Sonntag, 18. Dezember 2011

Schneeketten

Gut, wenn man(n) bei einem platten Reifen auf die Idee kommt, einen älteren, ganzen Reifen zu montieren. Nicht so schlimm, wenn dieser Reifen fast kein Profil mehr hat, schliesslich stand damals der Sommer bevor. Etwas unbequemer ist es, wenn einem diese Tatsache erst dann wieder in den Sinn kommt, wenn man bei Schneefall im Berg unterwegs ist...

Ich wäre ja heute lieber an den Weihnachtsmarkt in die Stadt gefahren. Die Kinder waren jedoch alles andere als begeistert von dieser Idee. Am Vormittag tollten sie mit dem Nachbarsmädchen und deren Hund in dem kleinen Schäumchen Schnee herum. Sie wollten mehr. Sie sahen den nahen, weiss eingeschneiten Jura und bettelten dort raufzufahren zum Rodeln. Ich hatte zwar viel mehr Lust auf den Weihnachtsmarkt, aber nicht auf zwei mürrische Kinder im Schlepptau. Mein Mann, dem es heute etwas besser ging, meinte, so ein Stündchen könnten wir ja schon rodeln gehen. Auf dem Weg in die Höhe wurde der Schneefall immer dichter, die Strasse immer weisser und glatter. Mein Liebster wunderte sich, dass das Auto keinen Halt mehr hatte, letzten Winter ging doch das noch bestens? Es wurde immer schlimmer. Ich wäre jetzt auf der Stelle lieber auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Auf halber Höhe, nach der ersten Schleuderpartie, bei dem wir eine Hausmauer nur knapp verfehlten, und mein Puls bedenklich in die Höhe schoss, entschlossen wir uns, die Übung abzubrechen und umzukehren. Bloss, abwärts war's noch viel schlimmer. Jetzt wurde auch mein Mann unruhig, und das will was heissen. Zum Glück kam uns kein Auto entgegen. In der nächsten Kurve fuhr mein Mann einfach geradeaus auf einen schmaleren Weg, der uns auch wieder ins Tal geführt hätte. Jedoch wäre es dort noch viel steiler runtergegangen. Rückwärts ging auch nichts mehr. Die Schneeketten lagen natürlich fein säuberlich in ihrem Sommerlager zu Hause im Keller. Was nun? Söhnchen drückte es später zu Hause so aus: "Zum Glück haben wir Verwandte!" Und zum Glück hatte ich mein Handy dabei. Ein Anruf, und mein lieber Bruder rettete uns aus unserer misslichen Lage, holte unsere Ketten und brachte sie uns kurzerhand.








So kamen wir heute unfreiwillig in den Genuss einer Lektion "Schneeketten montieren". Jetzt wissen wir wieder wie's geht. Mein Bruder wird ein extra Weihnachtsgeschenk bekommen und unsere Kinder kamen trotzdem noch zu ihrer Schlittelpartie. Dies erst noch an einer uns bisher unbekannten Stelle in einer wunderschön verschneiten Landschaft, die wir nach erfolgter Kettenmontage auch geniessen konnten. Nach einer Schneeballschlacht gings dann problemlos nach Hause.

Jetzt hatten wir keine Lust mehr zum weggehen. Mein Mann montierte sofort den anderen Satz Winterreifen. Die Kinder malten das letzte Weihnachtsgeschenk und ich nahm ein Buch zur Hand, das mich die nächsten hundert Seiten nicht mehr los liess: Cornelia Funkes Tintenherz. Ein Buch muss wirklich gut sein, dass ich so asozial werde wie heute. Ich hörte nichts mehr, versank völlig in der Geschichte um Meggie, ihren Vater Mo und das geheimnisvolle Buch. Widerwillig legte ich es zur Seite als der Magen knurrte und die Kinder ungeduldig wurden, weil ihre Mutter auf gar nichts mehr reagierte.

Draussen schneite es nun auch bei uns in dicken Flocken. Nach dem Essen las ich zum Kerzenschein des Adventskranzens  Frudi's Abenteuer weiter. Der ist auch ganz witzig und hört immer im spannendsten Augenblick auf. "Oh nein" tönts jeweils, wenn ich fertig bin mit einem Kapitel unserer Adventskalendergeschichte.



So, aber jetzt halt ich es nicht mehr länger aus, ihr wisst schon, ein Buch wartet auf mich... ich wünsche euch allen noch einen schönen, gemütlichen Adventsabend.

Samstag, 17. Dezember 2011

Weihnachten kann kommen...

Heute früh haben wir den Weihnachtsbaum geholt. Da muss immer die ganze Familie dabei sein, damit alle ihren Senf abgeben können... Wir waren uns heuer sehr schnell einig. Geschmückt und im Kerzenschein sieht ja eh jedes Bäumchen wunderschön aus. Übrigens - juhu, es hat geschneit! Zwar nur ein hauchdünnes Schäumchen, aber Weihnachtsbaum-Aussuchen in einer weissen Umgebung ist einfach so viel schöner als ohne. Da kommt so richtig Stimmung auf (Natürlich nicht bei meinem Mann....seine Weihnachtsphobie..., zudem hats ihn jetzt erwischt, der Virus hat ihn im Griff).

Zu Hause gings nochmals mit backen weiter. Eine Sorte fehlte nämlich noch: Anis-Chräbeli - Töchterchens Lieblingsplätzchen. Sie musste mir auch helfen. Sie hat für diese Guetzli die nötige Geduld, die mir fehlt. Ich habe immer das Gefühl, der Teig klebt überall. Also, hier noch das Rezept, für alle die Anis mögen:

Anis-Chräbeli

500 g Puderzucker
4 Eier
1 Prise Salz
1 Esslöffel Kirsch(wasser)
1,5 Esslöffel Anis, ganz
500 g Mehl (ich brauche etwas mehr, je nach Grösse der Eier)

Eier und Puderzucker sehr schaumig rühren. Wenn möglich 10 Minuten mit einem elektr. Rührwerk. die anderen Zutaten beigeben und zu einem zarten, festen Teig zusammenkneten.

Teig in ca. 1,5 cm dicke Rollen formen. 5 cm lange Stücke schneiden, diese biegen und auf der Aussenseite mit 3-5 schrägen Schnitten einschneiden.

Im vorgeheizten Ofen auf zweitunterster Rille bei 140°, 20-25 Minuten backen.








Am Nachmittag hatten die Kinder Weihnachtsfeier mit den Jungschärlern. Ich nutzte die Zeit zum Geschenke einpacken. Jetzt müssen nur noch die Kinder ihre Geschenke fertigbasteln und einpacken, dann könnte Weihnachten eigentlich kommen...


Freitag, 16. Dezember 2011

Backstube

Was gibt es schöneres, als die Küche in eine Backstube zur verwandeln, während draussen ein Sturm tobt?


Ja genau - die erste Nussecke gehört doch der Bäckerin, oder?


Matti's Plätzchen - ein Rezept aus einem Bilderbuch - schmecken besser als sie aussehen...

Die erste Ladung Mailänderli ist natürlich schon lange weggeputzt....

...da musste Nachschub her!

Die Brunsli müssen noch über Nacht trocknen.

Jetzt kann ich all die "Guetzli" nicht mehr anschauen, zuviele habe ich davon genascht. Dieser Zustand wird aber ganz bestimmt nicht lange dauern...

Ja, und das hier ist der Preis für die feinen Plätzchen ("Perfekte-Haushalt-Bilder" werdet ihr definitv auf meinem Blog wohl nie antreffen...):


Donnerstag, 15. Dezember 2011

Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit...

In den nächsten Tagen kommt bestimmt Schnee. Das sag ich jetzt nicht bloss, weil der Wetterbericht diesselbe Meinung hat. Die Spielgruppenkinder waren heute ganz hibbelig, zerstreut, wild, weinerlich. Auch meine eigenen Kinder waren etwas von der Rolle. Vielleicht sind auch die nach wie vor zahlreichen Hausaufgaben und Tests schuld. Söhnchen hatte heute zum Glück den letzten Test vor den Weihnachtsferien. Töchterchen kann aber noch nicht durchschnaufen. Lernen, lernen, lernen. Da ist auch Mama gefordert. Abfragen, abfragen, abfragen. Zudem habe ich so den leisen Verdacht, dass an der Schule unserer Kinder das Kopierpapier rationiert ist. Es wird zwar mitgeteilt, welcher Stoff gelernt werden muss, aber seit geraumer Zeit bekommen die Kinder keine Übungsblätter mehr nach Hause. So suchen wir halt im Internet nach Übungsblättern oder ich schreibe sie gleich selber (grrr... ich hätte noch anderes zu tun):




Nicht nur die Kinder, auch das Wetter spielte heute verrückt. Gestern abend hat es tatsächlich geblitzt und gedonnert. Heute wechselten sich Regen, Wind und Sonnenschein ab.

Nein, das ist nicht Aprilwetter, das ist Dezember 2011-Wetter!
In einer Regenpause fuhren wir mit dem Fahrrad zur Bibliotheke um uns mit Lesestoff und DVD's für die Weihnachtsferien einzudecken. Auf dem Heimweg war die Regenpause auch schon wieder vorbei und wir waren klitschnass als wir zu Hause ankamen. Schnell umziehen, Zvieri essen, weiterlernen.

Am Abend hatte Söhnchen Tambouren-Probe. Da morgen Sturm vorhergesagt wurde, entschied ich mich in der Wartezeit gleich den Wochenendeinkauf zu erledigen. Töchterchen half mir dabei. Auf dem Heimweg lief Silbermond im Radio - "Irgendwas bleibt". Töchterchen sang mit und erzählte mir, dass sie dieses Lied im Schülerchor singen. Ich drehte die Lautstärke etwas auf. Ich habe das Lied schon oft gehört, aber noch nie bewusst den Text wahrgenommen. Der Song tat mir in diesem Moment so gut und ich finde, er passt eigentlich auch gut in die Vorweihnachtszeit:




Zurücklehnen - Augen schliessen - durchatmen - geniesst es....

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Adventsfenster

Gestern haben wir in der Spielgruppe unser Adventsfenster eröffnet. Da der hiesige Frauenverein dieses Jahr beschlossen hat, keine offiziellen Adventsfenster mehr zu organisieren hat unser Fenster keine Zahl. Da die Eröffnung des Adventsfenster mittlerweile zum festen Bestandteil des Spielgruppenjahres geworden ist, haben wir Spielgruppenleiterinnen beschlossen den Anlass trotzdem durchzuführen. Trotz Wind und strömendem Regen kamen die meisten Eltern mit ihren Kindern vorbei. Genossen einen warmen Tee resp. Glühwein und ein Guetzli dazu und bestaunten unser Adventsfenster:


Ich bin auch immer gespannt, wie es aussehen wird. Wir sehen ja selber auch erst kurz vorher wie es wirkt, wenn wir fertig sind mit aufkleben und dann das Licht einschalten. Die Sterne haben die Kinder geklebt (Seidenpapierfötzeli auf Klarsichtfolie), die Silhouette habe ich ausgeschnitten, gelbes Pergamentpapier dahinter befestigt, beleuchtet, fertig. Sieht doch schön aus, oder?

Montag, 12. Dezember 2011

Menagerie

Unsere Kinder haben ein neues Projekt. Söhnchen hat sich letzten Donnerstag dieses Buch in der Bibliotheke ausgeliehen:



Wie ihr vielleicht erkennen könnt: Er hat schon fast das ganze Buch gelesen. Die Informationen sind nicht etwa bloss in seinem Kopf geblieben, nein, seit Freitag textet er uns mit jeglichem nötigem und unnötigem Hamsterwissen zu. Er hat die fixe Idee: Ein Hamster muss her, lieber gleich zwei...  Ich hatte ein Déjà-Vu, denn vor etwas mehr als einem Jahr, erlebten wir das gleiche Szenario mit Töchterchen. Sie wollte unbedingt ein Aquarium. Ich beendete die Diskussionen damals indem ich ihr ein Buch über Aquarien kaufte und sagte, wenn sie das fertig gelesen habe, können wir weiterreden. Dann kam unverhofft Kater Leo in unser Leben. Wieder eine Katze im Haus zu haben war schön und faszinierend. Und Töchterchen hatte das Aquarium vergessen. Meinte ich jedenfalls. Sie hat es aber nur vertagt. Als Söhnchen nämlich nun also am Donnerstag begeistert im Hamsterbuch zu lesen begann, nahm sie ihr Aquarienbuch wieder zur Hand. Jetzt sind wir nicht nur über Hamster, sondern auch über Aquarien restlos informiert. Für mich steht aber ausser Frage, diese Tiere nun gleich anzuschaffen (keine Angst, bei uns landen definitiv keine Tiere unter dem Weihnachtsbaum - na ja, ausser Leo, der vermutlich wieder versuchen wird, daran hochzuklettern). Mein Mann hatte gestern eine tolle Idee. Die Lösung. Wir machten einen Ausflug in den Gäupark, der in der Vorweihnachtszeit sonntags geöffnet hat. Dort liessen wir uns in der Zoohandlung mal unverbindlich informieren. Mein Mann schaute mit Söhnchen Hamster, Hamsterkäfige und Zubehör an. Töchterchen und ich liessen uns von einer Verkäuferin über Fische, Aquarien und Zubehör beraten. Die Ernüchterung unserer Kinder liess nicht auf sich warten. Sie konnten dabei nämlich gleich selber mal hochrechnen was diese Tierchen samt Zubehör so kosten. "Super", habe ich mir gedacht, "das Thema ist nun wohl vom Tisch". Denkste! Die Kinder sind nun fest überzeugt sparen zu wollen... und planen voller Eifer wo der Käfig resp. das Aquarium stehen soll. Ich hatte heute das Gefühl es gäbe kein anderes Thema mehr. Mein Schädel brummt. Ich höre nur noch "Hamster" und "Fische". Der Funken der Begeisterung ist scheinbar auch auf meinen Mann übergesprungen. Er meinte gestern abend, das gehe doch auch billiger und recherchierte schon mal im Internetauktionshaus....

Samstag, 10. Dezember 2011

UBS Kids Cup

Herzlich Willkommen auf meinem Blog Regina!

Heute morgen früh war ich mit dem Auto unterwegs. Ausser dem Radio und dem Motorgeräusch war nichts zu hören - das wäre ja an und für sich nichts Ungewöhnliches - aber doch nicht wenn gleichzeitig noch vier elfjährige Mädchen im Auto sitzen, oder? Mucksmäuschenstill - kein Wort! Vermutlich war es definitiv noch zu früh oder sie waren alle aufgeregt. Ich fuhr sie nämlich zum UBS Kids Cup an dem sie mit der Jugendriege teilnahmen.

Nach dem Taxidienst gings für mich wieder nach Hause. Ich musste meine beiden Männer wecken, weil wir ja anfeuern gehen wollten. Und wie weckt man müde Männer? Mit einem feinen Bänzli und zumindest für den grossen Mann, mit einem herrlich duftenden Kaffee. Das ganze natürlich auch für mich. Heute geht es mir auch wieder besser als letzte Woche. Da kam gute Laune auf.



Die Kids am Cup massen sich in Teams von fünf Kindern in verschieden Disziplinen, wie Biathlon (Runden rennen und mit Bällen Hütchen abschiessen), Hürdenlauf und Crosslauf. Es nahmen Leichtathletikvereine aus der Region teil. Als Jugendriegeler unter sovielen Leichtathletikspezialisten haben sich unsere zwei Gruppen super geschlagen. In ihrer Kategorie wurde die Gruppe von Töchterchen 13. von 17. Im Crosslauf wurden sie in ihrer Serie sogar dritte. Und - das ist doch das Wichtigste - sie hatten Spass dabei!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Nikolaustag





Gestern habe ich erzählt, dass der Nikolaus dieses Jahr etwas vor die Türe stellen wird.

Söhnchen war heute doch plötzlich traurig, dass der Nikolaus nicht zu uns kommen wird. Er wollte unbedingt noch schnell etwas basteln für ihn, das der Nikolaus mitnehmen kann, wenn er das Säcklein vor die Türe legt. Die Vorlage hat er in einem Heft gesehen. Ich habe ihm geholfen dabei. Dann hat er noch einen Brief an den Nikolaus geschrieben und dazu gelegt. Diesen möchte ich euch nicht vorenthalten:





Mir war nicht bewusst, wie sehr sich Söhnchen den Besuch des Nikolaus doch noch gewünscht hätte. Jetzt war es natürlich zu spät. Der Nikolaus muss in unserem Dorf ein paar Tage vorher bestellt werden, aber das kann Söhnchen natürlich nicht wissen. Also, wie gesagt, der Nikolaus hat dann etwas vor die Türe gelegt, was gar nicht so einfach zu bewerkstelligen war, da Söhnchen alle paar Minuten rausschaute... Er hat es dann doch geschafft, und folgenden Brief hat er den Säcklein beigelegt:

Liebe ....
Lieber ....

Jahr für Jahr besuchte ich euch zwei immer am 6. Dezember. Ich hatte jeweils viel Gutes zu berichten über euch, manchmal auch Sachen, welche ihr noch besser machen konntet. Nun seid ihr schon etwas älter. Ihr wisst schon viel, kennt die Regeln im Umgang mit euren Mitmenschen, dass es schön ist, anderen zu helfen, freundlich und anständig zu sein, keine Schimpfwörter auszuteilen. Ihr wisst, wie man sein Zimmer in Ordnung hält, dass die Wäsche immer runter gebracht werden soll und dass ihr eure Sachen von der Treppe wegräumen sollt. Ihr wisst wie man sich am Tisch benimmt und dass man die Leute auf der Strasse grüsst, macht immer eure Hausaufgaben und arbeitet gut in der Schule. Ihr wisst, dass man immer ehrlich und aufrichtig sein soll. Dies alles traue ich euch zu, ohne dass ich jedes Jahr bei euch in die Stube sitzen muss, obwohl es immer sehr schön und gemütlich war bei euch. Aber ihr wisst ja, es gibt viele andere Kinder, die kleiner sind als ihr und die ich noch alle persönlich besuchen muss.


So stelle ich eure Säckli dieses Jahr vor die Türe. Ich möchte euch aber gerne auch noch eine Geschichte erzählen. Es ist eine wahre Geschichte. Ob es in dieser Geschichte um den Weihnachtsmann geht oder um den Samichlaus spielt eigentlich keine Rolle. Ihr wisst ja, ich kann nicht in allen Ländern gleichzeitig sein, mancherorts komme ich am 6. andernorts halt erst am 24. Dezember. Manche nennen mich Samichlaus, andere Nikolaus oder Père Noël und einige sagen mir halt Weihnachtsmann.



Gibt es einen Weihnachtsmann?


Die achtjährige Virginia O’Hanlon aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb sie an die Tageszeitung „Sun“ einen Brief:


„Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der „Sun“ steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann? – Virginia O’Hanlon.“


Die Sache war dem Chefredakteur so wichtig, dass er seinen erfahrensten Kolumnisten, Francis P. Church, beauftragte, eine Antwort zu entwerfen – für die Titelseite der „Sun“.


„Virginia, deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen.


Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Grossherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönem bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen.


Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht – was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.


All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen – das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was du auch siehst, du siehst nie alles. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreissen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein.


„Ist das denn auch wahr?“ kannst du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger. Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.


Frohe Weihnacht, Virginia, Dein Francis Church.“


P.S.: Der Briefwechsel zwischen Virginia O’Hanlon und Francis P. Church stammte aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert – bis zur Einstellung der „Sun“ 1950 – alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung abgedruckt.




So, liebe ........, lieber ......, ich hoffe die Geschichte hilft euch ein wenig bei der Frage, ob es mich denn nun gibt, ob ich Brüder habe, die mir helfen, oder ob mich nur jemand spielt. Denn all dies spielt eigentlich gar keine grosse Rolle, wenn ich und meine Wünsche an euch, nämlich Liebe und Respekt einen Platz in euren Herzen haben!


Nun wünsche ich euch einen frohen Samichlaus-Abend und eine gesegnete, frohe Weihnachtszeit!


Alles Liebe

Euer Samichlaus



Freitag, 2. Dezember 2011

Kerzenziehen

Söhnchen und ich waren heute beim Kerzenziehen. Eigentlich war nur Söhnchen angemeldet. Ich durfte mich aber spontan dazugesellen. So machte ich heute mal etwas neues: Bienenwachskerzen. Kerzenziehen ist meiner Meinung nach ja schon sehr meditativ - Bienenwachskerzenziehen aber noch viel mehr. Die Bienenwachskerzen müssen nämlich nach jedem Eintauchen wieder zum kühlen aufgehängt werden. Dann heisst es wieder warten. Eineinhalbstunden benötigte ich für zwei relativ schmale Kerzen. Aber sie duften wunderbar nach Honig!



Söhnchens Kunstwerke
Den feinen Duft bringe ich leider nicht aufs Bild


Donnerstag, 1. Dezember 2011

Frudis Abentür

Die Heilige Zeit drückt auf meine kleinen grauen Zellen. Ich wollte heute Nachmittag schnell ins Dorf um Klopapier zu kaufen, welches ich gestern vergessen habe. Unterwegs entschied ich, gleich für's Wochenende einzukaufen, dann wäre das auch schon erledigt. Gesagt, getan. Im Laden, so ganz ohne Einkaufszettel, grübelte ich, ging den Kühlschrank und die Vorräte in Gedanken durch und kaufte ein, was ich brauchte. Als ich wieder zu hause war, fiel mir etwas auf - ihr ahnt es - das Klopapier habe ich natürlich wieder vergessen....

Heute morgen erwartete mich eine angenehme Überraschung:


Mein Liebster hat mir in einer Nacht- und Nebel-Aktion einen Adventskalender gebastelt. Habs erst gar nicht gemerkt als ich heute früh dran vorbeigegangen bin! Und das Papier, das dort hängt, ist auch mein Adventskalender, von Töchterchen. Sie hat eine selbsterfunde Geschichte geschrieben und möchte das jetzt die nächsten 23 Tage wiederholen, so süss. Ja und Söhnchen, der hat klammheimlich mit seinem Taschengeld einen Schokoadventskalender gekauft und ihn meinem Mann und mir heute morgen präsentiert. Wir mussten nur noch ausmachen, wer die geraden und wer die ungeraden Türchen öffnen darf. Ich würde sagen, dieses Jahr sind wir mehr als genug eingedeckt mit Adventskalendern....

Wie jedes Jahr lese ich den Kindern eine Adventsgeschichte vor. Letztes Jahr lasen wir "das Weihnachtsgeheimis" von Jostein Gaardner. Wunderschön. Wir haben jeweils den Atlas zur Hand genommen und geschaut wo sich Elisabet mit ihren Begleitern auf ihrer Reise gerade befindet. Dieses Jahr habe ich eine ganz andere Geschichte gefunden. Sie heisst "Frudis Abentür" und handelt von einem Frosch. Viel mehr weiss ich noch nicht. Wir haben ja erst das erste Kapitel gelesen, in dem Chutzli der Zwerg den Frosch hinter einer Holzbeige findet. Die Geschichte ist von zwei Berner Oberländer Frauen geschrieben und gezeichnet worden. Für mich eine Herausforderung, denn die Geschichte ist in breitem, bodenständigem Oberländer Berndeutsch geschrieben. Ich muss ganz langsam lesen, damit ich nicht stolpere und die Kinder etwas verstehen. Jetzt sind wir ganz gespannt, wie's morgen weitergeht...

Mittwoch, 30. November 2011

Adventskalender

Fertig! Der 1. Dezember kann kommen...

Für Töchterchen und Söhnchen....

... und für meinen Liebsten!

Liebe Leute, jetzt noch 24 mal schlafen, dann ist Heilig Abend! Für die Kinder wird's aber auch Zeit. Sie werden langsam schulmüde. Beide sind erkältet. Auch ich bin froh, wenn die stressige Zeit vorbei ist. Heute war wieder mal so ein Tag, vollgespickt mit Terminen. Nach dem Mittagessen mussten die Kids schnell Hausaufgaben erledigen, dann hatte Söhnchen KUW um halb zwei, Töchterchen ausnahmsweise heute Geige um Viertel nach zwei, Töchterchen KUW um halb vier, Söhnchen vom KUW abholen um vier, Töchterchen KUW Schluss um Viertel nach fünf, Töchterchen Jugendriege um sechs. - Etwas ging verloren. Töchterchens Geigenunterricht fand nämlich ausnahmsweise im Nachbarort statt. Sie kam mit Tränen in den Augen retour von unserem Schulhaus, die Türe sei dort verschlossen. Ein Blick auf den Plan... oh Sch***! Mittlerweile war schon halb drei und unser Auto mit meinem Mann unterwegs, oder umgekehrt. Die Geigenlehrerin ist in Sachen Technik leider noch nicht im neuen Jahrhundert angekommen. So konnten wir sie nichtmal erreichen, um ihr die Misere mitzuteilen. Und dann mein schlechtes Gewissen, dass ich trotz grösster Mühe, doch nicht alles im Griff habe. Na ja, wie gesagt, ich bin froh, dass bald Jahresende ist, und ich den schönen, jungfräulichen Kalender 2012 aufhängen kann.

Sonntag, 27. November 2011

Ein Licht am 1. Advent

Trotz seiner Weihnachtsphobie, (er pflegt die Arme zu verschränken und zu sagen: "Ich hasse Weihnachten!") fragte mich mein Liebster gestern: "Wir hätten noch Lichterketten im Keller, soll ich draussen etwas aufhängen?" Dazu habe ich eine Geschichte gefunden, die zum Nachdenken anregen kann, über den stetigen wachsenden Lichterwahn:

Eine alternative Geschichte zum 1. Advent

Wir werden übrigens keine Lichter aufhängen. Wir werden heute Abend, wie jedes Jahr, und darauf freue ich mich schon, die erste Kerze am Kranz anzünden, die Kinder werden sich streiten, wer dies tun darf, wir werden Apfel-Zimt-Tee trinken und unsere ersten Plätzchen geniessen, ich werde eine Geschichte vorlesen, die Kinder werden zuhören und zählen, wer schon wieviele Plätzchen gegessen hat und mein Mann, der wird die Arme verschränken und ein leises Schnarchen wird meine Geschichte begleiten...

Ich wünsche euch allen einen besinnlichen 1. Advent!

Freitag, 25. November 2011

Traurige "Mailänderli"

Heute gabs Tränen. Töchterchen kam von der Schule nach Hause, verkroch sich in ihrem Zimmer unter die Bettdecke und weinte bitterlich. Eine Katze aus der Nachbarschaft ist überfahren worden... Es war nicht irgendeine Katze. Es war eine spezielle Katze. Seit diesem Sommer war sie häufig in unserem oder Nachbars Garten anzutreffen. Sie liebte die Menschen. Kam dahergerannt, wenn sie jemanden kommen sah. Wenn man sich hinkniete, hüpfte sie auf den Schoss und liess sich unter wohligem Schnurren streicheln. Sie lief den Kindern hinterher wie ein junger Hund. Da wir nicht genau wussten, wem sie gehört und wie sie hiess, nannten wir sie einfach "Wuscheli". Weil sie so wuschelig aussah mit ihrem roten, langhaarigen Fell. Unsere Kinder hätten sie am liebsten reingenommen und behalten. Ich erklärte Ihnen, dass wir das nicht einfach dürfen. Dass sie jemandem gehört. Zudem haben wir ja selber eine Katze. Die hätte vermutlich nicht so Freude gehabt an dieser Konkurrenz. Ja, und jetzt ist das eingetroffen, was ich so befürchtet habe: Heute morgen hat unser Nachbarmädchen Töchterchen in der Schule erzählt, dass "Wuscheli" überfahren worden sei. Töchterchen hat den ganzen Morgen den Kloss im Hals runtergeschluckt. Am Mittag konnte sie ihre Trauer endlich zulassen. Ich hatte selber Tränen in den Augen, "Wuscheli" war so eine liebe Katze. Natürlich wollte Söhnchen nachher wissen, wieso seine Schwester denn geweint habe. Da weinte dann auch Nummer drei.

Jetzt wissen wir wieder genau, wieso unser Katerchen eine Stubenkatze ist und bleibt. In unserem Quartier werden die meisten Katzen kein Jahr alt. Unsere letzte Katze wurde nicht mal halbjährig. Die Strasse an der wir wohnen ist ja eigentlich nicht vielbefahren. Wir haben sogar ein Fahrverbot mit "Zubringerdienst gestattet". Doch Insider wissen, dass die Strasse ins Nachbardorf führt, und benutzen sie als Schleichweg, und dies meistens in einem ziemlich unangepassten Tempo. Da nützen alle "Achtung Kinder"-Schilder nichts und auch der Fussgängerlängsstreifen, der auf meine Unterschriftensammlung hin aufgemalt wurde ist sprichwörtlich "für die Katz"...

Am Nachmittag konnte ich die Kinder etwas ablenken mit "Guetzli" backen:



Mmh, rechtzeitig zum ersten Advent sind unsere "Mailänderli" fertig. Ich glaube Mailänderli kennt man, trotz ihres Namens, nur in der Schweiz. Das muss ich jetzt grad ändern, denn Mailänderli sind meiner Meinung nach die besten Weihnachtsplätzchen überhaupt und ganz einfach:

Zutaten:
250 g Zucker
250 g Butter
1 Prise Salz
3 Eier
500 g Mehl
1 Zitronenschale gerieben
2 Eigelb zum Bestreichen

Butter, Zucker, und Eier schaumig rühren. Mehl und Zitronenschale beigeben und rasch mit kühlen Händen zu einem zarten Teig verarbeiten. 1 Stunde kühlstellen.

Auf wenig Mehl 5mm dick auswallen, mit beliebigen Förmchen ausstechen. Auf mit Backtrennfolie belegtem Blech eine halbe Stunde kühlstellen. Vor dem Backen mit zerklopftem Eigelb bestreichen.

Backen: Ofen vorheizen und Blech in der Mitte, bei 180° C, 10 - 15 Min. backen.


Auch mit der Adventsdekoration sind wir fast fertig. Hier ein paar Bilder. Das schöne daran ist, das wirklich jedes Stück, das wir aufgestellt oder aufgehängt haben eine Geschichte erzählt:

Die Krippe habe ich von meiner Mama. Söhnchen hat sie liebevoll eingerichtet. Die Figuren begleiten mich zum Teil seit meiner Kindheit, einige habe ich dazugekauft. Die Krippe steht neben dem Foto meiner geliebten Grosseltern, das mache ich jedes Jahr so.


Diesen hübschen, selbstgemachten Engel habe ich letztes Jahr von Töchterchen zu Weihnachten bekommen.

Diesen Engel habe ich von einer Freundin mal geschenkt bekommen. Er ziert das ganze Jahr den Garderobenschrank. Im Advent leisten ihm jeweils vier Kerzen Gesellschaft.


Unser "UNICEF"-Wichtel darf nicht fehlen. Der einzige, der vor zwei Jahren übriggeblieben ist, als wir Selbstgebasteltes für einen guten Zweck an einem Weihnachtsmarkt verkauft haben.

Diese Windlichter hat mir mein Patenkind gabastelt, als sie noch klein war. Jetzt ist sie bald 18 und die Windlichter zieren jedes Jahr im Advent die Fensterbank meiner Küche.
Das Bild ist etwas überbelichtet, habs leider nicht besser hingekriegt. Diesen kleinen Schutzengel habe ich vor drei Jahren von einem meiner Spielgruppenkinder zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Dienstag, 22. November 2011

Es weihnachtet...

Töchterchens Geburtstag ist bei mir Stichtag. Wenn Geburtstagdeko weggeräumt und letzte Kuchenkrümel weggeputzt sind, kann der Advent in unser Haus Einzug halten. So habe ich gestern mal die Kisten raufgeholt. Heute habe ich den Adventskranz hergerichtet.


Den Kranz aus Buchecker-Hüllen habe ich vor drei Jahren gemacht und jedes Jahr die Deko geändert. Töchterchen hat das kleine Engelchen in einem Laden entdeckt. Ich habe dann die Kerzen in der passenden Farbe dazugekauft. Irgendwie bin ich aber nicht so begeistert. Nächstes Jahr wirds wohl wieder eine wärmere Farbe sein.

Auch in der Spielgruppe stellen wir uns langsam auf den Advent ein. Gestern habe ich die Silhouette fürs Adventsfensters ausgeschnitten:




Mit den Spielgruppenkindern habe ich heute das "Samichlausevärsli" begonnen zu üben. Schliesslich ist der 6. Dezember nicht mehr so weit:

Samichlaus, i ha ne Wunsch:
We du hinech zue nis chunsch,
Möchte i mit dir usegoh
Chly bim Eseli go stoh,
Ihm sy Chopf i d Arme näh
Und ihm öppis z frässe gäh!


Auf dem Basteltisch kam heute wieder einmal die Krims-Krams-Kiste zum Einsatz. Als Grundlage gab ich den Kindern Eierkartons, welche sie nach Lust und Laune bekleben konnten. Fantasievolle Gebilde sind entstanden:



Freitag, 18. November 2011

Alle Jahre wieder...

... will ich mich in der Vorweihnachtszeit nicht mehr stressen lassen. Und alle Jahre wieder, geschieht das trotzdem. Ich kann mich gar nicht dagegen wehren. Die Zettel mit all den Terminen hangen wie von selbst plötzlich an unserer Magnetwand und grinsen mich fies an. Wobei ich sagen muss, es sind vorwiegend Termine unserer Kinder. Aber schauen, dass sie eingehalten werden, oder der Taxidienst liegt ja dann doch bei mir. Dieses Jahr besuchen die Kinder den kirchlichen Unterricht (KUW). Der findet nur jedes zweite Jahr statt, in der 3., 5., 7., und 9. Klasse. Nach Adam Riese sind also unsere Kinder immer gleichzeitig dran. Das sind doch ettliche Termine, und weiss der Kuckuck warum, findet der erste Unterrichtsblock immer in der Vorweihnachtszeit statt. Nächstes Wochenende haben die Kinder Unterhaltungsabend mit den Turnern. Das heisst, nächste Woche zweimal Proben und dreimal auftreten. Ich sollte nächste Woche noch einen Adventskranz basteln und die Adventskalender herrichten. In der Spielgruppe müsste ich mal beginnen das Adventsfenster vorzubereiten. Ich habe meiner Kollegin grosszügigerweise angeboten, dies zu übernehmen. Auch in der Spielgruppe muss noch ein Adventsritual gestaltet werden. Mit den Weihnachtsgeschenken sollten wir auch bald beginnen. Der Nikolaustag müsste vorbereiten werden. Auch unsere Kinder sollten endlich mit Weihnachtsgeschenkebasteln beginnen. Nur leider fehlt die Zeit. Töchterchen hatte diese Woche vier Tests. Also habe ich Französischwörter und europäische Hauptstädte abgefragt und Diktat diktiert anstatt Bastelanweisungen zu geben. Auch Söhnchen hatte viele Hausaufgaben. Das Instrumenteüben mussten wir auch noch irgendwo einschieben. Zurzeit mache ich mir jeden Morgen eine To-Do-Liste. Da steht einfach alles drauf. So habe ich das Gefühl, alles im Griff zu haben. Heute habe ich mir sogar "Blog-Schreiben" auf die Liste gesetzt...

Am Sonntag hat Töchterchen Geburtstag. Das Geschenk ist bereit, die Kuchen backe ich morgen. Ihre Kindergeburtstagsparty haben wir vorverschoben und schon mal letzten Samstag abgehakt. Habe ich letzhin behauptet, die Geburtstagsparties meiner Kinder, da nun älter, seien nicht mehr so anstrengend? Nehme ich zurück. Sie hatte bloss drei Mädchen eingeladen. Die Party war nur annähernd so laut als sie halb so alt war und doppelt soviele Gäste hatte. Ich sage nur: pupertierendes Gezicke und Gekreische...



Sonntag, 13. November 2011

"Näbel-Lyri" auf dem Stierenberg

Heute entflohen wir nach "ansonsten". Das heisst aus der dicken, grauen Mittelland-Nebelsuppe. Knapp unter der Nebelgrenze bei Farnern parkten wir unser Auto und spazierten bis auf etwa 1'000 Höhenmeter zum Stierenberg. Dort erwartete uns die ersehnte Sonne und ein wunderschöner Ausblick auf das Nebelmeer. Ah, war das schön. Wir genossen die Sonne und die schöne Aussicht.








Als wir auf dem Rückweg waren, kamen uns die Nebelschwaden geisterhaft entgegen und hüllten uns wieder ein. Ich erzählte den Kindern vom "Näbel-Lyri". Der Gestalt aus dem Puppentheater "d'Glaschugle". Die Geschichte, welche schon mir in Kindertagen begegnet ist, haben die Kinder auf Tonband, dieses aber schon lange nicht mehr gehört. Sie konnten sich gar nicht mehr erinnern. Also haben wir, wieder zu Hause angekommen, eine Tasse Tee gemacht, uns aufs Sofa gekuschelt und uns die schöne Mundartgeschichte angehört über das Mädchen Anja, das auf der Suche nach ihrer verlorenen Glaskugel auf die sprechenden Pflastersteine Kipf und Kapf trifft. Pflastersteine sprechen übrigens alle, nur können es nicht alle Menschen hören.... Die beiden wollen Anja auf ihrer Suche helfen, genauso der Hydrant und Wünschel, der Anja klein zaubert und Wurzelmaa. Anja kommt immer weiter in die Welt unter der Strasse und trifft dort auf den fleissigen Maulwurf, Fuulpelz, der immer wieder einschläft, die Felsenfrau, den Wassermann, auf das strickende "Chuderluri" und deren Pächvögeli und, wie gesagt, auf Näbel-Lyri und den Riesen Huldrich, wo sie schliesslich ihre Kugel findet.

Mittwoch, 9. November 2011

Plastiktüten

Ich möchte euch heute ein praktisches Ding vorstellen. Seit Jahren liegt es jederzeit griffbereit in meiner Handtasche:



Ich habe nämlich heute gelesen, dass Plastiktüten erst nach sage und schreibe 600 Jahren verrotten! Werden sie verbrannt, werden giftige Stoffe freigesetzt. Papiertaschen sind nicht viel besser, die brauchen noch mehr Herstellungsenergie als Plastiktüten.

Ich muss ehrlich gestehen, ich war zwar schon oft froh über die Falttasche, denke aber auch nicht immer daran, und lasse mir im Laden eine Plastiktüte geben. Ich werde ab jetzt versuchen, dies zu ändern.

Montag, 7. November 2011

Jobprofil

Hausmann Bänz Friedli schrieb heute in seiner wöchentlichen Kolumne des Migros-Magazins, das Jobprofil einer Hausfrau müsste wohl folgendermassen formuliert werden, um mehr Männern schmackhaft zu machen, sich daheim zu engagieren:

"Sie handeln proaktiv in einem selbstständigen und dynamischen Tätigkeitsbereich, Sie sind entscheidungsfreudig, flexibel, vielseitig, extrem belastbar, klar in Ihren Aussagen und konsequent in Ihrem tun. Sie haben mehrjährige Erfahrung als Facility Manager, sind führungsstark, zählen pädagogisches Know-how zu Ihren Kernkompetenzen, sind im Food- und Non-Food-Bereich auf dem neusten Stand der Wissenschaft und sind durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Nachhaltigkeit ist ihr Leitmotiv, Sie sind initiativ, stark in der Kommunikation, besitzen Umsetzungsstärke, Einsatzbereitschaft, organisatorisches Geschick, strategisch-konzeptionelles Flair und eine ausgeprägte Fähigkeit zur Konfliktlösung. Kurzum, Sie sind eine verhandlungssichere und verantwortungsvolle Persönlichkeit, die sich durchzusetzen weiss."

Das tönt doch gut, oder? Wenn ich das so lese, fühle ich mich gleich wie eine Topmanagerin - na ja - einfach ohne das entsprechende Managergehalt...