Sonntag, 22. April 2012

Verenaschlucht - Einsiedelei

Seit Tagen macht der April seinem Namen alle Ehre. Sonne und Regen wechseln sich zeitweise im Minutentakt ab.

Nach einem gestrigen Feuerwehreinsatz musste mein Mann heute Nacht drei Stunden Brandwache halten. Für ihn war also heute eine Runde ausschlafen angesagt. Auch die Kinder, für die morgen wieder der Schulalltag losgeht, genossen den freien Morgen heute nochmal in vollen Zügen. Bei diesem Wetter bot sich am Nachmittag ein kleiner Ausflug an. Es zog uns in die Verenaschlucht und die Einsiedelei bei Solothurn. Wir genossen den Spaziergang dem plätschernden Bach entlang durch die Schlucht. Die erfrischende Luft duftete nach Frühling, nach Aprilregen, nach Bärlauch, der den Wegrand säumte. Die Kinder erkundeten die zahlreichen Höhlen und Ausbuchtungen im Fels und die vom Wasser umspülten Steine im Bach (und prüften ihre Schuhe auf deren Wasserdichte).


Am Ende der Schlucht gelangten wir zur Einsiedelei. In der Verenenkapelle zündeten wir alle eine kleine Kerze an und liessen die andächtige Stimmung auf uns wirken. Draussen steckten wir alle nacheinander eine Hand in die angeblich heilbringende Öffnung in der Felswand. (Seit damals, vor einigen Jahren die Windpocken-Narbe an Söhnchens Hand viel schneller als die im Gesicht abgeheilt und fast verschwunden ist, nachdem wir seine Hand dort reingehalten haben, tue ich dieses Loch nicht mehr einfach so als Aberglaube ab - schaden wird's ja bestimmt nicht)


Auf dem Rückweg machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Siedlung Kreuzen, die etwas oberhalb der Schlucht liegt. Auch dort steht eine hübsche kleine Kapelle die einen Besuch wert ist. Im Restaurant Kreuzen, gleich gegenüber, hatten wir damals vor neun Jahr Söhnchens Taufessen. Heute führte unser Weg aber am Restaurant vorbei. Zwei Wege führen von dort aus wieder zurück zum Ausgang der Schlucht. Ein historischer Kreuzweg oder ein Weg hinunter, zurück in die Schlucht. Keine Frage welchen unsere Kinder bevorzugten. Entlang des Wassers ist es doch etwas interessanter als entlang von Steinkreuzen.


Für mich hat die Verenaschlucht etwas Spezielles. Etwas Beruhigendes. Etwas Geheimnisvolles.


Bei schönstem Sonnenschein zu Hause angekommen, schüttete es eine halbe Stunde später schon wieder. Und was kommt nach dem Regen? Natürlich - die Sonne! Und was ist die Entschädigung für dieses Wetter-Hin-und-Her? Das hier:



 
 
Das ist doch ein schöner Ausklang für die Frühlingsferien!

Mittwoch, 18. April 2012

18 Jahre



Das ist das Geburtstags-Geschenk für eine 18-Jährige. Nicht irgendeine 18-Jährige. Mein ältestes Patenkind wird heute volljährig. Nicht nur an den eigenen Kindern auch an den Patenkindern sieht man, wie alt man schon ist... seufz. Es war doch eben gerade erst, dass ich völlig unbeholfen, als könnte es zerbrechen, dieses süsse kleine Baby im Arm hielt. Etwas wehmütig gehen mir Bilder durch den Kopf, von ersten Hütediensten mit Schreibaby, erstes Krabbeln (war bei mir!), Geburtstagsfeiern, vorgetragene Gedichte an Weihnachtsfeiern (und stolzes Gotti), Ferien beim Gotti (und ich dachte damals, unmöglich können alle Kinder so anstrengend sein, meine werden bestimmt nicht so... na, ja, auch ich wurde eines besseren belehrt), ausgefallene Geburtstagswünsche, Aufführungen im Synchronschwimmen, Krankenhausbesuche, gemeinsamen Urlaub, erste Skiversuche. Mein "Gottemeitschi" ist meinen Kindern sechs Jahre voraus. So konnte ich immer schon etwas "üben" oder war schon auf gewisse Phasen vorbereitet. Heute wird sie also nun erwachsen (auf dem Papier immerhin, erwachsen wird man ja nicht von heute auf morgen). Zu einer selbstbewussten, hübschen, jungen Dame ist sie herangewachsen und geht ihren Weg (hoffentlich auch etwas mein Verdienst, schliesslich möchte man ja ein gutes Gotti gewesen sein). Leider wohnt sie nicht gerade um die Ecke, daher haben wir heute abend fast zwei Stunden Autofahrt vor uns (und natürlich auch zurück), aber ich freue mich, mit der 18-Jährigen anstossen zu dürfen!

Samstag, 14. April 2012

Eine kleine süsse Hasennase

Gestern beim Aufräumen kam mir dieses kleine Buch in die Hände:



Auf die Frage meiner Kinder, habe ich ihnen erklärt, was E-Nummern sind. Worauf die Suche nach diesen berüchtigten Nummern losging. Der Kühlschrank und der Vorratsschrank wurde durchforstet und jede E-Nummer nachgeschlagen. Und wir haben gestaunt, was wir da alles so essen. Töchterchen wurde auch in ihrem Osternest fündig:



Ganz harmlos steht da E120. Wir haben nachgeschaut was denn dieser süsse Hase zu verbergen hat: Echtes Karmin, Karminsäure, Rot, wird aus Schildläusen gewonnen..... Seine Nase hat's also in sich. Zwar ist die Nr. 120 grau hinterlegt, was soviel heisst wie: nach heutigem Erkenntnisstand unbedenklich, doch besonders appetitlich hört sich das ja nicht an.

An Töchterchens Reaktion zu urteilen, nehme ich an, dass aus unserem Osterhasen-Vorrat eine kleine rote Nase übrigbleiben wird....

Dienstag, 10. April 2012

Uri, Schwyz und Untergang

Ein kaltes aber gemütliches Osterwochenende mit feinem Essen, Eier färben, faulenzen, gemütlichem Beisammen sein und spielen liegt hinter uns. Seit wir Kinder haben kommt am Ostersonntag ein Teil der Grosseltern zu Besuch.  Wir brunchen gemütlich und die Kinder werden verwöhnt mit Schokohasen. Anschliessend suchen die Kinder im Garten ihre Osternestchen (dieses Jahr begleitet von einzelnen, tanzenden Schneeflocken...brrr). Seit einigen Jahren veranstalten wir am Nachmittag, wenn die Bäuche voll sind einen Wettbewerb. Wir bilden jeweils zwei Teams (logisch: Frauen gegen Männer!). Zu gewinnen gibts Schokohasen und als Trostpreis Schokoeier. Manchmal machen wir einen Ostereier-Wettlauf, letztes Jahr spielten wir Wikingerschach und dieses Jahr, wetterbedingt, spielten wir "Uri, Schwyz und Untergang". Ein abwechslungsreiches Spiel rund um die Schweiz. Mit etwas Wissen, Geschicklichkeit und Glück wird man Sieger und ist somit der "Siebesiech". Mit der richtigen Karte darf man sogar einen Telefon- resp. Nachbarjoker benutzen. Es ging lustig zu und her und wir hatten viel zu lachen. Da spielte es auch keine Rolle, dass am Schluss die Männer gewannen (man muss die Männer auch mal gewinnen lassen damit sie bei guter Laune bleiben und schliesslich haben wir Frauen letztes Jahr im Wikinger-Schach gewonnen...). Zudem weiss ich jetzt, wo der Referenzpunkt für die Höhenmessung der Schweiz liegt, dass der Jura kein Schichtgebirge ist und dass das Schweizer Offiziersmesser Rot ist. Ach ja, und dank Telefonjoker weiss ich auch, dass im Nationalpark kein Feuer gemacht werden darf (Ich weiss, dass sollte man wissen, aber wie heisst es bei "Wer wird Millionär" immer? Wenn man auf dem Stuhl sitzt ist es ganz anders...)

Am Abend tröpfelten nacheinander die Paten unserer Kinder mit Ostergeschenken herein, sodass wir bestimmt für's nächste halbe Jahr mehr als genug Schokolade haben.




Für die Rösti ist jeweils mein Liebster zuständig, ich habe ein ganz exklusives Exemplar bekommen!
Die "Sieger"-Trophäen

Donnerstag, 5. April 2012

Überraschungen

Heute ist der Osterhase schon mal bei uns vorbeigehoppelt: Erst hat er hier Halt gemacht. Als ich heimkam stand das hier vor unserer Haustür:


Nach dem Mittagessen hat mein Vater unseren Kindern zwei Goldhasen geschenkt. Wenn mein Vater ein Geschenk gekauft hat, kann er nicht mehr warten und überreicht es gleich, ohne das Preisschild zu entfernen, geschweige denn das Geschenk einzupacken (oder im Fall von Osterhasen, diese zu verstecken). Das ist an Geburtstagen so (wenn er denn überhaupt daran denkt...), an Weihnachten und eben auch an Ostern. Ganz unerwartet drückte er auch mir einen Schoggihasen in die Hand (die Kinder waren ganz neidisch, ihre Goldhasen waren viiiiiel kleiner).



Wie habe ich denn das verdient? Die Vermutung liegt nahe, es könnten Auswirkungen meiner Streikwoche sein, denn seit ich acht war habe ich von meinem Vater nie mehr einen Osterhasen geschenkt bekommen. Ich sei jetzt zu gross, war damals die Begründung. Umso mehr werde ich diesen Hasen geniessen... mmh...(und ich werde wieder mal streiken..)

Am Nachmittag brachte mir die Mutter von Schulfreunden unserer Kinder dieses lustige, selbstgenähte Filzhuhn:



Einfach so! Und - ohh - welche Überraschung! Das Huhn hat im Rücken etwas Leckeres versteckt. Ihr dürft vorsichtig einen Blick reinwerfen:



Ich wünsche euch allen ein frohes Osterwochenende!

Mittwoch, 4. April 2012

zu klein

Mein im Frühling gestrickter Winterschal ist fertig geworden. Eine Mütze habe ich auch noch gleich dazu gestrickt. Als ich voller Freude den letzten Faden vernäht habe, habe ich festgestellt, dass mir die Mütze zu klein ist. Na ja, ich bin halt nur eine Gelegenheitsstrickerin. Töchterchen hat sich umso mehr gefreut. Ihr passt sie nämlich.

Sonntag, 1. April 2012

Bilderflut im Gartencenter

Töchterchen hatte dieses Wochenende ihre Freundin zu Besuch. Es bot sich so an, da deren Bruder, wie Söhnchen, im Probe-Weekend der Tambouren weilte. Die beiden haben ein neues Hobby entdeckt: Fotografieren. Als ich heute abend mal kurz ihre Fotos auf den PC rüberladen wollte habe ich nicht schlecht gestaunt: 332, in Worten: Dreihundertzweiunddreissig!!! Bilder waren da drauf. Ich war aber wirklich überrascht, es hat echt gute Schnappschüsse darunter. Gestern Abend war sie in unserem Garten auf der Jagd nach Motiven:




Heute war Tag der offenen Tür im Gartencenter, wo ich auf einen Sprung vorbeischauen wollte, bevor wir zum Minigolf spielen fahren wollten. Ja, wollten. Die Girls hatten nämlich die Kamera mitgenommen. Wie  Paparazzis sind sie zwischen Pflanzen, Töpfen und Gestellen rumgestiebt auf der Suche nach Motiven. Nur so viel: Fürs Minigolf hat die Zeit nicht mehr gereicht...

Also, hier mal eine kleine Auswahl:




Zumindest einen Promi haben die Mädchen "erwischt": der Osterhase hätte doch eine Woche vor Ostern besseres zu tun, als in einem Pflanzenkorb rumzuchillen....






Zum ersten Mal gesehen: Echt-Pflanzen-Bilder (Fr. 98.00)


Dieses futuristischen Möbel haben wir ausgetestet, den Preis dieser Dinger kann ich hier nicht nennen (ihr würdet es mir eh nicht glauben). Nach spätestens fünf Minuten bekommt man eine Nackenstarre, da für den Kopf keine Delle vorgesehen ist....

 

Das ist mein absoluter Favorit! Je nach Laune kann dieser freche Wicht auf entsprechende Zaunseite ausgerichtet werden.... Wir haben ihn stehen lassen, schliesslich wollten wir unseren Geldbeutel schonen (auch diesen Preis würdet ihr mir  nicht glauben). Den nachbarschaftlichen Beziehungen wäre dieser Wicht bestimmt nicht zuträglich....

Ich war natürlich auch nicht untätig dieses Wochenende und habe meine Werke fotografiert (Im Gegensatz zur Bilderflut der Mädchen aber in sehr bescheidenem Masse)

Eine Woche vor Ostern habe auch ich es endlich geschafft, einen Osterbaum zu gestalten...


...und die Polster für unsere Gartenbank sind fertig (der Schatten meiner Hände gefällt mir am besten...)

Freitag, 30. März 2012

Mein Tag in Bildern


Erstmal aufräumen und staubsaugen...




Letzten Herbst vermachte mir mein Bruder Gartenmöbel (seht ihr weiter unten). Er wollte sie wegwerfen. Es wäre doch schade um die schönen dänischen Möbel, also haben wir gerne angenommen. Leider fehlten die Kissen für die Bank, daher habe ich heute mal mit nähen begonnen.

Am Nachmittag war ich an eine Tambouren-Vorstellung in unserem Wohnzimmer eingeladen. Söhnchens Klasse nimmt in Französisch das Thema Circus durch. In kleinen Gruppen dürfen sie in der letzten Lektion vor den Ferien etwas aufführen. Da haben sein Freund und er etwas besonders auf dem Tambouren-Böckli einstudiert und heute schon mal geübt. Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten:



Die beiden fanden es zwar nicht nötig, dass ich die Köpfe weggelassen und der Clip auf Youtube nur mit dem entsprechenden Link geöffnet werden kann: "Dann könnten wir berühmt werden!" Naja, vielleicht klappts ja über meinen Blog... (Am Ende der Vorstellung sind die beiden Herren übrigens nicht in Ohnmacht gefallen - das muss so sein)

Zur Abwechslung wieder mal putzen.... na, sieht doch einigermassen sauber aus...



Das ist besagte Sitzgruppe,...


... auf der ich's mir zum Zvieri mit einem Kaffee und der Zeitung gemütlich machte - ahh!


Dann noch schnell ein Zopf backen für's Tambourenlager an dem Söhnchen dieses Wochenende teilnimmt.


Und - tata: Für mich ist definitv Frühling, wenn die ersten Spargeln auf dem Teller liegen - mmh, ein feines Znacht.


Dann noch Söhnchen helfen seine sieben Sachen für morgen zu packen.


Jetzt ist Feierabend. Mein Liebster hat Feuerwehrübung, Töchterchen ist an der Abschiedsparty einer Schulfreundin. Söhnchen und ich haben es uns auf dem Sofa gemütlich gemacht und schauen uns meine Lieblingsreisesendung im Schweizer Fernsehen an. Heute ging's nach Kuba. Okay, ich hab' noch den Laptop auf dem Schoss - aber jetzt ist endgültig Feierabend - Tschüss!

Montag, 26. März 2012

Laptop, Internet, Handy, Facebook und Co.

Bänz Friedli, Hausmann und Autor einer Kolumne der Migros-Zeitung, die ich wöchentlich gerne lese, hat mich heute zutiefst enttäuscht. Schreibt er doch heute über Staub im Kinderzimmer und wie sein Sohn im Befehlston mit ihm umgeht "Vati, könntest du nicht wieder mal staubsaugen?" Als er dies SOFORT! erledigt habe weil die Bemerkung sein schwärzestes Gewissen getroffen habe (ich stutzte zum ersten Mal) kam als Kommentar: "Vatiiii! Du hast ein Teilchen eingesaugt!" (Was hat den dieser Rotz für einen Umgangston?). Darauf sinniert der Hausmann doch tatsächlich, dass er vielleicht doch besser ein Socke über die Mündungen hätte stülpen sollen! (An dieser Stelle blieb mir völlig die Spucke weg...)

Unsere Kinder müssen ihre Zimmer selber aufräumen. Klar helfe ich ihnen wenn nötig und es kam auch schon vor, dass ich es halt schnell selber machte, weil es schneller und gründlicher geht, aber nie würde ich mir von meinen Kinder so auf der Nase rumtanzen lassen. Ich habe manchmal den Eindruck die Kinder werden zu stark verwöhnt. Manche Kinder werden bei Regen zur Schule gefahren, bekommen die gewünschten Markenkleider, die Mamis kaufen ihnen den gewünschten Lippenstift, nur damit das Gör zu hause dann motzen kann, es sei nicht der richtige und Mami rennt wieder in den nächsten Laden. HALLO? Unsere Kinder fahren bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zur Schule (es braucht nur gute Regenkleider), die Kleider kaufen wir in den günstigen Läden, im Ausverkauf oder in der Kinderkleiderbörse, kleine Extras sparen sich die Kinder selber zusammen. Bin ich deshalb eine Rabenmutter? Heute Nachmittag hatte ich mit Töchterchen wieder mal eine dieser endlosen Diskussionen betreffend eigenem Laptop mit Internetzugang im Kinderzimmer, Facebook-Account, eigenes Handy (wenn möglich eines mit dem kleinen i) etc., etc. Es ist immer die gleiche Leier. Und leider, leider ist es tatsächlich so, dass gewisse Eltern ihren Elfjährigen dies alles bieten und erlauben. Mein Mann und ich sind da anderer Meinung: Unsere Tochter darf meinen Laptop im Büro benutzen, wo wir jederzeit mal einen Kontrollblick machen können, wir haben ein "Familienhandy", das sie benützen darf wenn sie mal weg ist (dazu zählen Schule und wöchentliche Hobbys nicht), für Facebook ist sie meiner Meinung nach mit elf noch zu jung. Es denken nicht alle Eltern so, ich wurde auf Facebook aufmerksam, weil mich vor drei Jahren eines meiner vierjährigen Spielgruppenkinder gefragt hat, ob ich auch auf Facebook sei, sie sei auch da drauf... Einige Schulkameraden von Töchterchen haben den besagten eigenen Laptop im Zimmer, mit unbeschränktem Internetzugang, spielen immer und überall mit ihren Handys, sind auf Facebook anzutreffen, kriegen für drei Sechser in der Schule (zur Info für alle Nicht-Schweizer: die Sechs ist in bei uns die beste Note) mal nebenbei einen iPad geschenkt. Die Liste ist endlos und macht sprachlos. Wir haben keine Vergleichsmöglichkeit mit unserer Jugendzeit, wir hatten all diese Geräte und neuen Medien nicht. Wir müssen einfach unser Gefühl und den gesunden Menschenverstand walten lassen. Ich versuche Töchterchen immer und immer wieder unsere Haltung zu erklären. Dass ich es nicht gut finde, wenn wir ihr all diese Herzenswünsche erfüllen und ihr alle Steine aus dem Weg räumen (oder den Staub aus dem Zimmer...). Für sie ist das halt manchmal schwer zu begreifen... sie sieht halt, was die anderen haben, kann nicht mitreden und die anderen Eltern seien ja auch nicht so, so, so streng. Sind wir zu streng?

Freitag, 23. März 2012

Kinderkleiderbörse

Heute und morgen findet in unserem Ort die Kinderkleiderbörse statt. Nach fast zehn Jahren mitorganisieren, ist es für mich das letzte Mal. Meine Kinder werden älter, es ist schwierig in der Börse noch passende Kleider für sie zu finden. Zum Kauf anbieten kann ich auch nur noch wenige unserer Kleider, da diese meistens durchgetragen, fleckig oder kaputt sind. Ich war für die Börse als Sektretärin tätig, was auch einiges an Zeit in Anspruch nahm. Nun bin ich "börsenmüde" und habe mich entschlossen einen Schlussstrich zu ziehen. Ich finde, es sollten jüngere Mütter übernehmen. Leider haben wir Mühe "OK-Nachwuchs" zu finden. Die jungen Mütter sind meinstens berufstätig und dort stark eingebunden, sodass keine Zeit für Freiwilligenarbeit bleibt. Eigentlich schade aber vermutlich der Trend der Zeit.

Ein paar Kleider und Spiele der Kinder haben wir noch aussortieren können. Nun ist also alles bereit für meine letzte Börse:


Heute Nachmittag werden wir Gestelle und Tische herumschleppen und bereitstellen. Die Lieferantinnen werden ihre Ware bringen, wir werden alles prüfen und auftischen. Morgen findet der Verkauf statt und anschliessend wird alles wieder rücksortiert und abgerechnet, die Räumlichkeiten aufgeräumt und geputzt.

Montag, 19. März 2012

Salamitaktik

"Oh, Kinder, habt ihr gesehen wie blitzsauber es ist?" Das kam von meinem Mann heute Mittag als er zum Essen nach Hause gekommen ist. Oha! Das ist ja was ganz neues, das jemand bemerkt, dass ich geputzt habe! (Die Kinder haben es übrigens nicht gemerkt...)
Das hier hat mir mein Vater heute Nachmittag raufgebracht mit den Worten: "Da - als Merci!" Vermutlich hat mein Streik also auch bei ihm etwas bewirkt (Ich habe bisher unter dem Begriff "Salamitaktik" eigentlich etwas anders verstanden...)



"Ehm, ja danke." Mein Vater kennt mich auch nach 37 Jahren nicht wirklich. Betreffend Geschenke macht er sich nie grosse Gedanken (nicht nur bei mir). Er schenkt nach dem Motto: Was ich mag, mögen die anderen auch, was mich nicht interessiert, interessiert die anderen auch nicht. So ist sein Weltbild. Na ja, die Geste zählt ja. Mein Liebster und Söhnchen werden sich freuen über die Salami. Ob sie in Zukunft auch Vaters Wäsche waschen werden? Vermutlich nicht. Ich werde mir einfach mit dem Haushaltsgeld im Wert der Salami ein gutes Buch kaufen, für die nächsten Tage haben wir ja wohl genug Wurst...