endlich fertig gehäkelt:



Freitag, 30. September 2011

Vorbereitungen

Der Besuch ist heute nach einem gemütlichen Frühstück abgezogen. Unsere Kinder nahmen sie gleich mit. Ich habe ja gesagt, die können sich nicht mehr trennen. Morgen aber müssen sie, wohl oder übel. Söhnchen hat nämlich morgen Geburtstag. Da die Kinder nicht da waren, hatte ich wunderbar Zeit zum einkaufen, backen, putzen und Geschenk einpacken:


Dienstag, 20. September 2011

Sisyphusarbeit

Ja, ja, ich weiss, diesen Titel hatte ich schon mal. Aber der Name sagt es schon, er kommt, wie meine Hausarbeit immer wieder. Gemäss griechischer Mythologie musste Sisyphos zur Strafe für seine Untaten in der Unterwelt einen Felsblock den Berg hinaufrollen, kurz bevor er oben war, entglitt ihm der Stein immer wieder. Ich weiss nicht, was ich angestellt habe, aber dass meine Arbeit, wie der herunterrollende Felsblock, immer wieder kommt, das weiss ich. Während ich am Wochenende kinderkleiderbörsenmässig abwesend war, schlich sich zu hause heimlich und hinterhältig das Chaos wieder ein. Diesem Chaos habe ich mich gestern morgen gewidmet, habe aufgeräumt, geputzt und gewaschen. Jetzt schaut euch das mal an:


Diesen Teppich im Treppenhaus habe ich Montag Vormittag gesaugt. Am Montagabend sah er wieder so aus. Mein Mann sagte kleinlaut, das könnte von seinen Pantoffeln kommen, mit denen er immer raus geht zum rauchen. "Ich putze es dann" beruhigte er mich. Das wäre ja eigentlich schon toll, aber ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn seine Bandscheibe wieder vorfällt. Und sechs Wochen auf einen sauberen Teppich warten möchte ich ja auch nicht. Aber ich lasse den Teppich jetzt einfach mal so wie er ist, stört ja sowieso niemanden, ausser mich. Zudem habe ich heute auch überhaupt keine Lust zum putzen. Es ist so empfindlich kalt geworden. Gestern haben wir schon mal die Heizung in Gang gebracht. Mir laufen aber trotzdem kalte Schauer den Rücken runter, habe eine verstopfte Nase und Kopfschmerzen. Der Herbst hat also auch in meiner Nase Einzug gehalten...

Gestern Nachmittag habe ich meinen Mann ins Auto gepackt und bin ins Baucenter gefahren. Wir brauchten nämlich einen Entlüftungsschlüssel für die Heizkörper. Ich hatte das Gefühl, mein Mann braucht mal Tapetenwechsel, die Decke fällt ihm auf den Kopf, nach nur einer Woche... fünf Wochen zu hause bleiben und schonen liegen immer noch vor ihm. Ich habe im Baucenter auch gleich noch einen neuen Badezimmerteppich gekauft. Und wisst ihr was? Mit diesem Kauf habe ich die Welt gerettet. Echt. Heute habe ich nämlich gelesen was auf dem Schild auf dem Teppich steht: MIGROS-KIDS-SCHOOL, TIRUPUR/INDIA, Migros hilft - helfen auch Sie mit, Kindern einen Zukunft zu geben! Mit dem Kauf dieses Artikels ermöglichen Sie über 1'600 Kindern eine Schulausbildung und schaffen so Hoffnung auf ein besseres Leben. 1'600 Kindern eine Schulausbildung ermöglichen. Bei soviel Gutem dürfte ich eigentlich nicht mit Sisyphusarbeit bestraft werden... Der Teppich hat übrigens Fr. 14.90 gekostet. Ich denke jetzt mal, es sollte heissen: Mit dem Kauf dieses Artikels helfen Sie mit, über 1'600 Kindern.... Nicht schlecht, diese Verkaufsstrategie.

Sonntag, 18. September 2011

Herbst

Die Kinderkleiderbörse hat sich gelohnt - für Söhnchen. Zwei Tage Regale, Kleiderständer, Tische, Wegweiser, Kisten und Taschen voller Kleider und Spielsachen herumschleppen - für gerade mal 32 Franken. Es kamen am Freitag nur etwa 50 Lieferantinnen und am Samstag spürbar weniger Kunden als sonst. Wir wissen nicht woran es gelegen hat. Für Söhnchen war es aber sehr gut: Da die Auswahl beim Spielzeug sehr mickrig war, hat er natürlich fast alle seine Spielzeugautos, Traktoren, Lastwagen, Krane etc. verkauft. Er hat mehr als das Doppelte verdient wie ich. Er war schliesslich am Samstagmorgen beim Verkauf auch dabei und hat seine Ware fleissig feilgeboten. Der Verkauf ist auch für mich das Schönste: Der Kontakt mit den Kunden, die strahlenden Kinderaugen, wenn sie etwas aussuchen dürfen, oder ganz stolz ihr Taschengeld aus den winzigen Geldbörsen klauben. Gestern konnte ich sogar wieder einmal meine Französischkenntnisse gebrauchen. Töchterchen hat ebenfalls tüchtig mitgeholfen, hat die Preisschilder abgeschnitten und mitgerechnet. Auch sonst war sie uns eine Riesenhilfe, übrigens alle "Börsen-Kinder", wie wir die Kids des OK-Teams nennen. Was die während der zwei Tage voller Tatendrang alles geholfen haben, geschleppt haben, kleine Botengänge erledigt haben. Das ganze gratis, für eine guten Zweck. Das war echt toll. Nach dem Verkauf kommt jeweils der anstrengendste Teil. Nach anderthalb Tagen auf den Beinen wird es schon langsam harzig, die ganze Menge Kleider wieder zurücksortieren auf die jeweiligen Kundennummern, alle Mobilien wieder wegzuschaffen, die Räumlichkeiten zu putzen. Der Kleiderberg, den wir vor dem Rücksortieren jeweils auf den Tischen auftürmen, war trotz kleinerer Anzahl Lieferantinnen noch gross genug, wenn man bedenkt, dass jeder zwei IKEA-Taschen voller Kleider bringen darf und wir ja ziemlich wenig davon verkauft haben.... Wenn alle tatkräftig mithelfen geht's aber meistens recht schnell, so auch gestern. Bis es endlich 17 Uhr war und die restliche Ware und die Auszahlung von jeder Lieferantin abgeholt war, zog sich der Nachmittag dann doch dahin. Es kommt jedesmal vor, dass wir ein bis zwei Lieferantinnen anrufen müssen, weil sie das Abholen der Ware vergessen... Mittlerweile nur noch zu zweit, haben wir den Rest geputzt und todmüde aber zufrieden den Schlüssel dem Verwalter übergeben. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich das Ganze doch noch gelohnt hat, und etwas Reingewinn übrigbleibt. Den Lieferantinnen ziehen wir jeweils 20% ihres Umsatzes ab für Raummiete, Werbung und sonstigen Aufwand. Und schlussendlich sollte noch etwas übrigbleiben zum Spenden.

So fand ich den Regentag heute richtig entspannend. Wir hatten einen gemütlichen Sonntag, mit "zmörgele", Zeitung lesen, Hausaufgaben mit den Kindern, Lottospielen auf Französisch (Töchterchen muss die Zahlen von 1-100 lernen) und Besuch bei meinem Bruder, der heute Geburtstag hat. Beim Spaziergang dorthin mussten wir feststellen, dass es empfindlich kalt geworden ist. Der Herbst ist da.

Donnerstag, 15. September 2011

Kinderkleiderbörse

Geschafft. Alles ist parat für die Kinderkleiderbörse.



Heute wusste ich zeitweise gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Ich hatte mir so viel vorgenommen. Am Morgen war ich in der Spielgruppe. Ausgerechnet heute kam ein Mami nach der Spielgruppe noch rein und wollte wissen, wie's mit ihrem Kind geht. Als ich nach Hause kam, sah ich, dass mein Liebster schon mal ein paar Spielzeugautos von Söhnchen angeschrieben hat. Direkt nach dem Mittagessen wollte ich eigentlich den Wochenendeinkauf erledigen, da mir dies während dieser Börse nicht mein Mann abnehmen kann. Grad als ich gehen wollte, stand meine Schwägerin vor der Tür, die für ihre Tochter die Kleider noch durchschauen wollte, bevor ich sie anschreibe. Dann einkaufen, schnell wieder heim, mit Söhnchen in die Bibliotheke, Einkauf wegräumen, Hausaufgaben mit Söhnchen. Kurz vor dem Nachtessen kam ich endlich dazu, das zu tun, was ich schon seit halb zwölf tun wollte: Weiter Kleider und Spielsachen durchschauen, sortieren, anschreiben. Jetzt ist alles parat, und ich bin fix und fertig. Ich melde mich nun ab für die nächsten zwei Tage.

Nein, einen habe ich noch: Söhnchen hat heute wieder mal etwas für's "schwarze Büechli" geliefert: Er musste für Französisch bis acht zählen lernen. Beim Frühstück fragte ich ihn nochmal, ob er's könne. Bei acht stockte er und studierte. Ich erklärte ihm, er könne sich das so merken: "huit" (sprich "uit") fängt gleich an wie "ja" auf französisch "oui" (sprich: "ui"), und dann einfach noch "t" anhängen. Also fing er nochmals an: "un - deux - trois - quatre - cinq - six - sept - bonjour". Erst kugelte nur ich mich vor Lachen, dann auch Söhnchen, als er begriffen hat, dass da etwas nicht stimmen kann.

Dienstag, 13. September 2011

Das Wunder von Narnia

Unser Wohnzimmer quilt über. Nächstes Wochenende findet bei uns im Ort die Kinderkleiderbörse statt. Seit 7 Jahren helfe ich mit beim Organisieren. Das heisst, zweimal pro Jahr melde ich mich zuhause für zwei Tage ab, die Börse hat mittlerweile Dimensionen angenommen, die den vollen Einsatz des ganzen OK-Teams an beiden Tagen erfordert resp. schon ein paar Wochen im Voraus einiges an Organisation. Bereits letztes Wochenende habe ich mit den Kindern begonnen Kleiderschränke auszumisten. Heute abend waren wir noch im Keller, dort liegen vergessene Spielsachen, von denen sich unsere Kinder bisher nicht trennen konnten. Jetzt, wo sie mittlerweile in einem Alter sind, wo sie mir am Börsenverkauf mithelfen dürfen (ich bin meistens zuständig für den Verkauf der Spiel- und Babysachen), und daher an der letzten Börse begriffen haben, wieviel Geld sie mit dem Verkauf ihrer Spielsachen verdienen, können sie sich plötzlich auf wundersame Weise von all ihren alten Spielsachen trennen. Ich musste sie sogar bremsen, schliesslich bringen ja nicht nur wir Ware in die Börse... Vorallem wuchs mir der Berg kurzerhand fast über den Kopf. Also, das morgige Programm steht jedenfalls: Sachen durchschauen und anschreiben.

Heute morgen war eine Freundin da, die gerne Töchterchens Kleider für Ihre Tochter schon mal im Voraus durchschauen wollte. Es blieb nicht nur beim Durchschauen. Wir wurden gleich unserem Hausfrauen-Image gerecht und haben bis kurz vor dem Mittagessen Kaffee getrunken. Das muss manchmal einfach sein und tut einfach gut.

Zurzeit lese ich den Kinder als Gute-Nacht-Geschichte "Die Chroniken von Narnia vor" von C.S. Lewis. Im Moment sind wir am ersten Buch "Das Wunder von Narnia". Das zweite Buch "Der König von Narnia" haben wir schon mal gelesen (da wusste ich noch nicht, dass es eine ganze Reihe ist...). Die Geschichte handelt von den Kindern Polly und Digory welche durch einen Zauber von Digory's Onkel nach Narnia gelangen. Narnia ist eine andere Welt, welche in diesem Moment vom Löwen Aslan geschaffen wird, in dem die Kinder dorthin kommen. Natürlich ist auch das Böse schon da, in Form der bösen Königin Jadis. An dieser Stelle, wo wir jetzt grade sind, sind Polly und Digory auf einem fliegenden Pferd unterwegs um einen besonderen Apfel zu holen, aus dessen Kern ein Baum wachsen soll, der Narnia vor der bösen Hexe beschützen wird. Eine wunderschöne, phantasievolle Geschichte, so richtig zum Abtauchen, nicht nur für Kinder. Mir gefallen vor allem die ausgeschmückten Beschreibungen des Autors. Hier eine kleine Kostprobe:

Vor ihnen erhoben sich mächtige Klippen und die Kinder waren fast geblendet von dem Sonnenlicht, das auf dem riesigen Wasserfall tanzte, der tosend und funkelnd von der Hochebene nach Narnia hinabstürzte, auf der er seinen Ursprung hatte. Sie flogen nun schon so hoch oben, dass sie vom Donnerbrausen des Wassers nur noch ein leises Murmeln hörten, aber noch nicht so hoch, dass sie über die Klippen hätten hinwegfliegen können.

Einfach schön.

Montag, 15. August 2011

Grossätti

Heute kam nach fünf Wochen unser Wecker wieder mal zum Einsatz. Der Alltag hat uns wieder. Die Kinder gingen zur Schule und ich widmete mich wie gewohnt meinem Haushalt. Beim Mittagessen hatte ich fast zu wenig Ohren um all den Neuigkeiten meiner Kinder zu horchen: neue Lehrer, neue Mitschüler, neues Schulzimmer, neue Regeln, usw. Um eins ging die Schule weiter und ich sass vor einem Stapel Hefte und Schulbücher, die eingefasst werden sollten. Schliesslich müssen ja die Mamis auch etwas vom ersten Schultag haben... Ich entschied mich, erst mal im Spielgruppenlokal vorbeizuschauen, was es dort noch für den Start zu organisieren gibt. Das anschliessende Einkaufen war keine gute Idee. Im angrenzenden katholischen Kanton war ja heute Feiertag. An solchen Tagen könnten man im Supermarkt jeweils denken, der Krieg breche aus... Ich werde wohl nie verstehen, wieso die Leute an einem solchen freien Tag ausgerechnet Lebensmittel einkaufen müssen?! Morgen haben doch die Läden in den katholischen Kantonen auch wieder auf! Um vier war die Schule aus, und wie zu erwarten war so nach dem ersten Tag, waren die Kinder völlig k.o. Töchterchen war überdreht und Söhnchen war total müde und übellaunig. Natürlich habe ich die beiden eingespannt beim Hefte einfassen (obwohl ich alleine vermutlich schneller fertig gewesen wäre...) Aus dem nichts heraus fing Söhnchen an zu weinen. Vermutlich war alles etwas zu viel heute... Er musste an seinen Grossvater denken, der vor drei Jahren so plötzlich gestorben ist. Er möchte so gerne seinen Grossätti wieder sehen, weinte er. Für vieles gibt es Erklärungen oder einen Weg wie man die Kinder trösten kann, wenn sie traurig sind. Aber bei der Trauer um einen geliebten Menschen gibts einfach nichts, was man für die Kinder tun kann ausser fest drücken und für sie da zu sein. Ich habe ihm erklärt, dass Grossätti immer einen Platz in seinem Herzen haben wird. Da sind mir Tränen selber in die Augen gestiegen. So ein lieber Mensch musste viel zu früh gehen, das Leben ist manchmal so ungerecht...Grossätti, du fehlst einfach.

Dienstag, 9. August 2011

Poster

Töchterchen hat heute ihr Zimmer aufgeräumt. Ich erschrak beinahe, als sie mir rief, ich soll mal schauen kommen. Töchterchen lebt jetzt nicht mehr in einem Kinderzimmer, sie lebt jetzt in einem Jugendzimmer. Sie hat nämlich ihr Zimmer mit Justin Bieber, Black Eyed Peas, iCarly, Haus Anubis, etc. tapeziert:




Beim Nachtessen waren wir wieder beim Thema. Mein Liebster meinte stolz: "Das hat sie von mir!". Ich musste lachen und erklärte ihm, dass, glaub ich, jeder die "Poster"-Phase durchmacht. Die Kinder wollten wissen, welche Poster wir denn so aufgehängt hatten. Im Internet-Zeitalter ist das nicht mehr so schwierig, den Kindern das kurz mal zu zeigen. So schwelgten wir vorhin in Erinnerungen: Modern Talking, Kim Wilde, Sandra, etc.. Mein Mann stand eher (auch heute noch..) auf Heavy Metal, wie damals fast alle Jungs. Die Kinder fanden's nicht besonders spannend. Ich wollte ihnen noch zeigen, wie Anfang 90er mit Snap und Dr. Alban dann etwas mehr Rhythmus in die Hitparade kam, aber das half auch nicht wirklich... Dann fand ich endlich, was ich gesucht hatte: Welches Mädchen hatte in den 80ern nicht auch ein Poster von Pierre Cosso über dem Bett hängen? Schmacht... Mein Mann wollte den Kindern klar machen, dass sei ein Bild von ihm... hm. Wir waren uns dann aber alle einig: Papa sieht fast gleich aus wie er!

Donnerstag, 16. Juni 2011

Putzen...

..putzen, putzen, putzen.... (leider gibt es heute nichts spannenderes zu berichten)

Donnerstag, 2. Juni 2011

Spielen ist die höchste Form der Forschung - Albert Einstein

An diesem verhangenen, windigen Auffahrtstag machten wir es uns zuhause gemütlich. Wir veranstalteten wieder mal einen Spieletag. Nach etwas heftigen Diskussionen, vor allem seitens unseres Töchterchens, entschieden wir uns für Zooloretto und Dixit. Kurzweilig und lustig war's, zudem muss auch verlieren gelernt sein (übrigens nicht nur die Kinder müssen's noch lernen). Nach einem kurzen Spaziergang zwischendurch gab's noch eine Runde Schach. Und dann hiess es wieder arbeiten. Diesmal durfte ich in die Rolle einer Coiffeuse schlüpfen und mich an den Haaren meines Mannes austoben. Na - sieht gar nicht so schlecht aus.

Freitag, 20. Mai 2011

Hallo!

Tagebuch schreiben war bis heute nur für mich ganz persönlich. Doch ab und zu soll man ja was neues ausprobieren. Seit längerem spiele ich mit dem Gedanken einen Blog zu führen. Da meine Kinder heute auf Schulreise und Kindergeburtstag sind, hatte ich Zeit, das ganze etwas näher anzuschauen. Et voilà!