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Freitag, 25. Oktober 2013

Toffifee-Torte

Heute habe ich etwas für alle Toffifee-Liebhaber wie meinen Mann. Zu seinem gestrigen Geburtstag habe ich mich mal wieder an ein neues Rezept gewagt, Versuchskaninchen waren ja auf den Abend zu erwarten... Das Rezept haben ich aus diesem Backbuch, dass noch ganz viele andere Leckereien enthält.



Für den Biskuitteig:
- 100 g Löffelbiskuits
- 100 g gemahlene Haselnüsse
- 3 Eiweiss
- 150 g Zucker
- 3 Eigelb
- 25 g Mehl
- 1 gestr. TL Backpulver

Für die Füllung:
- 5 Blatt Gelatine
- 10 Toffifees
- 500 ml Sahne
- 22g Schokoladepulver (ich habe auf 25g aufgerundet)

Zum Bestreichen:
- 1 EL Zucker
- 2 EL Wasser
- 30 g Aprikosenkonfitüre

- 14 Toffifees

Für den Teig Löffelbiskuits in einen Gefrierbeutel geben, den Beutel verschliessen und die Löffelbiskuits mit einer Teigrolle zerdrücken. Gemahlene Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

Eiweiss mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Eigelb mit dem restlichen Zucker mit dem Mixer etwa 4 Minuten cremig schlagen. Das steifgeschlagene Eiweiss daraufgeben und unterheben.

Mehl mit Backpulver mischen, sieben, mit Löffelbiskuitbröseln und gemahlenen Haselnüssen hinzufügen und vorsichtig unterheben. Den Teig in eine gefettete und mit Backpapier belegte Springform (24cm) füllen. Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben und sofort backen (170°C, 25-30 Min.)

Den Boden aus der Form lösen, auf einen mit Backpapier belegten Kuchenrost stürzen, das mitgebackene Backpapier abziehen und den Boden erkalten lassen. Dann einmal waagerecht durchschneiden.

Für die Füllung Gelatine nach Packungsaufschrift einweichen. Toffifees fein hacken. Gelatine ausdrücken und auflösen. Die Sahne fast steif schlagen, Gelatinelösung unter Schlagen hinzufügen und die Sahne vollkommen steif schlagen.

Unter die Hälfte der Sahne die Toffifeebrösel rühren, unter die andere Hälfte das Schokoladepulver. Die Schokoladensahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Auf den unteren Boden mit der Schokoladensahne von aussen einen etwas 3 cm breiten Ring spritzen, die restliche Schokoladensahne zum Verzieren zurücklassen.

Die Mitte des Bodens mit gut Dreiviertel der Toffifeesahne bestreichen, den oberen Boden darauf legen und gut andrücken.

Zucker mit Wasser unter Rühren zum Kochen bringen, bis sich der Zucker gelöst hat. Aprikosenkonfitüre durch ein Sieb streichen und hinzugeben. So lange unter Rühren kochen lassen, bis die Masse anfängt dicklich zu werden. Den oberen Boden damit betreichen.

In die Mitte der Tortenoberfläche einen Kreis aus der restlichen Toffifeesahne streichen. Die Torte mit der zurückgelassenen Schokoladensahne verzieren und mit Toffifees garnieren.


Viel Spass beim Backen und vor allem beim Geniessen! Mmh... E Guete!

Übrigens fand die Torte bei meinen Versuchskaninchen anklang und war klar in der Poleposition gegenüber dem Klassiker Schwarzwäldertorte...

Samstag, 14. April 2012

Eine kleine süsse Hasennase

Gestern beim Aufräumen kam mir dieses kleine Buch in die Hände:



Auf die Frage meiner Kinder, habe ich ihnen erklärt, was E-Nummern sind. Worauf die Suche nach diesen berüchtigten Nummern losging. Der Kühlschrank und der Vorratsschrank wurde durchforstet und jede E-Nummer nachgeschlagen. Und wir haben gestaunt, was wir da alles so essen. Töchterchen wurde auch in ihrem Osternest fündig:



Ganz harmlos steht da E120. Wir haben nachgeschaut was denn dieser süsse Hase zu verbergen hat: Echtes Karmin, Karminsäure, Rot, wird aus Schildläusen gewonnen..... Seine Nase hat's also in sich. Zwar ist die Nr. 120 grau hinterlegt, was soviel heisst wie: nach heutigem Erkenntnisstand unbedenklich, doch besonders appetitlich hört sich das ja nicht an.

An Töchterchens Reaktion zu urteilen, nehme ich an, dass aus unserem Osterhasen-Vorrat eine kleine rote Nase übrigbleiben wird....

Freitag, 6. Januar 2012

Dreikönigstag

Was könnte das sein?



Es sind pürierte Ravioli! Ich hatte Mitleid mit Töchterchen heute Mittag. Gestern hat ihr der Zahntechniker ihre Zahnspange nachgezogen. Unten bekam sie noch zusätzlich einen "Gartenzaun". Die ersten Tage schmerzt sie der Druck jeweils. Sie hat nicht nur die "Plättlispangen" sondern auch innerhalb der Zahnreihen oben und unten eine Spange. Sie tut mir richtig Leid, den ganzen Mund voller Zahnspangen. Und jetzt noch die Schmerzen. Dementsprechend ist sie seit gestern unaustehlich. Natürlich darf die Mutter wieder mal Schuld sein für das ganze Elend: "Du hast mich da angemeldet!" Nicht so schlimm. Lieber jetzt daran Schuld sein, als in zwanzig Jahren an einer schiefen Zahnstellung! Heute gabs also Ravioli zum Mittagessen, weil ich dachte, die sind schön weich (ja, es war auch praktisch, schnell eine Konserve öffnen zum "Zmittag"...). Töchterchen, die sich seit gestern nur von Jogurth ernährt, wollte auch das nicht essen. Sonst gibt es bei mir nie eine Extrawurst, aber heute sagte ich zum Spass: "Ich kann dir's ja pürieren!" Sind fand das eine gute Idee. So habe ich meinem "Baby" wieder mal einen Brei gemacht. Mit Basilikum und Käse garniert sah es auch gar nicht mehr so übel aus:



Also, jetzt zum eigentlichen Thema: Heute ist Dreikönigstag. Bei uns wird das traditionellerweis mit einem Dreikönigskuchen gefeiert. Der Dreikönigkuchen ist ein süsses Hefegebäck. In einem der Aussenteile ist ein kleiner Plastikkönig eingebacken. Wer den König in seinem Stück findet wird mit einer Papierkrone zum König gekrönt. In unserer Familie hat der "König" einen Spielwunsch frei. Natürlich sollte derjenige, der den Plastikkönig findet, dies noch etwas geheimhalten, bis der ganze Kuchen gegessen ist. Das ist jeweils ein Gaudi, denn das kann nicht jeder so gut. Unser heutige König konnte es auch nicht.... Man sah schon ganz am Anfang, dass Söhnchen ein Grinsen nicht verkneifen konnte... Er hat es auch verdient. Beim Einkaufen heute hat er der Verkäuferin sein Leid geklagt, dass er noch nie, gar nie König geworden ist (ist er schon, er kann sich nur nicht mehr erinnern). Die Verkäuferin hatte mit dem bedauernswerten Kind Mitleid und meinte, das werde jetzt dann aber auch wirklich Zeit, dass er mal König werde!




Übrigens hat auch Töchterchen nach anfänglichem Rumstochern ihr Stück Kuchen gegessen. Der ist halt so fein, der lässt sogar Zahnschmerzen vergessen!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Backstube zum Zweiten

Heute hatten wir das letzte Mal Spielgruppe vor den Weihnachtsferien. Die Geschenke sind fertig gebastelt, die habe ich, zum Glück schon letztes Mal mit nach Hause gegeben, heute waren nämlich zwei Jungs krank. Also haben wir uns heute noch ans Plätzchen backen gemacht. Ich war ehrlich gesagt schon etwas froh, dass es heute nur sechs Kinder waren. Am Schluss hatte jedes Kind ein Säckchen voller Plätzchen zum heimnehmen.



Zuhause gings gleich weiter mit Backen. Töchterchens Lehrer hat seinen Schülern letzte Woche mitgeteilt, wenn sie am letzten Schultag feiern möchten, müssen sie selber etwas organisieren, sonst hätten sie einfach Mathe, Deutsch, Französisch. Die Schüler organisierten sich darauf logischerweise, wer möchte denn schon lernen anstatt zu feiern. Sie werden Spiele machen und eine kleine Disco abhalten. Töchterchen bot an, einen Kuchen zu backen. Da war sie aber die einzige. Weil ein Kuchen wohl nicht reicht für 25 Schüler und einen Lehrer buken wir heute Nachmittag einen Marmor- und einen Zitronenkuchen.


Da der Backofen schon mal in Betrieb war, machte ich noch gleich eine Ladung "Mailänderli", die gehen nämlich schon bald wieder zu Neige.


Nun hatte ich drei Eiweiss übrig. Dann halt auch noch gleich ein Blech voller "Haselnussmakrönli".


Aber jetzt reichts.. Das waren definitif die letzten "Weihnachtsguetsli" dieses Jahr. Das Guetslibackbuch habe ich jetzt wieder weggeräumt.

Morgen steht noch "putzen" auf meiner "To-Do"-Liste. Den grossen Einkauf habe ich schon gestern erledigt. Die Kinder haben morgen den letzten Schultag. Ich bin so froh. Töchterchen musste gestern noch zum Arzt. Sie hat seit geraumer Zeit ein Stechen in der Herzgegend. Am Dienstagabend hat sie geweint, weil es ihr so Angst machte. Der Arzt stellte fest, dass sie extrem verspannt ist in der linken Schulter. Das zieht auf der Seite runter bis zum Brustkorb und verursacht die Schmerzen. Sie hat Magnesium und eine Salbe bekommen. Gottseidank kann sie den schweren Schulrucksack morgen Nachmittag in die Ecke stellen und entspannen. Mein Liebster ging gleich mit zum Arzt. Seine Erkältung ist fast über Nacht wieder viel schlimmer geworden, er hatte starke Kopfschmerzen. Es ist ein Stirnhöhlenkatarrh. Dank den Medikamenten geht es ihm heute schon viel besser. Jetzt freue ich mich auf morgen. Morgen steht nämlich neben "putzen" auch noch "Weihnachtsbaum schmücken" auf meiner tollen Liste. Juhuu!


Nur noch zwei Adventspäckli. Die Leinen füllen sich stattdessen mit lieben Weihnachtsgrüssen. Weihnachten steht vor der Tür!

Samstag, 17. Dezember 2011

Weihnachten kann kommen...

Heute früh haben wir den Weihnachtsbaum geholt. Da muss immer die ganze Familie dabei sein, damit alle ihren Senf abgeben können... Wir waren uns heuer sehr schnell einig. Geschmückt und im Kerzenschein sieht ja eh jedes Bäumchen wunderschön aus. Übrigens - juhu, es hat geschneit! Zwar nur ein hauchdünnes Schäumchen, aber Weihnachtsbaum-Aussuchen in einer weissen Umgebung ist einfach so viel schöner als ohne. Da kommt so richtig Stimmung auf (Natürlich nicht bei meinem Mann....seine Weihnachtsphobie..., zudem hats ihn jetzt erwischt, der Virus hat ihn im Griff).

Zu Hause gings nochmals mit backen weiter. Eine Sorte fehlte nämlich noch: Anis-Chräbeli - Töchterchens Lieblingsplätzchen. Sie musste mir auch helfen. Sie hat für diese Guetzli die nötige Geduld, die mir fehlt. Ich habe immer das Gefühl, der Teig klebt überall. Also, hier noch das Rezept, für alle die Anis mögen:

Anis-Chräbeli

500 g Puderzucker
4 Eier
1 Prise Salz
1 Esslöffel Kirsch(wasser)
1,5 Esslöffel Anis, ganz
500 g Mehl (ich brauche etwas mehr, je nach Grösse der Eier)

Eier und Puderzucker sehr schaumig rühren. Wenn möglich 10 Minuten mit einem elektr. Rührwerk. die anderen Zutaten beigeben und zu einem zarten, festen Teig zusammenkneten.

Teig in ca. 1,5 cm dicke Rollen formen. 5 cm lange Stücke schneiden, diese biegen und auf der Aussenseite mit 3-5 schrägen Schnitten einschneiden.

Im vorgeheizten Ofen auf zweitunterster Rille bei 140°, 20-25 Minuten backen.








Am Nachmittag hatten die Kinder Weihnachtsfeier mit den Jungschärlern. Ich nutzte die Zeit zum Geschenke einpacken. Jetzt müssen nur noch die Kinder ihre Geschenke fertigbasteln und einpacken, dann könnte Weihnachten eigentlich kommen...


Freitag, 16. Dezember 2011

Backstube

Was gibt es schöneres, als die Küche in eine Backstube zur verwandeln, während draussen ein Sturm tobt?


Ja genau - die erste Nussecke gehört doch der Bäckerin, oder?


Matti's Plätzchen - ein Rezept aus einem Bilderbuch - schmecken besser als sie aussehen...

Die erste Ladung Mailänderli ist natürlich schon lange weggeputzt....

...da musste Nachschub her!

Die Brunsli müssen noch über Nacht trocknen.

Jetzt kann ich all die "Guetzli" nicht mehr anschauen, zuviele habe ich davon genascht. Dieser Zustand wird aber ganz bestimmt nicht lange dauern...

Ja, und das hier ist der Preis für die feinen Plätzchen ("Perfekte-Haushalt-Bilder" werdet ihr definitv auf meinem Blog wohl nie antreffen...):


Freitag, 25. November 2011

Traurige "Mailänderli"

Heute gabs Tränen. Töchterchen kam von der Schule nach Hause, verkroch sich in ihrem Zimmer unter die Bettdecke und weinte bitterlich. Eine Katze aus der Nachbarschaft ist überfahren worden... Es war nicht irgendeine Katze. Es war eine spezielle Katze. Seit diesem Sommer war sie häufig in unserem oder Nachbars Garten anzutreffen. Sie liebte die Menschen. Kam dahergerannt, wenn sie jemanden kommen sah. Wenn man sich hinkniete, hüpfte sie auf den Schoss und liess sich unter wohligem Schnurren streicheln. Sie lief den Kindern hinterher wie ein junger Hund. Da wir nicht genau wussten, wem sie gehört und wie sie hiess, nannten wir sie einfach "Wuscheli". Weil sie so wuschelig aussah mit ihrem roten, langhaarigen Fell. Unsere Kinder hätten sie am liebsten reingenommen und behalten. Ich erklärte Ihnen, dass wir das nicht einfach dürfen. Dass sie jemandem gehört. Zudem haben wir ja selber eine Katze. Die hätte vermutlich nicht so Freude gehabt an dieser Konkurrenz. Ja, und jetzt ist das eingetroffen, was ich so befürchtet habe: Heute morgen hat unser Nachbarmädchen Töchterchen in der Schule erzählt, dass "Wuscheli" überfahren worden sei. Töchterchen hat den ganzen Morgen den Kloss im Hals runtergeschluckt. Am Mittag konnte sie ihre Trauer endlich zulassen. Ich hatte selber Tränen in den Augen, "Wuscheli" war so eine liebe Katze. Natürlich wollte Söhnchen nachher wissen, wieso seine Schwester denn geweint habe. Da weinte dann auch Nummer drei.

Jetzt wissen wir wieder genau, wieso unser Katerchen eine Stubenkatze ist und bleibt. In unserem Quartier werden die meisten Katzen kein Jahr alt. Unsere letzte Katze wurde nicht mal halbjährig. Die Strasse an der wir wohnen ist ja eigentlich nicht vielbefahren. Wir haben sogar ein Fahrverbot mit "Zubringerdienst gestattet". Doch Insider wissen, dass die Strasse ins Nachbardorf führt, und benutzen sie als Schleichweg, und dies meistens in einem ziemlich unangepassten Tempo. Da nützen alle "Achtung Kinder"-Schilder nichts und auch der Fussgängerlängsstreifen, der auf meine Unterschriftensammlung hin aufgemalt wurde ist sprichwörtlich "für die Katz"...

Am Nachmittag konnte ich die Kinder etwas ablenken mit "Guetzli" backen:



Mmh, rechtzeitig zum ersten Advent sind unsere "Mailänderli" fertig. Ich glaube Mailänderli kennt man, trotz ihres Namens, nur in der Schweiz. Das muss ich jetzt grad ändern, denn Mailänderli sind meiner Meinung nach die besten Weihnachtsplätzchen überhaupt und ganz einfach:

Zutaten:
250 g Zucker
250 g Butter
1 Prise Salz
3 Eier
500 g Mehl
1 Zitronenschale gerieben
2 Eigelb zum Bestreichen

Butter, Zucker, und Eier schaumig rühren. Mehl und Zitronenschale beigeben und rasch mit kühlen Händen zu einem zarten Teig verarbeiten. 1 Stunde kühlstellen.

Auf wenig Mehl 5mm dick auswallen, mit beliebigen Förmchen ausstechen. Auf mit Backtrennfolie belegtem Blech eine halbe Stunde kühlstellen. Vor dem Backen mit zerklopftem Eigelb bestreichen.

Backen: Ofen vorheizen und Blech in der Mitte, bei 180° C, 10 - 15 Min. backen.


Auch mit der Adventsdekoration sind wir fast fertig. Hier ein paar Bilder. Das schöne daran ist, das wirklich jedes Stück, das wir aufgestellt oder aufgehängt haben eine Geschichte erzählt:

Die Krippe habe ich von meiner Mama. Söhnchen hat sie liebevoll eingerichtet. Die Figuren begleiten mich zum Teil seit meiner Kindheit, einige habe ich dazugekauft. Die Krippe steht neben dem Foto meiner geliebten Grosseltern, das mache ich jedes Jahr so.


Diesen hübschen, selbstgemachten Engel habe ich letztes Jahr von Töchterchen zu Weihnachten bekommen.

Diesen Engel habe ich von einer Freundin mal geschenkt bekommen. Er ziert das ganze Jahr den Garderobenschrank. Im Advent leisten ihm jeweils vier Kerzen Gesellschaft.


Unser "UNICEF"-Wichtel darf nicht fehlen. Der einzige, der vor zwei Jahren übriggeblieben ist, als wir Selbstgebasteltes für einen guten Zweck an einem Weihnachtsmarkt verkauft haben.

Diese Windlichter hat mir mein Patenkind gabastelt, als sie noch klein war. Jetzt ist sie bald 18 und die Windlichter zieren jedes Jahr im Advent die Fensterbank meiner Küche.
Das Bild ist etwas überbelichtet, habs leider nicht besser hingekriegt. Diesen kleinen Schutzengel habe ich vor drei Jahren von einem meiner Spielgruppenkinder zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Freitag, 28. Oktober 2011

Kürbis schnitzen

Ich sträube mich etwas gegen den komerziellen Halloween-Wahn. Meine Kinder hatten dieses Jahr die Idee, sie möchten an Halloween verkleidet von Tür zu Tür: "Süsses oder es gibt Saures". Angeblich dürfen einige ihrer Schulkameraden gehen. Ich finde, wir haben schon genug traditionelle Feste im Jahreskreis, die wir zelebrieren können. Da braucht nicht noch ein weiteres importiert zu werden. Aber Kürbis schnitzen, das finde ich schön. Das haben wir heute dann auch gemacht. Und die Kürbissuppe zum Znacht hat auch köstlich geschmeckt.





Mittwoch, 26. Oktober 2011

Sonnenschein!

Heute gehörten wir auch zu "ansonsten": Schönes, warmes Herbstwetter! Das animierte mich dazu, mir mal die Wohnzimmerfenster vorzunehmen. Das ist ein etwas kompliziertes Unterfangen, denn, bedingt durch ein kleines Missverständnis beim Umbau unseres Hauses, steht nämlich direkt vor dem Wohnzimmerfenster ein Heizkörper. Ich habe damals, nachdem ich das "Malheur" begutachtet habe, dem Sanitärinstallateur gedroht, er müsse in Zukunft zweimal im Jahr meine Fenster putzen kommen. Er hatte als Antwort nur ein hämisches Grinsen übrig... So nehme ich halt, solange mein Kopf und meine Schultern durch den Fensterspalt passen, die gymnastische Übung jeweils auf mich.






Heute gabs zum Znacht eine kulinarische Erinnerung an meine Kindheit: "Härdöpfutätschli" aus Kartoffelstockresten. Mmh! Meine geliebte Grossmutter, bei der ich aufgewachsen bin, hat das oft gemacht. Leider konnte ich meine Familie bisher noch nie damit bekochen, da ich mein inzwischen verstorbenes Grosi nie nach dem Rezept gefragt habe. Man kann es Zufall nennen: Während ich heute zum Mittagessen Kartoffelstock vorbereitete, klingelte es an der Tür. Eine ältere Nachbarin, die jährlich vorbeikommt um für die Pro Senectute zu sammeln war da. Wir plauderten noch kurz, und da erzählte sie mir so beiläufig von den "Härdöpfutätschli" die sie gestern gemacht habe. So kam ich also heute zum Rezept und dank den Resten vom Mittagessen konnte ich es am Abend gleich ausprobieren. Es ist so was von einfach, aber vermutlich wäre ich nie alleine draufgekommen. Einfach ein Ei, etwas Mehl und Salz den Kartoffelstockresten beimischen. Einen Löffel voll in eine Bratpfanne geben und etwas flach drücken, braten und dann wenden und fertig braten. Und - das hat mich gar nicht gewundert - meine Kinder lieben es!



Söhnchen wird jetzt Kunstmaler. Er hat kürzlich eine Sendung gesehen, über einen gleichaltrigen Jungen, der viel Geld verdient mit seinen Gemälden. Jetzt hat er sich in den Kopf gesetzt: Das will er auch! Er hat sich meine kleine Staffelei und einen Keilrahmen geschnappt und gemalt. Natürlich hat er nicht dasselbe Talent, wie dieser Junge. Aber ein lustiges Bild ist entstanden. Man könnte es "Flying Oberschlumpf" nennen.



Er war sicher, sein Bild teuer verkaufen zu können. Wir konnten ihn überzeugen, das Bild, vorgestern, am Geburtstag meines Mannes unter den Gästen zu versteigern. Die Versteigerung hat Töchterchen übernommen. Im 50-Rappen-Takt lieferten sich meine Schwiegermutter und Söhnchens Götti ein Kopf an Kopf-Rennen. Schliesslich ging das Kunstwerk für sage und schreibe Fr. 13.00 an meine Schwiegermutter.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Nebel

"Im Flachland hartnäckiger Hochnebel, ansonsten sonnig..." So der tägliche Wetterbericht. Und wir gehören selten zu "ansonsten". Und wenn doch, dann erst gegen Abend. Je älter ich werde, desto weniger ertrage ich diesen Nebel. Diese Tristesse. Grau in grau. Die ganze Welt wirkt kalt und starr, ungeheuerlich. Das drückt auf das Gemüt. Ich sehne mich nach Sonne und Wärme, oder wenigstens nach etwas Wind oder Regen.

Söhnchen hat gestern in der Jungschar ein Windlicht gebastelt. Das kommt gerade richtig. Ein kleines Kerzenlicht, das ein wenig Wärme in die grauen Nebeltage bringt.



Auch etwas fürs Gemüt: Gestern haben wir in unserem Haus die Raclettesaison eröffnet. Mmh!!




Übrigens: Vor zwei Wochen habe ich erzählt, wie stolz ich auf Töchterchen bin, dass sie sich mit elf Jahren schon für Politik interessiert. Heute waren Wahlen. Abends um sieben fragte Söhnchen, ob er noch kurz fernsehen dürfe. Ich rechnete eigentlich damit, dass jetzt KIKA oder Nickelodeon laufen wird. Gefehlt. Er schaute sich voller Interesse eine halbe Stunde lang im Schweizer Fernsehen Wahlresultate und Diskussionen an...

Freitag, 14. Oktober 2011

Jugendslang

Dieses Wochenende geht die letzte Herbstferienwoche zu Ende. Im Nu ging die Zeit vorbei. Anfang Woche kam noch ein nachträglicher Geburtstagbesuch: Söhnchens Götti mit Familie kam zum Essen. Die ersten zwei Gänge waren die gleichen wie am Geburtstag selber, aber dieses Mal habe ich ans Fotografieren gedacht:


Knoblauchbrot


(vor dem Backen)

Tomatensuppe


(bin immer noch entzückt vom Anblick dieser Suppe in Grand-Mamans Suppenschüssel)


Endivie



ländliche Paella (ohne Meeresfrüchte)

(schmeckt besser als es aussieht)

Süssmostcrème

(hier übermannte mich das Chaos wieder, sodass ich vergessen habe zu fotografieren)


Den Gästen gefiel es so gut bei uns, dass sie gleich sitzen geblieben sind bis um ein Uhr nachts. Somit war auch der Mittwoch gelaufen. Erst mal war ausschlafen angesagt, denn auch die Kinder sind natürlich so lange aufgeblieben.

Gestern war ich mit Töchterchen in der Stadt um Winterschuhe zu organisieren. Ich kann euch versichern: Es ich kein Vergnügen mit Töchterchen Schuhe zu kaufen. Sie hat einen langen, schmalen Fuss, will heissen, Grösse 38 passt in der Länge, ist aber zu weit, Grösse 37 passt in der Weite, ist aber zu kurz. Und schlussendlich sollte er ihr ja auch noch gefallen. Tun ihr aber meistens nur diese, die ihr nicht passen. 

Eigentlich wollte ich aber gar nicht vom Schuhekaufen erzählen, sondern von der Zugfahrt in die Stadt. Mit uns stiegen nämlich drei Jugendliche aus unserem Ort in den Zug ein und sassen direkt im Abteil hinter uns, sodass wir ihr Gespräch, wenn man das so nennen kann, mitanhören konnten oder mussten. "Ey, mein Handy hat voll AIDS mann, deins auch?" "Ja, isch voll krass mann, mein Samsung hat auch voll AIDS!" Für mich ist AIDS ein schlimme Krankheit, für die Jugendlichen ist es wohl zu einem Synonym für "eine Macke" oder so, geworden... da braucht man wirklich bald einen Dolmetscher, wenn man sich mit Jugendlichen unterhalten will. Ich bin jedenfalls froh, muss ich nicht mehr "cool" sein. Das wär mir echt zu stressig. Töchterchen hat mich übrigens während des Gesprächs angeschaut und die Augen verdreht. Ich bin ja mal gespannt, ob sie das auch in ein paar Jahren noch tut...

Samstag, 8. Oktober 2011

Kreativ

Gestern sind die Freunde der Kinder wieder zum Übernachten gekommen. Heute ging ich mit ihnen zum Herbstmarkt in unserem Ort. Die Jungs konnten es kaum erwarten mit ihren neusten Errungenschaften, den BRUDER-Landwirtschaftsmaschinen nach Hause zu kommen, um ihn Söhnchens Zimmer Kartoffeln zu ernten und den Schnee zu pflügen. Apropos Schnee: Gestern auf meiner Joggingrunde roch es nach Schnee. Es ist empfindlich kalt geworden. Heute am Markt war es so unfreundlich. Die Hälfte der Marktfahrer sind bei diesem Regenwetter schon gar nicht gekommen. Den Mädchen war so kalt, sie haben sich mit ihrem "Märitbatze" Pulswärmer aus Nepal gekauft. Am Nachmittag war ihnen langweilig. Aus Langeweile entsteht oft Kreativität. Die beiden fingen in der Küche an zu wüten, und diese "Hexenchüechli" kamen dabei heraus:



Als die Muffins fertig und das Gekleckere und Gekleistere weggewischt war, habe ich mich in der Küche zu schaffen gemacht. Ich habe ein neues Rezept aus der Betty Bossi-Zeitung ausprobiert:



Quiche fromage-poireau

Mmh - und wieder einmal musste ich mich selber rühmen. Der Kuchen ist echt fein! 

Apropos kreativ: Letzte Woche war auch ich kreativ:


Töchterchens Cats-Kostüm ist fertig. Jetzt muss nur noch die Darbietung einstudiert werden.

Auch mein neues Handyetui habe ich endlich fertig gehäkelt: