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Samstag, 12. Januar 2013

Tulpen

Tulpen im Januar - muss nicht unbedingt sein, kann aber,...






...schliesslich hatten wir gestern etwas zu feiern. Zudem erheitern diese Frühlingsboten das Gemüt. Schön.

Montag, 19. März 2012

Salamitaktik

"Oh, Kinder, habt ihr gesehen wie blitzsauber es ist?" Das kam von meinem Mann heute Mittag als er zum Essen nach Hause gekommen ist. Oha! Das ist ja was ganz neues, das jemand bemerkt, dass ich geputzt habe! (Die Kinder haben es übrigens nicht gemerkt...)
Das hier hat mir mein Vater heute Nachmittag raufgebracht mit den Worten: "Da - als Merci!" Vermutlich hat mein Streik also auch bei ihm etwas bewirkt (Ich habe bisher unter dem Begriff "Salamitaktik" eigentlich etwas anders verstanden...)



"Ehm, ja danke." Mein Vater kennt mich auch nach 37 Jahren nicht wirklich. Betreffend Geschenke macht er sich nie grosse Gedanken (nicht nur bei mir). Er schenkt nach dem Motto: Was ich mag, mögen die anderen auch, was mich nicht interessiert, interessiert die anderen auch nicht. So ist sein Weltbild. Na ja, die Geste zählt ja. Mein Liebster und Söhnchen werden sich freuen über die Salami. Ob sie in Zukunft auch Vaters Wäsche waschen werden? Vermutlich nicht. Ich werde mir einfach mit dem Haushaltsgeld im Wert der Salami ein gutes Buch kaufen, für die nächsten Tage haben wir ja wohl genug Wurst...

Samstag, 17. März 2012

Endlich aufräumen!

Eigentlich sollte mein Streik noch bis morgen Abend dauern. Heute Abend habe ich Forfait gegeben. Ich möchte heute einen gemütlichen Abend verbringen. So richtig gemütlich kann es nur werden, wenn auch aufgeräumt ist. Hier also meine Bilanz der vergangenen Woche:

So sah es vor einer Woche aus:


 Nun habe ich zwar nicht aufgeräumt, aber immer mal wieder fotografiert:






Die Dreckwäsche schaffte es dank meines Liebsten wenigstens noch bis in den Keller.

Die Wäsche, die ich letzten Sonntag gewaschen habe, blieb die ganze Woche hängen. Mein Mann: "Ich wollte sie abnehmen, aber sie war noch nass."...


Mein Mann versuchte zwischenzeitlich das Zepter in Sachen Ordnung in die Hand zu nehmen. Ach wie gut es tat, sich zurückzulehnen und für einmal dem Disput betreffend Aufräumen nur mit verschränkten Armen zu lauschen. Fazit unserer Kinder: "Der Papi ist die strengere Mami..."


Mein Liebster machte übrigens auch Nachtessen und anschliessend die Küche (mindestens bis am Donnerstag), er ging zweimal einkaufen, nicht ohne sich wieder einen Kommentar verkneifen zu können: "Was? So viel?" (Es standen genau drei Dinge auf dem Einkaufszettel...).

Ich habe natürlich die vergangenen Tage nicht nur gestreikt. Wie versprochen habe ich die Kinder geweckt, Frühstück gemacht. Ich habe Mittagessen gekocht, in der Küche das nötigste aufgeräumt, den Kinder bei den Hausaufgaben geholfen. Ich habe im Garten Sträucher geschnitten und das erste Unkraut ausgezupft. Dank meines Streiks hatte ich Zeit einen Teil des Kellers aufzuräumen. Gestern habe ich den Müll rausgestellt (ich möchte nicht, dass der noch eine Woche lang vor sich hinstinkt), und ich habe Kinderkleider für die Frühlingsbörse angeschrieben. Ich war mit Töchterchen beim Zahnarzt (ich konnte ja wohl schlecht den Termin absagen mit der Begründung: die Mutter streikt...) und ich war mit Töchterchen heute beim Geigenbauer um ihren Geigenbogen flicken zu lassen. Ich war am Dienstag, als Töchterchen den Bogen ausgerechnet in meiner Streikwoche geschlissen hat "not very amused". Heute beim Geigenbauer bedachte mich Töchterchen mit einem triumpfierenden Seitenblick, als dieser erklärte, das passiere ab und zu, vorallem bei Leuten die fleissig spielen...

Ich habe festgestellt, dass ich viel mehr Zeit als angenommen für die Spielgruppenvorbereitung brauche. Etwas, dass ich immer so zwischendurch mal schnell erledige, aber halt anscheinend doch ganz viel (unbezahlte) Zeit in Anspruch nimmt.

Ich habe auch gemerkt, dass das Anstrengende, Nervenaufreibende eigentlich gar nicht unbedingt der Haushalt ist, sondern doch eher, das dauernde da zu sein für die Familie. Ansprechperson für alle Fragen, Wehwechen und Sörgelchen.

Ob ich etwas bewirkt habe mit meinem Streik wird sich zeigen. Ich habe gelernt die Unordnung auszuhalten und abzuwarten, vielleicht räumt ja doch ein anderer weg (man muss den anderen ja schliesslich auch mal eine Chance lassen...). Meine Familie hat meinen Streik auch weitestgehen akzeptiert. Einzig mein Vater brauchte etwas länger, bis er am Donnerstag begriff: "Ja kann ich meinen Bettanzug jetzt nicht wechseln?""Doch, kannst du. Gewaschen wird er einfach nicht!"

Ich hatte aber schon das Gefühl, dass zumindest mein Mann meine Arbeit schon schätzt. Er sagte mir auch zwischendurch, wenn ich trotzdem etwas erledigte: "He, du sollst doch jetzt streiken!"

Und er brachte mir vom Einkaufen das hier heim:




Montag, 12. März 2012

Streik

Töchterchen entgegnete mir am Freitag auf meine Bitte hin mir etwas zu helfen, das sei unmöglich, sie müsse ja noch soooviel für die Schule arbeiten. Und überhaupt, das bisschen aufräumen und putzen sei ja wohl nichts. Am Samstagmorgen, ich sass gerade in der Küche und grübelte über meinem Wocheneinkaufszettel, schaute mir mein Liebster über die Schultern und stellte entrüstet fest, ob wir denn das alles wirklich brauchen. Dazu muss ich noch festhalten, ihm war bewusst, dass wir noch am selben Abend Gäste hatten (übrigens ein toller Abend, mit einer lieben alten Freundin und ihrem Partner, aber das ist eine andere Geschichte...). Ich schaute ihn an und fragte: "Ja, was würdest denn du so einkaufen?" Seine Antwort: "Ja, so ein paar Joghurts und so, das reicht doch..." Jetzt war mir klar, die Lage ist hoffnungslos, da hilft kein reden und erklären mehr, jetzt müssen Taten folgen. Ich verkündete noch beim Mittagessen, dass ich am Montag für eine Woche in den Streik trete. Schliesslich muss man eintreten für bessere Arbeitsbedingungen! (Mir würde ein bisschen mehr Anerkennung schon reichen). Ich werde nicht waschen, nicht einkaufen, nicht kochen, nicht aufräumen, nicht putzen. Die Kinder werde ich am Morgen natürlich schon noch wecken und Frühstück mache ich auch noch. Da die Schule nicht leiden sollte, werde ich, aber wirklich nur wenn ich lieb gefragt werde, bei den Hausaufgaben helfen. Meine "Arbeitgeber" schauten mich nach meiner Ankündigung mit langen Gesichtern an. Ungläubig sagten meine Kinder, dass könne ich nicht machen. Ich blieb aber hart. Inzwischen haben sich die Kinder damit abgefunden und meinten, ein Rührei würden sie schon noch zu Stande bringen. Mein Mann meinte grinsend, er sei diese Woche tagsüber ja eh auf Montage.

Heute Morgen hat also mein Streik begonnen. Wie versprochen habe ich die Kinder geweckt, mit ihnen gefrühstückt und sie zur Schule geschickt. Töchterchen war aber heute alles andere als fit. Sie klagte Bauchweh und hatte Durchfall. Sie wollte trotzdem zur Schule kehrte auf dem Schulweg aber wieder um. Also habe ich jetzt eine Patientin zu hause. Kann man als Krankenschwester auch streiken? Töchterchen ging wieder schlafen also konnte ich meinen Streik erst mal weiterführen. Damit ich heute mit Wäsche waschen streiken konnte, habe ich sie schon gestern gewaschen und aufgehängt, hm... In der Küche blinkte die Spülmaschine. Sie schien mir zu zublinzeln: "Komm, räum mich aus!" Wen würde es stören, wenn ich das jetzt nicht mache? Genau - niemanden - ausser mich.. grrr. Also Spülmaschine ausgeräumt und Frühstücksgeschirr eingeräumt. Da Töchterchen krank ist, werde ich wohl zu Mittag etwas Reis und Pouletgeschnetzeltes kochen. Also Poulet aus dem Gefrierschrank raus zum auftauen - eigentlich wollte ich ja nicht kochen.. grrr. Ich fürchte mein Streik wird scheitern. Und ich habe das Gefühl, meine "Arbeitgeber" haben das von Anfang an gewusst...

Aufräumen werde ich aber bestimmt nicht. Heute früh habe ich mal die kritischen Stellen unserer Wohnung fotografiert. Auf dem Tisch und auf der Treppe in den oberen Stock sammelt sich immer alles mögliche an. Kleider, Schulsachen, Haargummis, Spielsachen, Post, Socken (getragene!!), die Liste wäre endlos. Normalerweise räumt sich das alles immer auf wundersame Weise von alleine weg. Heute nicht! Fortsetzung folgt.


Ein Exemplar haben wir ja schon: Töchterchen ist ja wieder heimgekommen, ihre Schultasche gleich mithoch zu nehmen wäre viel zu einfach gewesen...