Bänz Friedli, Hausmann und Autor einer Kolumne der Migros-Zeitung, die ich wöchentlich gerne lese, hat mich heute zutiefst enttäuscht. Schreibt er doch heute über Staub im Kinderzimmer und wie sein Sohn im Befehlston mit ihm umgeht "Vati, könntest du nicht wieder mal staubsaugen?" Als er dies SOFORT! erledigt habe weil die Bemerkung sein schwärzestes Gewissen getroffen habe (ich stutzte zum ersten Mal) kam als Kommentar: "Vatiiii! Du hast ein Teilchen eingesaugt!" (Was hat den dieser Rotz für einen Umgangston?). Darauf sinniert der Hausmann doch tatsächlich, dass er vielleicht doch besser ein Socke über die Mündungen hätte stülpen sollen! (An dieser Stelle blieb mir völlig die Spucke weg...)
Unsere Kinder müssen ihre Zimmer selber aufräumen. Klar helfe ich ihnen wenn nötig und es kam auch schon vor, dass ich es halt schnell selber machte, weil es schneller und gründlicher geht, aber nie würde ich mir von meinen Kinder so auf der Nase rumtanzen lassen. Ich habe manchmal den Eindruck die Kinder werden zu stark verwöhnt. Manche Kinder werden bei Regen zur Schule gefahren, bekommen die gewünschten Markenkleider, die Mamis kaufen ihnen den gewünschten Lippenstift, nur damit das Gör zu hause dann motzen kann, es sei nicht der richtige und Mami rennt wieder in den nächsten Laden. HALLO? Unsere Kinder fahren bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zur Schule (es braucht nur gute Regenkleider), die Kleider kaufen wir in den günstigen Läden, im Ausverkauf oder in der Kinderkleiderbörse, kleine Extras sparen sich die Kinder selber zusammen. Bin ich deshalb eine Rabenmutter? Heute Nachmittag hatte ich mit Töchterchen wieder mal eine dieser endlosen Diskussionen betreffend eigenem Laptop mit Internetzugang im Kinderzimmer, Facebook-Account, eigenes Handy (wenn möglich eines mit dem kleinen i) etc., etc. Es ist immer die gleiche Leier. Und leider, leider ist es tatsächlich so, dass gewisse Eltern ihren Elfjährigen dies alles bieten und erlauben. Mein Mann und ich sind da anderer Meinung: Unsere Tochter darf meinen Laptop im Büro benutzen, wo wir jederzeit mal einen Kontrollblick machen können, wir haben ein "Familienhandy", das sie benützen darf wenn sie mal weg ist (dazu zählen Schule und wöchentliche Hobbys nicht), für Facebook ist sie meiner Meinung nach mit elf noch zu jung. Es denken nicht alle Eltern so, ich wurde auf Facebook aufmerksam, weil mich vor drei Jahren eines meiner vierjährigen Spielgruppenkinder gefragt hat, ob ich auch auf Facebook sei, sie sei auch da drauf... Einige Schulkameraden von Töchterchen haben den besagten eigenen Laptop im Zimmer, mit unbeschränktem Internetzugang, spielen immer und überall mit ihren Handys, sind auf Facebook anzutreffen, kriegen für drei Sechser in der Schule (zur Info für alle Nicht-Schweizer: die Sechs ist in bei uns die beste Note) mal nebenbei einen iPad geschenkt. Die Liste ist endlos und macht sprachlos. Wir haben keine Vergleichsmöglichkeit mit unserer Jugendzeit, wir hatten all diese Geräte und neuen Medien nicht. Wir müssen einfach unser Gefühl und den gesunden Menschenverstand walten lassen. Ich versuche Töchterchen immer und immer wieder unsere Haltung zu erklären. Dass ich es nicht gut finde, wenn wir ihr all diese Herzenswünsche erfüllen und ihr alle Steine aus dem Weg räumen (oder den Staub aus dem Zimmer...). Für sie ist das halt manchmal schwer zu begreifen... sie sieht halt, was die anderen haben, kann nicht mitreden und die anderen Eltern seien ja auch nicht so, so, so streng. Sind wir zu streng?
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Montag, 26. März 2012
Mittwoch, 7. März 2012
Am heiterhellen Tag....
Huch! Ich wähnte mich ja bisher in unserem Ort so ziemlich in Sicherheit. Heile Welt - Verbrechen passieren anderswo...Ich wurde heute eines anderen belehrt: Söhnchen und ich waren am Nachmittag im Dorf unterwegs. Ich fuhr mit dem Fahrrad und den Einkäufen im Anhänger voraus, er mit seinem Mini-Scooter hinterher (Fahrrad fahren schmerzt ihn noch am Bauch von der Schürfwunde...). Wir wollten noch rasch zur Post. Plötzlich sah ich vor mir auf der Strasse eine Dame mit Hund wild gestikulierend und rufend. Ein junger Mann kam hinter ihr her, anscheinend ein Passant der gerade bei der Post geparkt hatte. Der junge Mann hielt ein Handy am Ohr. Beide rannten zu einem Haus am Strassenrand, dem wir uns auch gerade näherten. Die Frau war ziemlich aufgeregt. Sie zeigte zum Haus. Ich fragte mich, was wohl da so Interessantes zu sehen sein könnte. Als ich gerade am Haus vorbeifuhr hörte ich die Frau schreien: "Jetzt gehen sie raus!" Ich schaute herum und sah im selben Moment zwei schwarze Gestalten elegant aus einem Fenster hüpfen. Es ging ein paar hundertstel Sekunden bis ich realisierte, was da gerade ablief. Dann schaute ich erschrocken zu Söhnchen, der mittlerweile mit seinem Trottinett zehn Meter hinter mir, genau auf Höhe dieses Fensters war. Die Banditen flüchteten dann aber zum Glück hinters Haus und durch den Garten davon. Die Frau hetzte ihren Hund hinterher, aber die zwei Gestalten waren schneller... Geschockt blieben wir wie angewurzelt da stehen. Der Junge Mann hatte die Polizei informiert. Bis die da waren, konnten diese aber vermutlich nur noch das Protokoll aufnehmen. Auf dem Heimweg meinte Söhnchen, als er die zwei habe aus dem Fenster springen sehen, habe er gedacht, die spielen "Räuber und Polizist". Na ja, ich habe ja auch immer gedacht, sowas sehe in echt nicht aus wie bei "Derrick" und Co. Das heute war aber wirklich filmreif! Ihr werdet wohl verstehen, dass ich zum heutigen Post kein Foto mitliefern kann...
Mittwoch, 8. Februar 2012
Orchideen und allerlei anderes
Wenn ich meiner Bloggerstatistik Glauben schenken kann, hatte ich die letzten Tage überdurchschnittlich viele Besucher auf meinem Post über die gefrorenen Wasserleitungen. Da wurde bei Google gesucht nach "eingefrorene Wasserleitung", "gefrorener wasserzulauf toilette", "nur im oberen stockwerk rohre eingefroren im bad" usw. Ihr seid also auf meinem Blog gelandet. SORRY - es tut mir Leid, aber ich kann euch allen auch nicht weiter helfen. Auch unsere Leitungen sind nach wie vor gefroren. Da hilft nur eins: Abwarten und Tee trinken (wenn ihr denn irgendwo Wasser für denselben bekommt...hi, hi). Tröstet euch damit: Ihr seid nicht die einzigen.
Ich habe heute ein paar Bilder von meinen Orchideen gemacht, die mich im Moment mit ihren bezaubernden Blüten beglücken:
Ich habe sechs Orchideen, und wie ihr seht, blühen fast alle. Eine ist schon verblüht und auf Nummer 6 darf ich mich noch freuen.
Ansonsten war ich heute am telefonieren. Die Spielgruppe fällt auch morgen aus (im Spielgruppenlokal waren es heute 16°C, die Leitungen sind immer noch gefroren). Eigentlich hätten wir ja eine Telefonkette, die wir aber anscheinend zu wenig nutzen. Es hat nämlich nicht geklappt. Nachdem nach sechs Stunden die Kette noch nicht bei mir zurück war, habe ich schlussendlich fast jedem Mami persönlich angerufen. Natürlich wollten auch die Kinder noch schnell "Hallo" sagen, die Mamis hatten, wenn sie mich doch schon mal am Apparat hatten noch rasch was zu fragen oder wollten Sorgen deponieren, oder, was mich natürlich sehr gefreut hat, ein positives Feedback abgeben. Ein Mami erzählte mir, ihre Tochter wolle jeweils zu Regula ziehen, wenn Mami mit ihr schimpft... Das ist mein echter Lohn!
Ja, dann war heute auch wieder mal der ungeliebte Gang zum Zahnarzt fällig mit Töchterchen. Heute waren wir aber gewappnet, das homöopathische Mittel stand bereit. Die Zahnspangenschmerzen halten sich bisher in Grenzen. Vielen Dank für den Tipp! Eine Dreiviertelstunde waren wir in der Praxis, Töchterchen wurde nämlich ein hartnäckiger Milchzahn gezogen. Es wollte nicht mehr aufhören zu bluten... Töchterchen blieb ganz tapfer und liess sich ein Wattebausch nach dem anderen in den Mund stopfen. Sie wusste schliesslich, dass diese Nacht das "Zahnmäuschen" kommen und ein kleines Geschenk unter das Kopfkissen legen wird (In dieser Beziehung ist sie noch gerne ganz klein...).
Den Rest des Tages verbrachte ich damit, den Kindern beim Test lernen zu helfen. Körperteile auf Französisch, Symmetrieachsen einzeichnen, wer hat das Patent für die Glühlampe angemeldet?, welche Kräfte wirken auf einen Gegenstand im Wasser?. Mit Töchterchen habe ich heute angefangen zusätzlich Deutsch zubüffeln lernen. Wir hatten nämlich Anfang Woche Elterngespräch. Jetzt kommt genau das auf uns zu, was ich schon lange befürchtet habe, eineinhalb Jahre im Voraus leider etwas früher als erhofft: Sekundarschulübertrittsstress! Töchterchen ist schon seit längerem gestresst, wollte von mir wissen, wie man denn den Notendurchschnitt ausrechnet. Leider ist das überhaupt nicht aussagekräftig, der Lehrer entscheidet nämlich nicht nur anhand der Noten, sondern auch anhand diverser Aspekte (mündliche Tests, Teilnahme am Unterricht, Fleiss, Wille) welche Note er geben möchte. Per Stand heute würde sie es in Französisch locker und in Mathe gut schaffen. Deutsch liegt noch knapp unter dem geforderten Schnitt. Beim freien Sprechen und bei den Schreibanlässen (hiess bei uns noch ganz einfach "Aufsatz") hapert's noch. Tja, wie war noch die Aussage von Söhnchens Lehrerin? "Deutsch sehr gut, bei Ihnen wird wohl oft gelesen?" Da sieht man nur wie Kinder, trotz gleicher Erziehung, verschieden sein können. Mit zwei Fächern auf Sekundarschul-Niveau ist man zwar ein Sek-Schüler, Töchterchen möchte aber keine halben Sachen machen. Sie hat dem Lehrer bestimmt erklärt, sie möchte mit allen drei Fächern in die Sek. Der Lehrer schaute uns fragend an: "Was möchten Sie?" Ja geht es denn hier nun um Leistung oder um ein Wunschkonzert? Geht es darum, ob wir als Eltern jetzt gut argumentieren können, ob wir dem Lehrer gefallen oder nicht, oder was? Ich gab zur Antwort: "Natürlich wäre es schön, wenn sie es schaffen würde, aber wichtiger ist doch, dass es ihr wohl ist, dass sie weder über- noch unterfordert ist." Nur noch gedacht habe ich: "Ich will, dass der Lehrer mein Kind richtig einschätzt, es unterstützt und den Sekübertritt nicht davon abhängig macht, was die Eltern sagen oder (da bin ich mir sicher, dass es solche Eltern gibt), sogar fordern." Ich hätte es eigentlich laut sagen sollen, aber wer weiss, vielleicht wäre meine Aussage bei der definitiven Entscheidung in einem Jahr genau das Zünglein an der Waage... Wieder zu Hause habe ich auf Töchterchens Frage, ob ich denn mit dem Gespräch zufrieden sei, geantwortet, es sei ja nicht so schlimm, hätte sie ein Fach auf Realschulniveau. Ich muss aber selber eingestehen, wenn man selber ein Sekundarschüler war, macht es einem diese Aussage schon nicht einfach. Insgeheim hofft man doch, die Kinder schaffen es auch. Da kann mir keiner erzählen, dass sei bei ihm nicht so, glaube ich schlichtweg nicht. Dazu kommt der heutige Druck im Arbeitsleben, den man auf seine Kinder zukommen sieht. Man möchte doch das Beste für seine Kinder, und doch möchte ich, dass sie sich nicht selbst zu sehr unter Druck setzen. Ich habe Töchterchen dann versprochen, mit ihr zu üben. Ich habe gestern also mal etwas gegoogelt (an den Zeitaufwand darf ich jetzt gar nicht mehr denken, spielt auch keine grosse Rolle mehr, habe eh je länger je mehr das Gefühl, für die Bildung unserer Kinder selber verantwortlich zu sein, Lehrer sind ja heutzutage vorallem mit erziehen anstatt mit lehren beschäftigt). Diese Seite habe ich im Netz gefunden und einige Übungsblätter ausgedruckt. Gestern habe ich mit Töchterchen einen Ordner gestaltet, und heute haben wir angefangen mit dem Nachhilfeunterricht, und ich muss sagen, sie war mit voller Begeisterung dabei, hat meine ungeteilte Aufmerksamkeit genossen. Wir haben einen Kriminalfall gelöst, und nebenbei geübt frei Deutsch zu sprechen und diesen Text anschliessend fehlerfrei aufzuschreiben.
So, jetzt da alle Spielgruppenkinder informiert, Tests gelernt, Tiere gefüttert, Liebster in der Feuerwehrübung kann ich mich dem vernachlässigten Haushalt widmen. Weiter packen kann ich ja morgen, habe ja wieder unplanmässig frei.
Übrigens, hättet ihr's gewusst? Der Auftrieb und die Gewichtskraft sind die beiden Kräfte, die auf einen Gegenstand im Wasser wirken. Ist der Auftrieb höher als die Gewichtskraft schwimmt der Gegenstand und umgekehrt. Ja, man lernt jeden Tag was neues (oder was vergessenes...)
Ich habe heute ein paar Bilder von meinen Orchideen gemacht, die mich im Moment mit ihren bezaubernden Blüten beglücken:
Ich habe sechs Orchideen, und wie ihr seht, blühen fast alle. Eine ist schon verblüht und auf Nummer 6 darf ich mich noch freuen.
Ansonsten war ich heute am telefonieren. Die Spielgruppe fällt auch morgen aus (im Spielgruppenlokal waren es heute 16°C, die Leitungen sind immer noch gefroren). Eigentlich hätten wir ja eine Telefonkette, die wir aber anscheinend zu wenig nutzen. Es hat nämlich nicht geklappt. Nachdem nach sechs Stunden die Kette noch nicht bei mir zurück war, habe ich schlussendlich fast jedem Mami persönlich angerufen. Natürlich wollten auch die Kinder noch schnell "Hallo" sagen, die Mamis hatten, wenn sie mich doch schon mal am Apparat hatten noch rasch was zu fragen oder wollten Sorgen deponieren, oder, was mich natürlich sehr gefreut hat, ein positives Feedback abgeben. Ein Mami erzählte mir, ihre Tochter wolle jeweils zu Regula ziehen, wenn Mami mit ihr schimpft... Das ist mein echter Lohn!
Ja, dann war heute auch wieder mal der ungeliebte Gang zum Zahnarzt fällig mit Töchterchen. Heute waren wir aber gewappnet, das homöopathische Mittel stand bereit. Die Zahnspangenschmerzen halten sich bisher in Grenzen. Vielen Dank für den Tipp! Eine Dreiviertelstunde waren wir in der Praxis, Töchterchen wurde nämlich ein hartnäckiger Milchzahn gezogen. Es wollte nicht mehr aufhören zu bluten... Töchterchen blieb ganz tapfer und liess sich ein Wattebausch nach dem anderen in den Mund stopfen. Sie wusste schliesslich, dass diese Nacht das "Zahnmäuschen" kommen und ein kleines Geschenk unter das Kopfkissen legen wird (In dieser Beziehung ist sie noch gerne ganz klein...).
Den Rest des Tages verbrachte ich damit, den Kindern beim Test lernen zu helfen. Körperteile auf Französisch, Symmetrieachsen einzeichnen, wer hat das Patent für die Glühlampe angemeldet?, welche Kräfte wirken auf einen Gegenstand im Wasser?. Mit Töchterchen habe ich heute angefangen zusätzlich Deutsch zu
So, jetzt da alle Spielgruppenkinder informiert, Tests gelernt, Tiere gefüttert, Liebster in der Feuerwehrübung kann ich mich dem vernachlässigten Haushalt widmen. Weiter packen kann ich ja morgen, habe ja wieder unplanmässig frei.
Übrigens, hättet ihr's gewusst? Der Auftrieb und die Gewichtskraft sind die beiden Kräfte, die auf einen Gegenstand im Wasser wirken. Ist der Auftrieb höher als die Gewichtskraft schwimmt der Gegenstand und umgekehrt. Ja, man lernt jeden Tag was neues (oder was vergessenes...)
Montag, 6. Februar 2012
Immer noch eisig
Heute ist in der Zeitung zu lesen, dass sich die Meteo-Dienste darüber streiten ob denn nun die -37°C auf der Glattalp als Kälterekord gezählt werden darf, oder doch eher die -33,8°C in Ulrichen. Was spielt denn das nun für 'ne Rolle? Die erfrorenen Obdachlosen in Osteuropa waren der Redaktion gerade mal eine kleine Seitenspalte wert....
Unsere Leitungen sind immer noch gefroren, die machen keinen Wank mehr. Sogar die Fenster waren heute früh zugefroren. Das einzige was dahinzuschmelzen droht ist unser Skiurlaub. Wir wissen ja nicht, ob die Leitungen aufgerissen sind vom Eis, das erfahren wir erst, wenn sie auftauen, sollte es mal irgendwann wieder wärmer werden. Deshalb muss jemand da sein um den Haupthahn zu schliessen, falls es taut. Meinen Vater, der ja eigentlich auch in unserem Haus wohnt, können wir leider unmöglich mit dieser Situation alleine lassen. Er hat auf den Nerven, wenn wir schon nur unter "normalen" Umständen wegfahren. Mein Mann hatte die Idee, er könne uns ja am Samstag in den Urlaub fahren und wieder nach Hause gehen und später nachkommen. Ich habe mich auf einen Familienurlaub gefreut, nicht auf Mutter-Kind Urlaub! Meine Stimmung sinkt von Stunde zu Stunde und kommt den Aussentemperaturen immer näher. Ich wollte heute eigentlich schon mal mit packen beginnen, habe aber gar keine Lust dazu. Ich werde es wohl auf morgen verschieben, schliesslich habe ich morgen unplanmässig genug Zeit. Dreimal dürft ihr raten, weshalb. Spielgruppe ist abgesagt - Wasserleitungen zugefroren - Heizung kommt nicht mehr nach....
Hier habe ich noch ein paar kunstvolle Seiten der Kälte gefunden.
Unsere Leitungen sind immer noch gefroren, die machen keinen Wank mehr. Sogar die Fenster waren heute früh zugefroren. Das einzige was dahinzuschmelzen droht ist unser Skiurlaub. Wir wissen ja nicht, ob die Leitungen aufgerissen sind vom Eis, das erfahren wir erst, wenn sie auftauen, sollte es mal irgendwann wieder wärmer werden. Deshalb muss jemand da sein um den Haupthahn zu schliessen, falls es taut. Meinen Vater, der ja eigentlich auch in unserem Haus wohnt, können wir leider unmöglich mit dieser Situation alleine lassen. Er hat auf den Nerven, wenn wir schon nur unter "normalen" Umständen wegfahren. Mein Mann hatte die Idee, er könne uns ja am Samstag in den Urlaub fahren und wieder nach Hause gehen und später nachkommen. Ich habe mich auf einen Familienurlaub gefreut, nicht auf Mutter-Kind Urlaub! Meine Stimmung sinkt von Stunde zu Stunde und kommt den Aussentemperaturen immer näher. Ich wollte heute eigentlich schon mal mit packen beginnen, habe aber gar keine Lust dazu. Ich werde es wohl auf morgen verschieben, schliesslich habe ich morgen unplanmässig genug Zeit. Dreimal dürft ihr raten, weshalb. Spielgruppe ist abgesagt - Wasserleitungen zugefroren - Heizung kommt nicht mehr nach....
Hier habe ich noch ein paar kunstvolle Seiten der Kälte gefunden.
Mittwoch, 9. November 2011
Plastiktüten
Ich möchte euch heute ein praktisches Ding vorstellen. Seit Jahren liegt es jederzeit griffbereit in meiner Handtasche:
Ich habe nämlich heute gelesen, dass Plastiktüten erst nach sage und schreibe 600 Jahren verrotten! Werden sie verbrannt, werden giftige Stoffe freigesetzt. Papiertaschen sind nicht viel besser, die brauchen noch mehr Herstellungsenergie als Plastiktüten.
Ich muss ehrlich gestehen, ich war zwar schon oft froh über die Falttasche, denke aber auch nicht immer daran, und lasse mir im Laden eine Plastiktüte geben. Ich werde ab jetzt versuchen, dies zu ändern.

Ich habe nämlich heute gelesen, dass Plastiktüten erst nach sage und schreibe 600 Jahren verrotten! Werden sie verbrannt, werden giftige Stoffe freigesetzt. Papiertaschen sind nicht viel besser, die brauchen noch mehr Herstellungsenergie als Plastiktüten.
Ich muss ehrlich gestehen, ich war zwar schon oft froh über die Falttasche, denke aber auch nicht immer daran, und lasse mir im Laden eine Plastiktüte geben. Ich werde ab jetzt versuchen, dies zu ändern.
Montag, 7. November 2011
Jobprofil
Hausmann Bänz Friedli schrieb heute in seiner wöchentlichen Kolumne des Migros-Magazins, das Jobprofil einer Hausfrau müsste wohl folgendermassen formuliert werden, um mehr Männern schmackhaft zu machen, sich daheim zu engagieren:
"Sie handeln proaktiv in einem selbstständigen und dynamischen Tätigkeitsbereich, Sie sind entscheidungsfreudig, flexibel, vielseitig, extrem belastbar, klar in Ihren Aussagen und konsequent in Ihrem tun. Sie haben mehrjährige Erfahrung als Facility Manager, sind führungsstark, zählen pädagogisches Know-how zu Ihren Kernkompetenzen, sind im Food- und Non-Food-Bereich auf dem neusten Stand der Wissenschaft und sind durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Nachhaltigkeit ist ihr Leitmotiv, Sie sind initiativ, stark in der Kommunikation, besitzen Umsetzungsstärke, Einsatzbereitschaft, organisatorisches Geschick, strategisch-konzeptionelles Flair und eine ausgeprägte Fähigkeit zur Konfliktlösung. Kurzum, Sie sind eine verhandlungssichere und verantwortungsvolle Persönlichkeit, die sich durchzusetzen weiss."
Das tönt doch gut, oder? Wenn ich das so lese, fühle ich mich gleich wie eine Topmanagerin - na ja - einfach ohne das entsprechende Managergehalt...
"Sie handeln proaktiv in einem selbstständigen und dynamischen Tätigkeitsbereich, Sie sind entscheidungsfreudig, flexibel, vielseitig, extrem belastbar, klar in Ihren Aussagen und konsequent in Ihrem tun. Sie haben mehrjährige Erfahrung als Facility Manager, sind führungsstark, zählen pädagogisches Know-how zu Ihren Kernkompetenzen, sind im Food- und Non-Food-Bereich auf dem neusten Stand der Wissenschaft und sind durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Nachhaltigkeit ist ihr Leitmotiv, Sie sind initiativ, stark in der Kommunikation, besitzen Umsetzungsstärke, Einsatzbereitschaft, organisatorisches Geschick, strategisch-konzeptionelles Flair und eine ausgeprägte Fähigkeit zur Konfliktlösung. Kurzum, Sie sind eine verhandlungssichere und verantwortungsvolle Persönlichkeit, die sich durchzusetzen weiss."
Das tönt doch gut, oder? Wenn ich das so lese, fühle ich mich gleich wie eine Topmanagerin - na ja - einfach ohne das entsprechende Managergehalt...
Freitag, 28. Oktober 2011
Kürbis schnitzen
Ich sträube mich etwas gegen den komerziellen Halloween-Wahn. Meine Kinder hatten dieses Jahr die Idee, sie möchten an Halloween verkleidet von Tür zu Tür: "Süsses oder es gibt Saures". Angeblich dürfen einige ihrer Schulkameraden gehen. Ich finde, wir haben schon genug traditionelle Feste im Jahreskreis, die wir zelebrieren können. Da braucht nicht noch ein weiteres importiert zu werden. Aber Kürbis schnitzen, das finde ich schön. Das haben wir heute dann auch gemacht. Und die Kürbissuppe zum Znacht hat auch köstlich geschmeckt.
Sonntag, 9. Oktober 2011
Wahlen
Heute hatten Töchterchen und ich eine Lektion Staatskunde. Vor einiger Zeit, ich denke mal, es liegt an ihrem neuen, politisch interessierten Lehrer, hat sie mir Löcher in den Bauch gefragt über unser Staatsystem, die Politik und die Parteien. Da kam der Umschlag mit dem Wahlmaterial letzte Woche gerade richtig. Heute Nachmittag habe ich mit Töchterchen die Prospekte ausgepackt und durchgeschaut. Wir haben die Wahlparolen der Parteien und die Bilder, Steckbriefe und Aussagen der Nationalratskandidaten studiert bis uns die Köpfe rauchten. Fast zwei Stunden lang haben wir uns durch den Dschungel aus Prospekten, Wahlzetteln und Anleitungen gekämpft. Wir beide markierten auf den farbigen Prospekten "unsere Köpfe" mit Kreuzen. Töchterchen hat sich vorallem Leute ausgesucht, die sich für Tierschutz und gegen Atomstrom engagieren. Ich bin schon etwas stolz auf Töchterchen, dass sie sich mit elf Jahren schon für Gesellschaft und Politik interessiert. Ich fand das damals in in ihrem Alter noch total trockene und langweilige Materie. Ich habe Töchterchen versprochen, ihre "Kandidaten" in meinen Wahlzettel einfliessen zu lassen. Für heute haben wir aber mal Pause gemacht. Morgen schauen wir uns noch die Ständeratskandidaten an. Das sind ja dann zum Glück nicht mehr so viele.
Donnerstag, 29. September 2011
Gute Freunde
Tatsächlich! Ich hatte schon befürchtet, unsere Kinder seien die einzigen ihrer Art während der Herbstferien in unserem verlassenen Ort. Töchterchens beste Freundin ist auch da. Da deren Mami diese Woche noch drei Tage arbeiten musste, ist sie seit gestern mit ihrem Bruder, der mit Söhnchen in dieselbe Klasse geht, bei uns. So schön. Die Kinder sind glücklich und zufrieden. Heute habe ich mit den vieren eine Fahradtour zu unserem Lieblingsweiher unternommen. Der liegt etwa eine halbe Velostunde von uns entfernt. Ich hab's mir an einem sonnigen Plätzchen mit einem Buch gemütlich gemacht, während die Kids sich den ganzen Nachmittag im Wald und am Weiher vergnügt haben. Am liebsten wären sie gleich da geblieben: "Können wir den nicht gleich hier zelten?"
Die zwei übernachten jetzt nochmal hier. Vermutlich werden sie sich auch morgen noch nicht trennen können. Es ist so schön, zu sehen, dass unsere Kinder gute Freunde haben. Heute Vormittag haben sie im Garten glitzernde Steine gefunden. Sie waren überzeugt: Die müssen grossen Wert haben. Da fingen sie gleich an, Pläne zu schmieden. Sie werden die Steine William und Kate von England verkaufen, oder gleich der Queen. Mit dem Geld werden sie einen Bauernhof kaufen, mit 20 Kühen, 20 Schweinen, 20 Schafen, 20 Ziegen, 20 Pferden, 20 Hühnern, 20 Katzen und natürlich mit allen nötigen landwirtschaftlichen Maschinen für die Jungs. Den Hof werden sie gemeinsam bewohnen und bewirtschaften. Ihre jeweiligen Elternhäuser werden sie natürlich verkaufen, die brauchen sie ja nicht mehr... auf unsere Frage, was den mit uns Eltern werde, ob wir denn ins Altersheim müssten, kam dann die prompte Antwort: "Beide Elternpaare wohnen natürlich auch bei uns auf dem Hof". Das tönt ja gut, ich glaube, da bin ich einverstanden. Ich muss mal diese Steine etwas genauer anschauen...
Kindern steht die ganze Welt noch offen, sie haben zumindest den festen Glauben daran. Und sie haben Freunde. Freund, mit denen sie Pläne schmieden, auf Fantasiereisen gehen können. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen. Da wird schon erwartet, dass deine Pläne, mindestens zum Teil, realisiert sind. Du solltest wissen, was du willst, wohin dein Weg führen soll und vorallem wie. Werte wie Anstand, Respekt, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit zählen nichts mehr. Alles dreht sich ums Geld, den tollen Job, die neuste Anschaffung, den Urlaub. Wenn du bei diesen Gesprächen nicht mithalten kannst, wird es still um dich. Stille, in der du über den Sinn des Lebens nachdenken kannst. Gar nicht mal so schlecht. Innehalten. Pläne schmieden, wiedermal auf Fantasiereisen gehen. Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden lernen. Sich darüber im Klaren werden, wem du, solltest du auch mal wieder mitreden können, noch Vertrauen und Zeit schenken möchtest.
Die zwei übernachten jetzt nochmal hier. Vermutlich werden sie sich auch morgen noch nicht trennen können. Es ist so schön, zu sehen, dass unsere Kinder gute Freunde haben. Heute Vormittag haben sie im Garten glitzernde Steine gefunden. Sie waren überzeugt: Die müssen grossen Wert haben. Da fingen sie gleich an, Pläne zu schmieden. Sie werden die Steine William und Kate von England verkaufen, oder gleich der Queen. Mit dem Geld werden sie einen Bauernhof kaufen, mit 20 Kühen, 20 Schweinen, 20 Schafen, 20 Ziegen, 20 Pferden, 20 Hühnern, 20 Katzen und natürlich mit allen nötigen landwirtschaftlichen Maschinen für die Jungs. Den Hof werden sie gemeinsam bewohnen und bewirtschaften. Ihre jeweiligen Elternhäuser werden sie natürlich verkaufen, die brauchen sie ja nicht mehr... auf unsere Frage, was den mit uns Eltern werde, ob wir denn ins Altersheim müssten, kam dann die prompte Antwort: "Beide Elternpaare wohnen natürlich auch bei uns auf dem Hof". Das tönt ja gut, ich glaube, da bin ich einverstanden. Ich muss mal diese Steine etwas genauer anschauen...
Kindern steht die ganze Welt noch offen, sie haben zumindest den festen Glauben daran. Und sie haben Freunde. Freund, mit denen sie Pläne schmieden, auf Fantasiereisen gehen können. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen. Da wird schon erwartet, dass deine Pläne, mindestens zum Teil, realisiert sind. Du solltest wissen, was du willst, wohin dein Weg führen soll und vorallem wie. Werte wie Anstand, Respekt, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit zählen nichts mehr. Alles dreht sich ums Geld, den tollen Job, die neuste Anschaffung, den Urlaub. Wenn du bei diesen Gesprächen nicht mithalten kannst, wird es still um dich. Stille, in der du über den Sinn des Lebens nachdenken kannst. Gar nicht mal so schlecht. Innehalten. Pläne schmieden, wiedermal auf Fantasiereisen gehen. Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden lernen. Sich darüber im Klaren werden, wem du, solltest du auch mal wieder mitreden können, noch Vertrauen und Zeit schenken möchtest.
Dienstag, 20. September 2011
Sisyphusarbeit
Ja, ja, ich weiss, diesen Titel hatte ich schon mal. Aber der Name sagt es schon, er kommt, wie meine Hausarbeit immer wieder. Gemäss griechischer Mythologie musste Sisyphos zur Strafe für seine Untaten in der Unterwelt einen Felsblock den Berg hinaufrollen, kurz bevor er oben war, entglitt ihm der Stein immer wieder. Ich weiss nicht, was ich angestellt habe, aber dass meine Arbeit, wie der herunterrollende Felsblock, immer wieder kommt, das weiss ich. Während ich am Wochenende kinderkleiderbörsenmässig abwesend war, schlich sich zu hause heimlich und hinterhältig das Chaos wieder ein. Diesem Chaos habe ich mich gestern morgen gewidmet, habe aufgeräumt, geputzt und gewaschen. Jetzt schaut euch das mal an:
Diesen Teppich im Treppenhaus habe ich Montag Vormittag gesaugt. Am Montagabend sah er wieder so aus. Mein Mann sagte kleinlaut, das könnte von seinen Pantoffeln kommen, mit denen er immer raus geht zum rauchen. "Ich putze es dann" beruhigte er mich. Das wäre ja eigentlich schon toll, aber ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn seine Bandscheibe wieder vorfällt. Und sechs Wochen auf einen sauberen Teppich warten möchte ich ja auch nicht. Aber ich lasse den Teppich jetzt einfach mal so wie er ist, stört ja sowieso niemanden, ausser mich. Zudem habe ich heute auch überhaupt keine Lust zum putzen. Es ist so empfindlich kalt geworden. Gestern haben wir schon mal die Heizung in Gang gebracht. Mir laufen aber trotzdem kalte Schauer den Rücken runter, habe eine verstopfte Nase und Kopfschmerzen. Der Herbst hat also auch in meiner Nase Einzug gehalten...
Gestern Nachmittag habe ich meinen Mann ins Auto gepackt und bin ins Baucenter gefahren. Wir brauchten nämlich einen Entlüftungsschlüssel für die Heizkörper. Ich hatte das Gefühl, mein Mann braucht mal Tapetenwechsel, die Decke fällt ihm auf den Kopf, nach nur einer Woche... fünf Wochen zu hause bleiben und schonen liegen immer noch vor ihm. Ich habe im Baucenter auch gleich noch einen neuen Badezimmerteppich gekauft. Und wisst ihr was? Mit diesem Kauf habe ich die Welt gerettet. Echt. Heute habe ich nämlich gelesen was auf dem Schild auf dem Teppich steht: MIGROS-KIDS-SCHOOL, TIRUPUR/INDIA, Migros hilft - helfen auch Sie mit, Kindern einen Zukunft zu geben! Mit dem Kauf dieses Artikels ermöglichen Sie über 1'600 Kindern eine Schulausbildung und schaffen so Hoffnung auf ein besseres Leben. 1'600 Kindern eine Schulausbildung ermöglichen. Bei soviel Gutem dürfte ich eigentlich nicht mit Sisyphusarbeit bestraft werden... Der Teppich hat übrigens Fr. 14.90 gekostet. Ich denke jetzt mal, es sollte heissen: Mit dem Kauf dieses Artikels helfen Sie mit, über 1'600 Kindern.... Nicht schlecht, diese Verkaufsstrategie.
Diesen Teppich im Treppenhaus habe ich Montag Vormittag gesaugt. Am Montagabend sah er wieder so aus. Mein Mann sagte kleinlaut, das könnte von seinen Pantoffeln kommen, mit denen er immer raus geht zum rauchen. "Ich putze es dann" beruhigte er mich. Das wäre ja eigentlich schon toll, aber ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn seine Bandscheibe wieder vorfällt. Und sechs Wochen auf einen sauberen Teppich warten möchte ich ja auch nicht. Aber ich lasse den Teppich jetzt einfach mal so wie er ist, stört ja sowieso niemanden, ausser mich. Zudem habe ich heute auch überhaupt keine Lust zum putzen. Es ist so empfindlich kalt geworden. Gestern haben wir schon mal die Heizung in Gang gebracht. Mir laufen aber trotzdem kalte Schauer den Rücken runter, habe eine verstopfte Nase und Kopfschmerzen. Der Herbst hat also auch in meiner Nase Einzug gehalten...
Gestern Nachmittag habe ich meinen Mann ins Auto gepackt und bin ins Baucenter gefahren. Wir brauchten nämlich einen Entlüftungsschlüssel für die Heizkörper. Ich hatte das Gefühl, mein Mann braucht mal Tapetenwechsel, die Decke fällt ihm auf den Kopf, nach nur einer Woche... fünf Wochen zu hause bleiben und schonen liegen immer noch vor ihm. Ich habe im Baucenter auch gleich noch einen neuen Badezimmerteppich gekauft. Und wisst ihr was? Mit diesem Kauf habe ich die Welt gerettet. Echt. Heute habe ich nämlich gelesen was auf dem Schild auf dem Teppich steht: MIGROS-KIDS-SCHOOL, TIRUPUR/INDIA, Migros hilft - helfen auch Sie mit, Kindern einen Zukunft zu geben! Mit dem Kauf dieses Artikels ermöglichen Sie über 1'600 Kindern eine Schulausbildung und schaffen so Hoffnung auf ein besseres Leben. 1'600 Kindern eine Schulausbildung ermöglichen. Bei soviel Gutem dürfte ich eigentlich nicht mit Sisyphusarbeit bestraft werden... Der Teppich hat übrigens Fr. 14.90 gekostet. Ich denke jetzt mal, es sollte heissen: Mit dem Kauf dieses Artikels helfen Sie mit, über 1'600 Kindern.... Nicht schlecht, diese Verkaufsstrategie.
Dienstag, 31. Mai 2011
Die kleine Raupe Nimmersatt
Der heutige Tag stand im Zeichen der Spielgruppe: Am Vormittag musste ich mich langsam auf das neue Spielgruppenjahr einstimmen: Den Infobrief für die neuen Kinder gestalten, Leuchtgurte bei der Kindergärtnerin bestellen, Listen schreiben, telefonische Abklärungen mit der anderen Spielgruppenleiterin. Am Nachmittag war ich dann wieder in der Gegenwart. Ich habe den Kindern "die kleine Raupe Nimmersatt" erzählt. Habe festgestellt, dass die kleine Raupe sich sogar durch eine Gurke frisst. Die traut sich was!! Das Buch erzähle ich jedes Jahr, ein paar Wochen vor den Sommerferien. Ab diesem Zeitpunkt darf dann abwechselnd immer ein Kind einen kleinen Raupenaufkleber auf ein von mir vorbereites Blatt Papier kleben. Auf dem Papier hat es eine Pflanze mit entsprechender Anzahl Blätter. Wenn auf jedem Blatt eine Raupe klebt ist dann auch das Spielgruppenjahr zu Ende, und die Spielgruppenkinder verwandeln sich in Kindergartenkinder, genau so, wie sich die kleine Raupe Nimmersatt in einen wunderschönen Schmetterling verwandelt. Sinnigerweise heisst der Kindergarten in den die meisten meiner Spielgruppenkinder kommen "Farfallina".
| Die kleine Raupe traut sich was!! |
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