Freitag, 18. April 2014

Rheinfall

Die SBB hat sich wieder einmal selbst übertroffen. "Familientageskarte" heisst das geniale Angebot, welches noch bis am 25. Mai 2014 erhältlich ist. Die Karte kostet 85 Franken und ist wie ein GA gültig, also auf dem ganzen SBB-Streckennetz. Zwei Erwachsene und bis zu fünf Kinder fahren mit diesem Ticket gratis mit. Dabei müssen es nicht einmal die eigenen Kinder sein.

Also - mir muss man sowas nicht zweimal sagen. Gestern machten wir Gebrauch davon und setzten uns vormittags in den Zug Richtung Schaffhausen.



Die Verbindungen sind heutzutage optimal, schon fast zu optimal. Wenn der Zug, wie gestern, ein paar Minuten Verspätung hat, muss man schon rennen, um den Anschlusszug zu erreichen. Zudem war Töchterchen ganz enttäuscht, dass es in Zürich nicht einmal für eine klitzekleine Shoppingtour durch den Bahnhof gereicht hat.

Gegen Mittag erreichten wir Schloss Laufen am Rheinfall . Die Haltestation befindet sich direkt unterhalb des Schlosses.





Oben vor dem Schloss, bei der Information können die Eintrittstickets zum Rheinfall und fürs Historama gekauft werden. Ein schmaler Weg führt dann, unterbrochen durch diverse Aussichtsplattformen, bis zum Rhein hinunter.




Auf einer Breite von 150 Metern rauschen die beeindruckenden Wassermassen mit lautem Getöse den Fall herunter.






Unten bei der Schiffsanlegestelle angekommen, kauften wir uns Tickets für die Felsenfahrt.



Dafür ging es zuerst auf die andere Rheinseite, vom Kanton Zürich in den Kanton Schaffhausen. Auf dieser Seite befindet sich das Schlössli Wörth, welches früher Umladeplatz war auf der, durch den Rheinfall unterbrochenen, Handelslinie Bodensee-Basel. Nach dem Bau der Eisenbahn Mitte des 19. Jh. verlor die Verkehrsachse an Bedeutung und der Kanton Schaffhausen baute aus dem Schlössli eine Gaststätte. Heute befindet sich im Schlössli Wörth ein Gourmetrestaurant, ein Souvenirshop und ein Schnellimbiss.



Hier machten wir bei schönstem Frühlingswetter auf dem grosszügigen Picknickplatz erstmal Mittagpause.


Witzige Idee: Jedem Kanton seine eigene "Bank"



Nach obligaten Rheinfall-Schnappschüssen stiegen wir sodann ins gelbe Boot ein, welches uns durch wogende Wellen zum Felsen brachte.





Über eine steile Treppe kann der Fels bestiegen werden. Wer unter Platzangst leidet, sollte das jedoch besser bleiben lassen. Der Platz ist logischerweise sehr eng bemessen und oben angekommen, kann man sich kaum mehr drehen.





Wir liessen des Getöse des Falls kurz auf uns wirken und bestiegen das nächste gelbe Boot, dass uns wieder auf die Schaffhauser-Seite brachte. Dort gönnten wir uns einen Kaffee im Schnellimbiss mit bester Aussicht auf den Rheinfall. Söhnchen entdeckte rasch die weissen Tüten, gefüllt mit trockenem Brot, welche in einer Ecke standen: "gratis - zum Fische füttern". Keine Frage, was jetzt auf dem Programm stand:




Mit dem roten Boot gelangten wir anschliessend wieder auf Zürcherseite, wo uns der Glaslift  hoch zum Schloss Laufen brachte.


 
Dort machten wir noch einen Abstecher ins Historama. Auf einem kurzen, interessanten Rundgang durchs Schloss erfuhren wir mehr über die Geschichte des Rheinfalls, die hiesige Industrie, den Tourismus und die Hotellerie.




Unglaublich, dass der Rheinfall zwecks Schiffbarmachung einmal gar gesprengt werden sollte.



Am Mövenpick-Glacé-Stand führt natürlich kein Weg vorbei. Und so machten wir uns am späteren Nachmittag mit einem Eis in der Hand und beeindruckenden Bildern im Kopf auf den Heimweg.



Leider haben wir vor lauter Ausflug-Feeling vergessen, dass andere Menschen an einem Gründonnerstag arbeiten müssen, sprich, wir reisten während der Rush-Hour, verteilt auf einen ganzen Waggon, zum Teil stehend, eingequetscht zwischen genervten Berufsleuten, Taschen und Laptops heim. Ich würde ein nächstes Mal einfach den Rheinfall noch etwas länger geniessen und dann entspannt in etwas weniger vollgestopften Zügen nach Hause reisen.

Montag, 14. April 2014

Verenaschlucht

Bei diesem schönen, sonnigen Frühlingswetter besuchten wir gestern wieder einmal die Einsiedelei in der Verenaschlucht bei Solothurn. Das zarte Frühlingsgrün in der Schlucht war ein dankbares Fotomotiv. So dauerte der normalerweise kurze Fussmarsch bis zur Einsiedelei dann auch etwas länger. Zudem inspizierten mein Liebster und Söhnchen zum x-ten Mal die Höhlen etwas oberhalb der Schlucht. Ich weiss wirklich nicht, was Männer an Höhlen so faszinierend finden. Das muss ein genetisches Relikt aus der Steinzeit sein.

 


 

 
Natürlich gehören zu einem Spaziergang in der Verenaschlucht auch die obligatorischen "Steinhüpfer" über den Bach.
 
Manchmal ist Söhnchen über die stützende Hand seiner Schwester doch noch ganz froh.
 
Wie immer zündeten wir in der Verenakapelle eine Kerze an. "Für alle, die gestorben sind, die ich gekannt habe...und auch die, die ich nicht gekannt habe - einfach alle..." meinte Söhnchen andächtig.
 
 
Das Wohnhaus des Eremiten, zur Zeit aber unbewohnt
 
Martinskapelle
 
 Am Ende der Einsiedelei wartete ein einzelner freier Tisch auf der Terrasse des Restaurants Einsiedelei auf uns. Gestärkt machten wir uns auf den Rückweg, der uns auf einem Abstecher zur Siedlung "Kreuzen" führte, wo sich die letzten Stationen des Kreuzweges befinden.
 


 

Samstag, 8. März 2014

Einfach mal so...

Diesen Song habe ich, seit ich ihn heute im Auto gehört habe, nicht mehr aus dem Ohr gekriegt: Run von Leona Lewis - Ein wunderschöner Song...




Freitag, 21. Februar 2014

Sonne, Schnee und Thermalwasser


Wieder einmal haben wir eine erholsame Ferienwoche in Leukerbad genossen. Bereits zum siebten Mal waren wir in dieser gemütlichen Wohnung mit bester Aussicht.

auf dem Torrent


"meine" blaue Piste

Blick vom Torrent zur Gemmi

Ganz oben auf 2610 m: grandioser Blick vom Schwalbennest Richtung Rhonetal
auch das gehört manchmal dazu: Wadenkrampf


Töchterchens erste Snowboardversuche. Ende Woche sah es schon ganz gut aus:






Blick zur Gemmi hoch über dem Skigebiet Erli

Eishockey Freundschaftsspiel Avtomobilist Ekaterinburg gegen EHC Biel

Mmh - feines Essen - so ein schöner Nachtisch musste festgehalten werden
Natürlich haben wir auch das angenehm warme Wasser der Leukerbad Therme genossen. Fotos habe ich hier leider keine. Aber einen Link zur Livecam.

Beim Bilder Sortieren kommt gleich Wehmut auf - ah, schön war es!

Zudem erlebten wir noch eine Überraschung: Ein herzliches Wiedersehen gab es, als wir in der Skibar plötzlich in vertraute Gesichter blickten. So viele Wintersportorte gibt es in der Schweiz. Aber just in Leukerbad machte auch Töchterchens Austauschfamilie aus der Romandie Urlaub.

Samstag, 25. Januar 2014

"Glück ist leben"

Was ist für euch Glück? Ich habe meine Familie gefragt. Die spontane Antwort von Töchterchen war: "Glück ist, wenn Mami still ist"... und Söhnchens: "Wenn die Schule brennt".

Mal ernsthaft: Mein Mann meinte: "Glück ist, wenn es allen gut geht."  "Glück ist, wenn ich gesund bin" meinte Töchterchen nach weiterem Nachdenken und Söhnchen findet Glück sei, wenn man etwas zu Essen habe. Unser Kater würde Glück bestimmt so definieren: "Wenn ich ein kleines Häppchen Fasnachtschüechli ergattern kann! Njam..."

Ich finde, Glück ist die Abwesenheit von Sorgen. Aber für jeden bedeutet Glück vermutlich etwas ganz anderes. Schaut selber mal. Ich habe euch nämlich wiedermal einen "Gänsehaut"-Clip meiner Lieblingsband:


Montag, 23. Dezember 2013

Wünsche


Augen haben


Nicht auf Lichter und Lampen kommt es an,
und es liegt nicht an Mond und Sonne,
sondern dass wir Augen haben,
die Gottes Herrlichkeit sehen können.



(Selma Lagerlöf)






Langsam wird es ruhig. Ich liebe diese Tage. Der Baum ist geschmückt, die Geschenke liegen bereit, die Zutaten fürs Festessen sind gekauft, die Wohnung ist geputzt, alles ist organisiert. Die Vorfreude kribbelt im Bauch. Jetzt fange ich an, mich zu freuen. Ich wünsche mir ein paar gemütliche Tage mit den Liebsten, gute Gespräche, Zeit zum Entspannen. Denn "Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt", sagte einst Albert Einstein. Mein grösster Weihnachtswunsch dieses Jahr ist ebenso einer. Hierzulande ist das jedenfalls Gott sei Dank (noch) so: Ich wünsche mir meine Traumstelle in der Klinik, in der ich mich letzte Woche vorstellen durfte.

Und was wünscht ihr euch?

Ich wünsche euch allen ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest mit lieben Menschen und guten Gesprächen. Und mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen!

Freitag, 13. Dezember 2013

Advent, Advent...

Alle Jahre wieder nehme ich mir vor, rechtzeitig anzufangen mit den Vorbereitungen. Und alle Jahre wieder bin ich im November doch noch nicht in Stimmung mich auf Weihnachten einzustellen. Natürlich ist es dieses Jahr nicht anders. Und jetzt, wo die Stimmung doch langsam aufkommt, ist es schon wieder fast zu spät, es gemütlich zu nehmen, in aller Ruhe Geschenke auszusuchen und "Guetzli" zu backen. Dann wäre da ja noch der ganz normale Familienalltag, der ja nicht einfach Adventspause macht. Zudem leidet Töchterchen gerade wieder einmal unter akutem "Ohne-Mami-kann-ich-unmöglich-lernen-Syndrom".  Und Mami lässt sich trotz guter Vorsätze doch immer wieder erweichen und erklärt und fragt Vokabeln ab. Und die Lehrer brauchen ja, wie immer kurz vor den Ferien, noch Noten. Sprich Tests, Tests, Tests. Was solls - Weihnachten muss warten. Dafür weiss ich jetzt wieder Bescheid über Assoziativ- und Distributivgesetz, weiss wo der Dnepr, die Karpaten und Moldawien liegen (gar nicht so einfach: als wir damals die Länder und deren Hauptstädte lernen mussten gabs ja noch gar nicht so viele, versuchts mal selber). Und ich hatte ein Wiedersehen mit der Optik und weiss, dass Stäbchen und Zapfen auf der Netzhaut und nicht in der Küchenschublade liegen. Apropos Küche: Gestern brachte ich dann doch die ersten Mailänderli zustande, mmh! Und - um allzu neugierigen Menschlein zuvor zu kommen, die gerne in der Vorweihnachtszeit ihr Näslein in alle Schränke stecken, habe ich heute die ersten Geschenke eingepackt. Dabei bin ich bei packes auf diese hübschen Geschenkanhänger gestossen:





Es geht ganz einfach: gratis runterladen - ausschneiden - lochen - beschriften - am Geschenk befestigen - fertig - sich freuen!

Dienstag, 10. Dezember 2013

Noch eine Mütze

Für Maschenproben habe ich keine Geduld. Wenn ich Häkelnadel und Wolle in den Fingern habe, möchte ich rasch ein Resultat sehen. Ich häkel einfach mal drauflos. Da kann es schon mal vorkommen, dass es am Schluss nicht passt. Aber das macht nichts: Wenn es nicht passt, dann trägt es halt jemand, dem es passt.



Da diese Mütze für Erwachsene Köpfe etwas zu klein geraten ist, habe ich letzte Woche kurzerhand meine kleine Nichte "eingemützt".