Donnerstag, 6. Oktober 2011

Glasi Hergiswil

Nachdem unsere Kinder sich doch noch entschlossen haben am Dienstagabend nach Hause zu kommen, konnten wir gestern einen schönen Ausflug machen. Respektive: Sie kamen nach Hause, weil ich sie gelockt habe mit dem Ausflug...
Gestern hiess es also um halb sieben aufstehen, denn um acht fuhr schon der Zug Richtung Luzern.



KKL (Kultur- und Kongresszentrum)  Luzern, ein elegantes Glasgebäude an den Ufern des Vierwaldstättersees (schliesslich war mein Liebster mitverantwortlich für das Einglasen der riesigen Scheiben)

Dank Vergünstigungsgutscheinen unseres Lebensmittelhändlers konnten wir in Luzern Schifffahrts-Tageskarten für den Vierwaldstättersee erstehen. Die Kinder reisen mit der Juniorkarte sowieso im ÖV gratis mit. Ich liebe Schifffahren (wenns nicht grad auf dem Meer ist... würg). Das Ufer, die Landschaft ziehen so friedlich vorbei. Im Schiffsrestaurant genossen wir einen Kaffee mit Gipfeli. Die Kinder konnten zwischendurch rausgehen, die Beine vertreten und den Fahrtwind im Gesicht spüren. Vorbei gings an Rigi und Bürgenstock.


Bei schönstem Herbstwetter stiegen wir in Hergiswil, einem Dorf am Fusse des Pilatus aus. Dort besichtigten wir die Hergiswiler Glashütte. Seit 1817 wird dort Glas produziert. Seit dem Jahre 1975, nach wirtschaftlichen Problemen und der drohenden Schliessung der Fabrik werden  in der "Glasi" Glaskreationen mit speziellem Design produziert, das "Niederer"-Glas. Der animierte Rundgang durch die Geschichte der Glasbläserkunst war sehr interessant und auch für die Kinder kurzweilig. Anschliessend an den Rundgang kamen wir direkt zur Besuchergalerie, wo wir den Glasbläsern bei ihrem Handwerk zuschauen konnten.








Die Kinder durften für Fr. 15.00 mithelfen eine Glaskugel herzustellen, welche sie dann mitheimnehmen durften. Nach dem Besuch  des Glasarchivs, welches von allen Produkten welche in der Glasi je hergestellte wurden ein Exemplar enthält, und der Flühliglas-Ausstellung setzten wir uns ans Seeufer und verpflegten uns aus dem Rucksack. Die Kinder brachten wir fast nicht mehr weg von den dortigen Wasserspielen, welche vom Ufer aus gesteuert werden können.




Am Nachmittag begaben wir uns ins Glas-Labyrinth. Mit Filzpantoffeln und Handschuhen bestückt mussten wir uns im Halbdunkel den Weg durch das Labyrinth ertasten. Söhnchen war kaum drinnen, knallte er schon mit dem Kopf in die erste Scheibe. Der Spass-Faktor war garantiert. Die Kinder fanden das Labyrinth das Highlight des Tages. Die Ausstellung der Glasexperimente war auch toll, jedoch waren wir, vorallem die Kids, schon etwas müde, sodass wir diese gar nicht mehr so voll auskosten konnten. Der Rundgang durch den 1. Wahl-Laden empfand ich nicht besonders angenehm, respektive, ich hatte das Gefühl, ich müsse den Laden vor dem sprichwörtlichen Elefanten beschützen, sprich: Söhnchen. Ich ging hinter ihm her und achtete darauf, dass er nichts runterschmiss, wenn er sich mit seinem Rucksack umdrehte und predigte ununterbrochen: "nichts berühren". Bloss war es dann mein Mann, der es nicht sein lassen konnte, und auch schon den gläsernen Temperaments-Messer (heisst wirklich so) in Händen hielt. Gekauft haben wir hier natürlich nichts. Besser gesagt, wir mussten gottseidank nichts bezahlen. Die zugegeben, echt schönen Teile sind nämlich nicht für jedes Budget erschwinglich. Im 2. Wahl-Laden gleich gegenüber finden sich dieselben Produkte, mit einem wirklich klitzekleinen Fehler, aber zum Teil viel billiger. Söhnchen meinte nach fünf Minuten, er warte lieber draussen - war mir auch recht. Mein Mann tat es ihm gleich. Töchterchen und ich konnten uns verweilen bis wir genug gesehen haben und eine Schale mit zwei winzigen Luftbläschen ausgesucht haben.


Nach einem kurzen Besuch auf dem Spielplatz, stiegen wir ins nächste Schiff und fuhren, wir hatten ja Tageskarten für den ganzen See, bis nach Alpnachstad und dann wieder zurück nach Luzern.



Gestern war dort zufälligerweise Messe mit Fahrgeschäften. Wir gönnten uns eine Fahrt auf dem Riesenrad, da durfte auch mein Mann mit seinem genesenden Rücken mitkommen.



Um sieben stiegen wir müde wieder in den Zug, der uns nach Hause brachte.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Söhnchens Geburtstag

Das Wochenende ist vorbei. Söhnchens Geburtstag ist gefeiert. Die Kinder schon wieder weg. Sie haben wieder bei ihren Freunden eingecheckt. Sie sind sozusagen nur rasch übers Wochenende zum feiern heimgekommen. Gross war die Feier jedoch nicht. Mein Vater war da, da ja sowieso im Haus anwesend (sonst wäre er nicht da gewesen, da er nie an Geburtstage denkt, er hat auch erst gestern während des Essens Söhnchens Geschenk in Form einer 20-Franken-Note diesem auf den Tisch geschmissen). Omi war leider nicht da. Sie wohnt zu weit weg. Das Grosi und deren Mann, der aber nicht der Grossvater der Kinder ist, und die Witwe des Grossättis, die aber nicht die Grossmutter der Kinder ist, sind gekommen. Ja - wir haben etwas komplizierte Familienverhältnisse. Von Söhnchens Paten war auch niemand da. Von einem Götti haben wir seit fünf Jahren nichts mehr gehört, der andere Götti ist seit drei Jahren immer just an Söhnchens Geburtstag ferienabwesend, und das Gotti wohnt leider auch weit weg - gell ;-). Die anwesenden Grosseltern haben wir zum Nachtessen fein bekocht. So hat Söhnchen am Nachmittag in Ruhe sein Geschenk ausgepackt und bei einem Spaziergang konnte er den Big-Wheel-Scooter gleich ausprobieren. Natürlich hat Töchterchen eine Riesenszene veranstaltet. Auch nach neun Jahren, in denen sie sich an ihren Bruder hätte gewöhnen können, ist sie immer noch extrem eifersüchtig auf ihn und macht ein Riesen-Tam-Tam, wenn mal nicht sie im Mittelpunkt steht und nicht sie diejenige ist, die die Geschenke auspacken darf.  Ich hätte sie eigentlich filmen sollen. Was die geboten hat, war echt filmreif. So gingen wir halt ohne Töchterchen spazieren. Sie tobte zuhause weiter, hat sich bis abends etwas beruhigt, um am Sonntag gleich wieder weiterzumachen. Ich hoffe, es ist jetzt vorbei. Ich weiss nicht, was wir tun können. Dabei hat sie es doch viel besser. Söhnchen hat genau drei Geschenke ausgepackt: Den Scooter und zwei Bücher. Wenn sie Geburtstag hat, ist unser Haus immer voller Besuch und sie kriegt im Vergleich zu Söhnchen gefühlte hundert Geschenke und ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Liebsten. Und bis zu ihrem Geburtstag dauert's ja nur noch einen Monat. Ich habe den Eindruck, so langsam müsste sie das doch verstehen? Söhnchen nimmt's übrigens locker. Sie ist halt so. Bietet ihr sogar den Scooter zum ausprobieren an. Und ich weiss jetzt schon - er wird an Töchterchens Geburtstag kein Theater veranstalten, obwohl er ja eher Grund dazu hätte...

By the way. Vom Spaziergang zurück, verabschiedete ich mich in die Küche um das Essen zu kochen:

Chnoblibrot

Tomatensuppe

Eichblattsalat mit Tomaten, Mozzarella-Perlen und Croutons
Pouletbrust an Paprika-Rahmsauce mit Chinoise-Nudeln

Schokoladentorte, Fruchtsalat mit Rahm

Eigentlich wollte ich ja noch Fotos machen von den fertig angerichteten Speisen. Aber ich bin beim Kochen immer so unorganisiert und meinem Küchenchaos derart ausgeliefert, dass ich dazu leider keine Zeit fand. Aber es hat köstlich geschmeckt. Das musste ich beim essen gleich selber sagen. Ich weiss gar nicht, ob's den anderen auch geschmeckt hat, ich glaube, es hat niemand was gesagt... Ihr müsst's halt einfach selber mal ausprobieren. Es war echt lecker!

Leider habe ich auch von meinem Küchen-Chaos kein Bild gemacht. Mir wurde nämlich erst nach dem Essen bewusst, was für ein Nachteil es bedeutet, wenn man das uralte Sonntagsgeschirr der Grand-Maman benutzt... das sich zwar sehr chic macht, das jedoch nicht in die Spülmaschine darf, da ansonsten nämlich kein Goldrand mehr vorhanden ist...Zum Glück haben mir die lieben Frauen beim Abwasch geholfen.

Übrigens wünscht sich Töchterchen an ihrem Geburtstag jetzt dasselbe Menü....nein - sie hat es natürlich nicht verstanden, dass das etwas schwierig wird mit 16 Gästen...

Freitag, 30. September 2011

Vorbereitungen

Der Besuch ist heute nach einem gemütlichen Frühstück abgezogen. Unsere Kinder nahmen sie gleich mit. Ich habe ja gesagt, die können sich nicht mehr trennen. Morgen aber müssen sie, wohl oder übel. Söhnchen hat nämlich morgen Geburtstag. Da die Kinder nicht da waren, hatte ich wunderbar Zeit zum einkaufen, backen, putzen und Geschenk einpacken:


Donnerstag, 29. September 2011

Gute Freunde

Tatsächlich! Ich hatte schon befürchtet, unsere Kinder seien die einzigen ihrer Art während der Herbstferien in unserem verlassenen Ort. Töchterchens beste Freundin ist auch da. Da deren Mami diese Woche noch drei Tage arbeiten musste, ist sie seit gestern mit ihrem Bruder, der mit Söhnchen in dieselbe Klasse geht, bei uns. So schön. Die Kinder sind glücklich und zufrieden. Heute habe ich mit den vieren eine Fahradtour zu unserem Lieblingsweiher unternommen. Der liegt etwa eine halbe Velostunde von uns entfernt. Ich hab's mir an einem sonnigen Plätzchen mit einem Buch gemütlich gemacht, während die Kids sich den ganzen Nachmittag im Wald und am Weiher vergnügt haben. Am liebsten wären sie gleich da geblieben: "Können wir den nicht gleich hier zelten?"





Die zwei übernachten jetzt nochmal hier. Vermutlich werden sie sich auch morgen noch nicht trennen können. Es ist so schön, zu sehen, dass unsere Kinder gute Freunde haben. Heute Vormittag haben sie im Garten glitzernde Steine gefunden. Sie waren überzeugt: Die müssen grossen Wert haben. Da fingen sie gleich an, Pläne zu schmieden. Sie werden die Steine William und Kate von England verkaufen, oder gleich der Queen. Mit dem Geld werden sie einen Bauernhof kaufen, mit 20 Kühen, 20 Schweinen, 20 Schafen, 20 Ziegen, 20 Pferden, 20 Hühnern, 20 Katzen und natürlich mit allen nötigen landwirtschaftlichen Maschinen für die Jungs. Den Hof werden sie gemeinsam bewohnen und bewirtschaften. Ihre jeweiligen Elternhäuser werden sie natürlich verkaufen, die brauchen sie ja nicht mehr... auf unsere Frage, was den mit uns Eltern werde, ob wir denn ins Altersheim müssten, kam dann die prompte Antwort: "Beide Elternpaare wohnen natürlich auch bei uns auf dem Hof". Das tönt ja gut, ich glaube, da bin ich einverstanden. Ich muss mal diese Steine etwas genauer anschauen...

Kindern steht die ganze Welt noch offen, sie haben zumindest den festen Glauben daran. Und sie haben Freunde. Freund, mit denen sie Pläne schmieden, auf Fantasiereisen gehen können. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen. Da wird schon erwartet, dass deine Pläne, mindestens zum Teil, realisiert sind. Du solltest wissen, was du willst, wohin dein Weg führen soll und vorallem wie. Werte wie Anstand, Respekt, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit zählen nichts mehr. Alles dreht sich ums Geld, den tollen Job, die neuste Anschaffung, den Urlaub. Wenn du bei diesen Gesprächen nicht mithalten kannst, wird es still um dich. Stille, in der du über den Sinn des Lebens nachdenken kannst. Gar nicht mal so schlecht. Innehalten. Pläne schmieden, wiedermal auf Fantasiereisen gehen. Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden lernen. Sich darüber im Klaren werden, wem du, solltest du auch mal wieder mitreden können, noch Vertrauen und Zeit schenken möchtest.

Mittwoch, 28. September 2011

Pubertäter

Ich habe ein neues Lieblingsbuch: PUBERTÄTER, wenn Kinder schwierig und Eltern unerträglich werden, von Cathrin Kahlweit und George Deffner. Humorvoll erzählen die beiden Autoren aus ihrem Leben mit drei pubertierender Kindern (11, 17 und 18 Jahre). Gleich im ersten Kapitel umschreiben sie den Begriff  "Pubertät" so:

Aus Kindersicht definiert sich Pubertät gemeinhin als die Zeitspanne, in der Eltern schwierig werden. Von einem Moment auf den anderen brüllen sie plötzlich los, natürlich völlig grundlos; sie verhindern und blockieren das Fortkommen ihrer Nachkommenschaft (auch im geografischen Sinne); und sie sind grundsätzlich gegen alles, was ihre Blagen an Argumenten vorbringen, ja sie finden im Ernstfall sogar stimmige Gegenargumente.
Aus Elternsicht bedeutet es: Verzweiflung und Hoffnung, Scheitern und Gelingen, viele kleine Niederlagen und wenige Siege, begleitet von der Spannung zwischen nie versiegender Zuneigung aller Beteiligten zueinander und der Ratlosigkeit darüber, wie das zusammenpasst: schlampige, desinteressierte, verplante, dümmliche - aber genauso oft witzige, überraschend kompetente, lebenskluge, liebevolle Teenager.

Die folgenden Kapiteln handeln von verschiedenen Themen, die die "Pubertäter" und deren Eltern so umtreiben: Medien (wer nicht online ist, ist tot), Facebook (das moderne Poesiealbum), Schulalltag (Gute Noten? Nur was für Streber!), Geld (Warum sind alle anderen Eltern grosszügiger als die eigenen?), Ausgehen, Werte (Anders sein oder sein wie alle), Körperkult, Sexualität (wenn grosse Babys das Flattern kriegen), Partys und Alkohol (Laufen lassen - saufen lassen?).

Im zweitletzten Kapitel "Und wie geht's weiter" stellen die Autoren auf versöhnliche Weise fest, dass sie mit ihren Kinder Glück gehabt haben, erzählen wie's mit ihnen weitergeht und verraten uns dann ihre goldene Dreier-Regel, welche sie zur Nachahmung weiterempfehlen:

"Schon früh, lange vor Beginn der Pubertät, galt für jedes Kind: Du spielst ein Instrument, du treibst eine Sportart und du lernst dich zu benehmen! ...Bei Tisch wurde, super altmodisch, gegessen, was auf den Tisch kam, und nur aufgestanden, wenn alle fertig waren. Vorher abhauen galt nicht."

Ein erfrischendes Buch, das mir Mut macht für das grosse Abenteuer Pubertät, das wir mit unseren Kindern noch vor uns haben. Die goldene drei Regeln der Autoren gelten jedenfalls, nebst einigen anderen, auch bei uns. Ich hoffe jetzt mal, dass dies gute Voraussetzungen sind...

Das letzte Wort im Buch haben übrigens die Kinder der Autoren, welche ihre Sicht der Dinge kundtun und sich rechtfertigen dürfen. Eben - "wenn Eltern unerträglich werden..."

Montag, 26. September 2011

Sturzflug

Also - die Backofen-Salbei war in drei Stunden trocken. Die Dörrapparat-Salbei ist auch nach zwei Tagen (nur nachts habe ich den Apparat ausgezogen) noch nicht trocken....

Gestern hatten wir wieder wunderschönes Herbstwetter. Wir genossen unseren Garten, machten einen Spaziergang, haben unterwegs meinen Onkel aufgegabelt und ihn gleich auf ein kühles Bier zu uns eingeladen. Gegen Abend haben Töchterchen und ich noch die Inlineskates, Helm und Schoner angeschnallt und haben uns auf die Piste gemacht. Direkt vor unserem Haus führt eine beliebte Inlineskater-Strecke vorbei, die ins Nachbardorf und zurück führt. Als Töchterchen Durst verspürte und ich anhalten und das Wasser aus dem Rucksack klauben wollte, hatte ich für die Drehbremsung etwas zu viel Schwung und landete unelegant auf dem Hintern (Nebenbei: ich hatte kein Bier getrunken). Töchterchen und ich haben uns gekugelt vor Lachen. Ich befürchte fast, nicht nur wir: Es passierte nämlich genau auf dem Teilstück, an dem die Autobahn entlangführt... Dem Hintern hats nichts gemacht, der ist genug gepolstert, aber den Schlag vom Aufprall spüre ich immer noch im Nacken - autsch...




Unterwegs kamen wir an einem wunderschönen Sonnenblumenfeld "zum Selberpflücken" vorbei.

Heute war ich mit Töchterchen Stoff kaufen. Sie hat im November mit dem Turnverein Abendunterhaltung. Ihre Jugendriege-Gruppe wird zur Musik aus dem Cats-Musical vorturnen. Damit auch wir Mamis gefordert sind, dürfen wir Stulpen und einen Katzenschwanz nähen. Das sei nicht so schwierig, meinte die Jugileiterin, wir sollen etwas Stoff kaufen und auf Youtube schauen, wie die Kostüme so aussehen...

Daraus müsste eine Katze entstehen...Fortsetzung folgt.

Samstag, 24. September 2011

Salbei

Bei diesem wunderschönen Herbstwetter heute, war wieder mal der Garten an der Reihe. Der Rasen sollte schon seit längerem gemäht werden. Das blieb liegen, seit mein Mann im Krankenhaus war. Leider ist unser Rasenmäher etwas bockig, will manchmal nur mit vollem Krafteinsatz anspringen. Zum Glück kam mir mein liebes Bruderherz zu Hilfe. Mit Motorsense für die Ränder (und was sonst noch so im Garten wuchert) ausgerüstet kam er anmarschiert. Gemeinsam mähten, schnitten und grasten wir anderthalb Stunden lang. Zwischendurch musste er mir den Mäher wieder in Gang bringen. Das Ganze hätte eigentlich so richtig Spass gemacht, hätte ich mich nicht so geärgert, dass mein Vater, die Hände in die Hüfte gestützt, neben uns stand, zuschaute und überall ungefragt seinen Kommentar abgab. Mein Vater, der ja bei uns wohnt, ist übrigens 68 Jahre alt und nicht etwas 90 oder so, Gebrechen hat er auch keine...

Später habe ich mich noch dem Gemüse- und Kräutergarten gewidmet. Es ist ein Phänomen, wie das Unkraut immer und überall, in allen Lagen wuchert. Gewuchert hat auch mein Salbeistock. Ich habe ihn stark zurückgeschnitten. Nur, wohin jetzt, mit all der Salbei? Mein Mann und Söhnchen haben mir heute Abend geholfen die Salbeiblätter abzuzupfen. Und Töchterchen hat derweil das Bad geputzt, da ich dazu heute nicht gekommen bin.

Einen Teil der Salbeiblätter haben wir in den Dörrapparat gelegt, einen Teil trockne ich im Backofen und den Rest habe ich in kleinen Büscheln in der Küche aufgehängt. Jetzt bin ich selber gespannt, welches die beste Variante ist, und vorallem was ich mit soviel Salbei anfangen soll...



Dienstag, 20. September 2011

Sisyphusarbeit

Ja, ja, ich weiss, diesen Titel hatte ich schon mal. Aber der Name sagt es schon, er kommt, wie meine Hausarbeit immer wieder. Gemäss griechischer Mythologie musste Sisyphos zur Strafe für seine Untaten in der Unterwelt einen Felsblock den Berg hinaufrollen, kurz bevor er oben war, entglitt ihm der Stein immer wieder. Ich weiss nicht, was ich angestellt habe, aber dass meine Arbeit, wie der herunterrollende Felsblock, immer wieder kommt, das weiss ich. Während ich am Wochenende kinderkleiderbörsenmässig abwesend war, schlich sich zu hause heimlich und hinterhältig das Chaos wieder ein. Diesem Chaos habe ich mich gestern morgen gewidmet, habe aufgeräumt, geputzt und gewaschen. Jetzt schaut euch das mal an:


Diesen Teppich im Treppenhaus habe ich Montag Vormittag gesaugt. Am Montagabend sah er wieder so aus. Mein Mann sagte kleinlaut, das könnte von seinen Pantoffeln kommen, mit denen er immer raus geht zum rauchen. "Ich putze es dann" beruhigte er mich. Das wäre ja eigentlich schon toll, aber ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn seine Bandscheibe wieder vorfällt. Und sechs Wochen auf einen sauberen Teppich warten möchte ich ja auch nicht. Aber ich lasse den Teppich jetzt einfach mal so wie er ist, stört ja sowieso niemanden, ausser mich. Zudem habe ich heute auch überhaupt keine Lust zum putzen. Es ist so empfindlich kalt geworden. Gestern haben wir schon mal die Heizung in Gang gebracht. Mir laufen aber trotzdem kalte Schauer den Rücken runter, habe eine verstopfte Nase und Kopfschmerzen. Der Herbst hat also auch in meiner Nase Einzug gehalten...

Gestern Nachmittag habe ich meinen Mann ins Auto gepackt und bin ins Baucenter gefahren. Wir brauchten nämlich einen Entlüftungsschlüssel für die Heizkörper. Ich hatte das Gefühl, mein Mann braucht mal Tapetenwechsel, die Decke fällt ihm auf den Kopf, nach nur einer Woche... fünf Wochen zu hause bleiben und schonen liegen immer noch vor ihm. Ich habe im Baucenter auch gleich noch einen neuen Badezimmerteppich gekauft. Und wisst ihr was? Mit diesem Kauf habe ich die Welt gerettet. Echt. Heute habe ich nämlich gelesen was auf dem Schild auf dem Teppich steht: MIGROS-KIDS-SCHOOL, TIRUPUR/INDIA, Migros hilft - helfen auch Sie mit, Kindern einen Zukunft zu geben! Mit dem Kauf dieses Artikels ermöglichen Sie über 1'600 Kindern eine Schulausbildung und schaffen so Hoffnung auf ein besseres Leben. 1'600 Kindern eine Schulausbildung ermöglichen. Bei soviel Gutem dürfte ich eigentlich nicht mit Sisyphusarbeit bestraft werden... Der Teppich hat übrigens Fr. 14.90 gekostet. Ich denke jetzt mal, es sollte heissen: Mit dem Kauf dieses Artikels helfen Sie mit, über 1'600 Kindern.... Nicht schlecht, diese Verkaufsstrategie.

Sonntag, 18. September 2011

Herbst

Die Kinderkleiderbörse hat sich gelohnt - für Söhnchen. Zwei Tage Regale, Kleiderständer, Tische, Wegweiser, Kisten und Taschen voller Kleider und Spielsachen herumschleppen - für gerade mal 32 Franken. Es kamen am Freitag nur etwa 50 Lieferantinnen und am Samstag spürbar weniger Kunden als sonst. Wir wissen nicht woran es gelegen hat. Für Söhnchen war es aber sehr gut: Da die Auswahl beim Spielzeug sehr mickrig war, hat er natürlich fast alle seine Spielzeugautos, Traktoren, Lastwagen, Krane etc. verkauft. Er hat mehr als das Doppelte verdient wie ich. Er war schliesslich am Samstagmorgen beim Verkauf auch dabei und hat seine Ware fleissig feilgeboten. Der Verkauf ist auch für mich das Schönste: Der Kontakt mit den Kunden, die strahlenden Kinderaugen, wenn sie etwas aussuchen dürfen, oder ganz stolz ihr Taschengeld aus den winzigen Geldbörsen klauben. Gestern konnte ich sogar wieder einmal meine Französischkenntnisse gebrauchen. Töchterchen hat ebenfalls tüchtig mitgeholfen, hat die Preisschilder abgeschnitten und mitgerechnet. Auch sonst war sie uns eine Riesenhilfe, übrigens alle "Börsen-Kinder", wie wir die Kids des OK-Teams nennen. Was die während der zwei Tage voller Tatendrang alles geholfen haben, geschleppt haben, kleine Botengänge erledigt haben. Das ganze gratis, für eine guten Zweck. Das war echt toll. Nach dem Verkauf kommt jeweils der anstrengendste Teil. Nach anderthalb Tagen auf den Beinen wird es schon langsam harzig, die ganze Menge Kleider wieder zurücksortieren auf die jeweiligen Kundennummern, alle Mobilien wieder wegzuschaffen, die Räumlichkeiten zu putzen. Der Kleiderberg, den wir vor dem Rücksortieren jeweils auf den Tischen auftürmen, war trotz kleinerer Anzahl Lieferantinnen noch gross genug, wenn man bedenkt, dass jeder zwei IKEA-Taschen voller Kleider bringen darf und wir ja ziemlich wenig davon verkauft haben.... Wenn alle tatkräftig mithelfen geht's aber meistens recht schnell, so auch gestern. Bis es endlich 17 Uhr war und die restliche Ware und die Auszahlung von jeder Lieferantin abgeholt war, zog sich der Nachmittag dann doch dahin. Es kommt jedesmal vor, dass wir ein bis zwei Lieferantinnen anrufen müssen, weil sie das Abholen der Ware vergessen... Mittlerweile nur noch zu zweit, haben wir den Rest geputzt und todmüde aber zufrieden den Schlüssel dem Verwalter übergeben. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich das Ganze doch noch gelohnt hat, und etwas Reingewinn übrigbleibt. Den Lieferantinnen ziehen wir jeweils 20% ihres Umsatzes ab für Raummiete, Werbung und sonstigen Aufwand. Und schlussendlich sollte noch etwas übrigbleiben zum Spenden.

So fand ich den Regentag heute richtig entspannend. Wir hatten einen gemütlichen Sonntag, mit "zmörgele", Zeitung lesen, Hausaufgaben mit den Kindern, Lottospielen auf Französisch (Töchterchen muss die Zahlen von 1-100 lernen) und Besuch bei meinem Bruder, der heute Geburtstag hat. Beim Spaziergang dorthin mussten wir feststellen, dass es empfindlich kalt geworden ist. Der Herbst ist da.

Donnerstag, 15. September 2011

Kinderkleiderbörse

Geschafft. Alles ist parat für die Kinderkleiderbörse.



Heute wusste ich zeitweise gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Ich hatte mir so viel vorgenommen. Am Morgen war ich in der Spielgruppe. Ausgerechnet heute kam ein Mami nach der Spielgruppe noch rein und wollte wissen, wie's mit ihrem Kind geht. Als ich nach Hause kam, sah ich, dass mein Liebster schon mal ein paar Spielzeugautos von Söhnchen angeschrieben hat. Direkt nach dem Mittagessen wollte ich eigentlich den Wochenendeinkauf erledigen, da mir dies während dieser Börse nicht mein Mann abnehmen kann. Grad als ich gehen wollte, stand meine Schwägerin vor der Tür, die für ihre Tochter die Kleider noch durchschauen wollte, bevor ich sie anschreibe. Dann einkaufen, schnell wieder heim, mit Söhnchen in die Bibliotheke, Einkauf wegräumen, Hausaufgaben mit Söhnchen. Kurz vor dem Nachtessen kam ich endlich dazu, das zu tun, was ich schon seit halb zwölf tun wollte: Weiter Kleider und Spielsachen durchschauen, sortieren, anschreiben. Jetzt ist alles parat, und ich bin fix und fertig. Ich melde mich nun ab für die nächsten zwei Tage.

Nein, einen habe ich noch: Söhnchen hat heute wieder mal etwas für's "schwarze Büechli" geliefert: Er musste für Französisch bis acht zählen lernen. Beim Frühstück fragte ich ihn nochmal, ob er's könne. Bei acht stockte er und studierte. Ich erklärte ihm, er könne sich das so merken: "huit" (sprich "uit") fängt gleich an wie "ja" auf französisch "oui" (sprich: "ui"), und dann einfach noch "t" anhängen. Also fing er nochmals an: "un - deux - trois - quatre - cinq - six - sept - bonjour". Erst kugelte nur ich mich vor Lachen, dann auch Söhnchen, als er begriffen hat, dass da etwas nicht stimmen kann.

Dienstag, 13. September 2011

Das Wunder von Narnia

Unser Wohnzimmer quilt über. Nächstes Wochenende findet bei uns im Ort die Kinderkleiderbörse statt. Seit 7 Jahren helfe ich mit beim Organisieren. Das heisst, zweimal pro Jahr melde ich mich zuhause für zwei Tage ab, die Börse hat mittlerweile Dimensionen angenommen, die den vollen Einsatz des ganzen OK-Teams an beiden Tagen erfordert resp. schon ein paar Wochen im Voraus einiges an Organisation. Bereits letztes Wochenende habe ich mit den Kindern begonnen Kleiderschränke auszumisten. Heute abend waren wir noch im Keller, dort liegen vergessene Spielsachen, von denen sich unsere Kinder bisher nicht trennen konnten. Jetzt, wo sie mittlerweile in einem Alter sind, wo sie mir am Börsenverkauf mithelfen dürfen (ich bin meistens zuständig für den Verkauf der Spiel- und Babysachen), und daher an der letzten Börse begriffen haben, wieviel Geld sie mit dem Verkauf ihrer Spielsachen verdienen, können sie sich plötzlich auf wundersame Weise von all ihren alten Spielsachen trennen. Ich musste sie sogar bremsen, schliesslich bringen ja nicht nur wir Ware in die Börse... Vorallem wuchs mir der Berg kurzerhand fast über den Kopf. Also, das morgige Programm steht jedenfalls: Sachen durchschauen und anschreiben.

Heute morgen war eine Freundin da, die gerne Töchterchens Kleider für Ihre Tochter schon mal im Voraus durchschauen wollte. Es blieb nicht nur beim Durchschauen. Wir wurden gleich unserem Hausfrauen-Image gerecht und haben bis kurz vor dem Mittagessen Kaffee getrunken. Das muss manchmal einfach sein und tut einfach gut.

Zurzeit lese ich den Kinder als Gute-Nacht-Geschichte "Die Chroniken von Narnia vor" von C.S. Lewis. Im Moment sind wir am ersten Buch "Das Wunder von Narnia". Das zweite Buch "Der König von Narnia" haben wir schon mal gelesen (da wusste ich noch nicht, dass es eine ganze Reihe ist...). Die Geschichte handelt von den Kindern Polly und Digory welche durch einen Zauber von Digory's Onkel nach Narnia gelangen. Narnia ist eine andere Welt, welche in diesem Moment vom Löwen Aslan geschaffen wird, in dem die Kinder dorthin kommen. Natürlich ist auch das Böse schon da, in Form der bösen Königin Jadis. An dieser Stelle, wo wir jetzt grade sind, sind Polly und Digory auf einem fliegenden Pferd unterwegs um einen besonderen Apfel zu holen, aus dessen Kern ein Baum wachsen soll, der Narnia vor der bösen Hexe beschützen wird. Eine wunderschöne, phantasievolle Geschichte, so richtig zum Abtauchen, nicht nur für Kinder. Mir gefallen vor allem die ausgeschmückten Beschreibungen des Autors. Hier eine kleine Kostprobe:

Vor ihnen erhoben sich mächtige Klippen und die Kinder waren fast geblendet von dem Sonnenlicht, das auf dem riesigen Wasserfall tanzte, der tosend und funkelnd von der Hochebene nach Narnia hinabstürzte, auf der er seinen Ursprung hatte. Sie flogen nun schon so hoch oben, dass sie vom Donnerbrausen des Wassers nur noch ein leises Murmeln hörten, aber noch nicht so hoch, dass sie über die Klippen hätten hinwegfliegen können.

Einfach schön.

Samstag, 10. September 2011

Juhuu!

Am Donnerstag waren wir nochmal meinen Liebsten besuchen ihm Krankenhaus. Die Welt schaute da schon so viel besser aus als am Vortag. Er lächelte wieder. Das Zimmer war auch nicht mehr so überfüllt, da zwei Patienten im OP waren. Und, wir konnten raus im Krankenhauspark ein wenig spazieren gehen. Frische Luft wirkt Wunder.

Die tolle Aussicht konnten wir heute geniessen.
Juhuu! Gestern durfte mein Mann heim. Es ist so schön, ihn wieder da zu haben. Jetzt hoffe ich, dass die nächsten zwei Monate schnell vorbei sind, und es ihm bald wieder besser geht.

Dieses Bild muss ich euch unbedingt noch zeigen. Bewegungen, die mein Mann ganz bestimmt vorläufig noch nicht machen darf, kompensiert dafür unser Kater. Der macht jetzt Katzenyoga:

Donnerstag, 1. September 2011

Immer noch Wespen

Gemäss den Medien sollen die Wespen dieses Jahr besonders zahlreich sein. Dies wegen des warmen Frühlings, den wir hatten. Man kann im Freien kaum noch Früchte oder ein Eis essen, ohne sofort von einem Exemplar umschwirrt zu werden. Söhnchen wurde gestern zum zweiten Mal innerhalb der letzten zwei Wochen gestochen. Erst hat ihn eine am Bein erwischt und jetzt auch noch ihn die Zehe. Heute sah der Fuss dann so aus:



Der arme Tropf kommt kaum noch in seine Schuhe. Letzte Nacht haben wir ziemlich wenig geschlafen, weil er dauernd "gehümelet" hat. Wir haben es schon mit Fenistil Gel, Similasan Roll-on und homöopathischen Apis-Chügeli und Eis versucht. Am besten hat ihm aber geholfen, einfach den Fuss in ein Becken mit kaltem Wasser zu stecken. Das geht aber leider nicht Tag und Nacht...

Dienstag, 30. August 2011

Wir lernen uns kennen...

...die Spielgruppenkinder und ich, und natürlich die Kinder untereinander. In der Fachsprache wird diese Gruppenphase Forming genannt, Phase der Orientierung. Dazu gehören das gegenseitige Beschnuppern, die Frage, wie verhalte ich mich in dieser Gruppe, das Testen der Leitung, das Erfassen von Aufgaben, resp. in unserem Fall des Ablaufs und der Regeln. Später kommen dann die Konfliktphase, die Phase der Einführung von Normen, die Wachstums- und die Abschlussphase. Diese Phasen laufen im übrigen nicht nur in der Spielgruppe so ab, sondern in jeder beliebigen Gruppe, sei das bei Schulklassen, in Vereinen, Kursen, Arbeitsgruppen, bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Das ist echt spannend, ihr müsst euch mal achten, wenn ihr das nächste Mal mit einer Gruppe zusammenkommt. Diese fünf Phasen, können innerhalb eines Tages durchlaufen werden, oder auch über Jahre dauern, je nach Gruppe. Wenn die Gruppe sich verändert, sei es, dass jemand dazu kommt oder jemand weg geht, kann es sein, dass die Gruppenphasen wieder von vorne beginnen, dass jeder wieder seinen Platz in der neuen Gruppe suchen muss. Für mich ist das immer wieder spannend, die Entwicklung und Dynamik der Spielgruppe zu beobachten. Wie gesagt, sind wir jetzt in der Orientierungsphase, was nicht nur für die Kinder, sondern auch für mich ein Abenteuer, aufregend und manchmal auch anstrengend ist. Welche Eigenheiten haben die Kinder? Worauf muss ich achten? Welche Regeln müssen noch vertieft erklärt werden? Welches Kind braucht etwas mehr Aufmerksamkeit oder Ermutigung? Welche Spiele funktionieren in dieser Gruppe? So erfuhr ich heute viel von den Kindern: Manche hatten sehr viel zu erzählen, manche hören lieber zu. Ich stellte fest, dass ein Junge gerne die Fenster öffnet (oha - Auge drauf), ein Junge mit Hingabe Sachen aufklebt, manche sich mit Leim noch gar nicht auskennen, manche Kinder schon ganz mutig mitmachen, Fragen stellen, oder doch erst mal abwarten und zuschauen, welche Kinder gerne Tee trinken und welche lieber Wasser. Einige Kinder suchen meine Nähe, andere bleiben lieber auf Distanz. Viele Kinder dieser Gruppe können warten, einige sind noch ganz ungeduldig, usw. Die Liste ginge noch beliebig weiter und würde vermutlich meinen Blog sprengen. Es ist zwar manchmal eine Herausforderung und kostet Energie, aber ehrliches Interesse an jedem einzelnen Kind, es in seinem einzigartigen Wesen zu akzeptieren und zu verstehen, ist das, was die Beziehung zu den Kindern sehr erleichtert und im übrigen das Schönste ist an meinem Beruf.

Sonntag, 28. August 2011

Die Hitze ist vorbei

Wir haben ihn wirklich genossen, den verspäteten Sommer. Trotzdem finde ich es auch wieder schön, dass die Kleider jetzt nicht mehr an mir kleben und ich nachts wieder besser schlafen kann. Ich habe sogar das Gefühl es wird langsam Herbst. Nach dem gestrigen Temperatursturz dachte ich heute erst keinen Moment lang ans Schwimmbad. Auf dem Nachmittagsspaziergang kam dann doch noch die Lust zum Baden auf. Jedenfalls war es bestimmt wärmer als die gemeldeten 20 Grad. So packten wir gegen Abend doch noch unsere Badesachen und ich huschte mit den Kindern noch rasch ins Schwimmbad. Wunderbar. Es war noch angenehm warm, aber nicht heiss, und, da vermutlich die Meisten so dachten wie ich zuerst, hatte es fast keine Leute. Die Kinder planschten zufrieden im Wasser und ich fläzte mich gemütlich auf meinem Badetuch und tauchte ab in mein Buch, und hörte trotzdem immer noch mit einem Ohr, was die Kinder machten. Lesen im Schwimmbad geht ja sonst gar nicht bei all dem Lärm. Da muss ich jede Seite zweimal lesen, und weiss nachher immer noch nicht, was ich eigentlich gelesen habe. Schweren Herzens machten wir uns dann um sieben doch auf den Heimweg, schliesslich ist morgen wieder Schule.

Freitag, 26. August 2011

Knete

Der Junge kam dann gestern doch wieder in die Spielgruppe. Genau wie am Dienstag fing er wieder an zu schreien. Dieses Mal aber nicht in der Garderobe, sondern im Stuhlkreis, wo ich den Kindern "Ich will meine Mami" erzählt habe. Das Bilderbuch erzähle ich immer Anfang Spielgruppenjahr. Es handelt von drei Eulenkindern die in ihrer Baumhöhle auf ihr Mami warten, das dann, nach Hoffen und Bangen der Kleinen natürlich auch wieder kommt. Ich frage mich jedoch, ob die Kinder gestern wirklich soviel mitbekommen haben, da es ja, wie gesagt, etwas laut war.... Der Junge schrie weiter, und zwar lauthals, eine Stunde lang. Ein Mädchen schaute ihn an und stellte ganz nüchtern fest: "Der kann ja gar nicht spielen, wenn er dauernd weint!" Beim Znüni schnitzte ich einem Jungen eine Maus aus einer Birne. Der weinende Junge, verstummte plötzlich, nahm, entgegen seinem Vorsatz er esse nichts, einen Lebkuchen aus seinem Täschli,  und wollte auch eine solche Maus. Ich schaute etwas unschlüssig, sagte, das werde schwierig, worauf er gleich wieder sein Gesicht verzog. Also versuchte ich es. Das war eine kleine Herausforderung. Der Junge bekam aber eine einigermassen annehmbare Lebkuchen-Maus. Dann fragte er mich: "Wieso muss ich denn alleine in der Spielgruppe bleiben?" Ich habe ihm erklärt, damit die Mami mal zu hause in Ruhe putzen und einen Kaffee trinken kann. Und wenn er seine Mami da hätte, könnte er doch gar nicht richtig mit den anderen Kinder spielen. Er nickte, ass fertig, stand auf und spielte, als hätte er nie was anderes gemacht.

Auf den Basteltisch habe ich gestern Knete gelegt. Auch das gehört zum Spielgruppenbeginn, denn Knete eignet sich wunderbar um Gefühle zu verarbeiten. Alle Kinder, eben bis auf einen..., kneteten mit Hingabe eine Stunde lang bis zum Znüni. Die Knete mache ich jeweils selber. Das ist einfach, der Teig ist sehr weich, kostet nicht viel und zudem ist es nicht so schlimm, wenn ein Kind mal etwas davon in den Mund steckt.


Knete

2 Tassen Mehl
1 Tasse Salz
2 Tassen Wasser
1 Esslöffel Öl
1 Teelöffel Weinsteinpulver oder Zitronensäure
etwas Lebensmittelfarbe

Alle Zutaten in einer beschichteten Pfanne mischen, aufkochen und so lange rühren und wenden, bis sich der Teig von der Pfanne löst. Evtl. mit wenig Mehl durchkneten. In einem Plastiksack mit Klammer verschlossen, hält sich der Teig monatelang, auch bei Zimmertemperatur.


Dienstag, 23. August 2011

Le coucou niche dans les nids des autres

La pie niche haut
La caille niche bas.
Le coucou niche ni haut ni bas.
Le coucou niche dans les nids des autres.

Diesen netten französischen Vers habe ich heute mit Söhnchen für die Schule geübt. Jetzt geht er mir nicht mehr aus dem Ohr....

Heute Nachmittag war es soweit: Der erste richtige Spielgruppentag. Es war eine richtige Freude. Es sind alles so liebe Kinder. Vielleicht ist ein Urteil heute noch etwas zu früh, aber ich glaube das wird eine richtig gutes Jahr mit einer tollen Gruppe. Bis auf einen Jungen hatte auch kein Kind Probleme mit der Ablösung vom Mami. Der Junge der noch Mühe hatte, machte seinem Kummer jedoch richtig lautstark Luft. Sein Mami war aber überzeugt, dass er nur "theatert" und sie das jetzt durchziehen will und ging. Nach einer Stunde rief ich sie mal an zur Info, dass er immer noch weint. Das war auch zu meiner Absicherung, denn bei Ablöseproblemen der Kinder ist mir immer sehr wichtig, zu erfahren, was die Mutter für eine Haltung hat, sodass wir gemeinsam ein Lösung finden können, die für alle Seiten stimmt. Sie wollte hart bleiben. Ich habe auch den Eindruck, dass wir das die nächsten paar Mal noch so versuchen können, bis er die Sicherheit hat, und weiss, das die Spielgruppe immer gleich abläuft und Mami immer wieder kommt. So weinte er halt weiter. Er tat mir aber schon leid. Ich ging immer wieder zu ihm, um ihm zu zeigen, dass er nicht allein ist, und ich seinen Kummer verstehe. Ich liess ihm die Wahl, in der Garderobe sitzen zu bleiben oder reinzukommen. Er entschied sich für die Garderobe, wo er weiter herzzerreissend weinte. Fürs Schlusskreisli, wo er dann merkte, jetzt kann's wirklich nicht mehr lange dauern, kam er dann doch dazu und suchte sich ein Tiersymbol für seinen Stuhl aus und hörte beim "Adieu"-Lied zu. Da nun auch keine Mamis mehr anwesend waren, traute sich auch endlich unsere Spielgruppen-Plüschkuh "Theresli" etwas zu den Kindern zu sagen. "Theresli" ist nämlich ganz scheu und spricht nie, wenn noch Erwachsene in der Spielgruppe sind... Als ich den traurigen Jungen beim Tschüss-Sagen fragte, ob er denn nun am Donnerstag wieder kommt, meinte er bestimmt: "Nein". Jetzt bin ich ja mal gespannt. Fortsetzung folgt....

Sonntag, 21. August 2011

Aareschlucht


Irgendwie einfach gemein: Seit die Kinder wieder Schule haben, ist der Sommer wieder da! Heute waren 34 Grad gemeldet! Ins Schwimmbad gehen an einem so heissen Sonntag wäre wohl keine gute Idee gewesen. So machten wir einen Ausflug in die Aareschlucht. Der Weg führte vorwiegend auf einem gefestigten Steg durch die imposante Schlucht, und war vorallem eins: angenehm kühl. Nach 1,4 km kamen wir beim Osteingang der Schlucht an, wo uns auch die Hitze wieder empfing. 200 m vom Osteingang entfernt liegt im Felsen die Haltestelle für den Zug, der einem wieder zurück nach Meiringen zum Startpunkt bringen könnte. Oder man macht eine einstündige Wanderung oberhalb der Schlucht zurück, wäre aber bei Temperaturen wie heute wohl nicht empfehlenswert. Wir haben die dritte Variante gewählt: Einfach die Schlucht wieder zurückgehen. Erst haben wir uns aber bei der schönen Grillstelle an der Aare unten aus unseren Rucksäcken gestärkt. Für den Rückweg durch die Schlucht gabs noch ein Eis mit auf den Weg. http://www.aareschlucht.ch/default.php





 


Da es nach dem Abendessen immer noch so heiss war, veranstalteten wir im nahen Bach ein Papierschiffchenrennen und kühlten unsere Beine ab!

Mittwoch, 17. August 2011

Bonjour


So sieht es bei uns aus, wenn ich einen Tag lang keine Zeit hatte aufzuräumen. Ist das normal? Oder bin ich zu heikel? Meine Familie scheints nämlich nicht zu stören...
Heute Vormittag hiess es Spielgruppenlokal einrichten und backen für den ersten Spielgruppentag morgen. Wie jedes Jahr bin ich aufgeregt: neue Kinder, neue Mütter. Da ich die diesjährigen Kinder noch nicht so gut kenne (der Altersunterschied zu meinen Kinder wächst halt von Jahr zu Jahr), weiss ich noch überhaupt nicht, was mich so erwartet. Bin ja mal gespannt.

Am Nachmittag mussten wir in die Badi. Ja, wir mussten. Schliesslich haben wir ein Saisonabo, das muss irgendwie noch reingeholt werden. Also müssen wir jetzt noch jeden verbleibenden schönen Tag nutzen... Wirklich angenehm war's dort aber nicht: Hunderte andere Leute hatten nämlich die gleiche Absicht. Folglich hiess das: Schlacht um einen Schattenplatz, anstrengender Adlerblick am Beckenrand um die eigenen Kinder nicht aus den Augen zu verlieren, bibbern beim Sprungbecken bei so vielen Leuten, Schlangestehen am Kiosk und Riesenlärm um die Ohren - ich war völlig k.o. als wir nach Hause kamen.

Seit dieser Woche wird bei uns zu hause französisch gesprochen. Das heisst also "Salut", "au revoir" und "bonjour" anstatt "hallo", "auf Wiedersehen" und "Guten Tag". Unsere Kinder haben nämlich beide ihre ersten Französisch-Lektionen hinter sich. Töchterchen lernt noch nach altem Lehrplan ab der fünten Klasse mit dem guten alten "Bonne Chance". Damit habe auch ich schon Französisch gelernt. Söhnchen und alle anderen Drittklässler der Passepartout-Kantone sind sozusagen Versuchskaninchen und haben diese Woche mit Frühfranzösich begonnen. Heute hat er auch gleich sein Lehrmittel "Mille feuilles" mit nach Hause genommen. Und als Bettlektüre für die Eltern (das heisst bei uns Mami) noch einen Prospekt mit Informationen dazu. Ich weiss nicht, ob's an der Hitze liegt oder an meinem Leseverständnis, ich habe jedenfalls nur die Hälfte verstanden. Ich finde, das Lehrmittel ist etwas kompliziert aufgebaut und nach meinem Geschmack auch graphisch nicht so ansprechend, aber es muss ja den Kindern gefallen. Söhnchens erstes Wort, dass er gelernt hat war übrigens: "Monstre".... Ich muss den Prospekt jedenfalls nochmal zu Gemüte führen. Vielleicht kommt am Elternabend dann etwas Klarheit in die ganze Sache, aber bis jetzt kann ich mich nicht wirklich erwärmen für "Mille feuilles". http://www.1000feuilles.ch/page/content/index.asp?MenuID=32&ID=36&Menu=1&Item=8.2

Montag, 15. August 2011

Grossätti

Heute kam nach fünf Wochen unser Wecker wieder mal zum Einsatz. Der Alltag hat uns wieder. Die Kinder gingen zur Schule und ich widmete mich wie gewohnt meinem Haushalt. Beim Mittagessen hatte ich fast zu wenig Ohren um all den Neuigkeiten meiner Kinder zu horchen: neue Lehrer, neue Mitschüler, neues Schulzimmer, neue Regeln, usw. Um eins ging die Schule weiter und ich sass vor einem Stapel Hefte und Schulbücher, die eingefasst werden sollten. Schliesslich müssen ja die Mamis auch etwas vom ersten Schultag haben... Ich entschied mich, erst mal im Spielgruppenlokal vorbeizuschauen, was es dort noch für den Start zu organisieren gibt. Das anschliessende Einkaufen war keine gute Idee. Im angrenzenden katholischen Kanton war ja heute Feiertag. An solchen Tagen könnten man im Supermarkt jeweils denken, der Krieg breche aus... Ich werde wohl nie verstehen, wieso die Leute an einem solchen freien Tag ausgerechnet Lebensmittel einkaufen müssen?! Morgen haben doch die Läden in den katholischen Kantonen auch wieder auf! Um vier war die Schule aus, und wie zu erwarten war so nach dem ersten Tag, waren die Kinder völlig k.o. Töchterchen war überdreht und Söhnchen war total müde und übellaunig. Natürlich habe ich die beiden eingespannt beim Hefte einfassen (obwohl ich alleine vermutlich schneller fertig gewesen wäre...) Aus dem nichts heraus fing Söhnchen an zu weinen. Vermutlich war alles etwas zu viel heute... Er musste an seinen Grossvater denken, der vor drei Jahren so plötzlich gestorben ist. Er möchte so gerne seinen Grossätti wieder sehen, weinte er. Für vieles gibt es Erklärungen oder einen Weg wie man die Kinder trösten kann, wenn sie traurig sind. Aber bei der Trauer um einen geliebten Menschen gibts einfach nichts, was man für die Kinder tun kann ausser fest drücken und für sie da zu sein. Ich habe ihm erklärt, dass Grossätti immer einen Platz in seinem Herzen haben wird. Da sind mir Tränen selber in die Augen gestiegen. So ein lieber Mensch musste viel zu früh gehen, das Leben ist manchmal so ungerecht...Grossätti, du fehlst einfach.

Sonntag, 14. August 2011

Der Zoowärter

Heute Nachmittag waren wir im Kino. "Der Zoowärter" lief. Eine amüsante Geschichte von Griffin, einem Zoowärter, der unglücklich verliebt ist. Seine treuen Zootiere, die zu seinem Schrecken plötzlich reden können, wollen ihm helfen, seine grosse Liebe zu erobern. Nach einigen Abenteuern findet er dann zu einer Liebsten, wenn auch nicht die, die er anfangs wollte... Wenn zwar etwas kitschig und vorhersehbar, doch ein sympathischer Familienfilm, mit Gags, Romantik und einer Prise Spannung. http://www.kinosolothurn.ch/index.php?id=63&tx_ttnews[tt_news]=348&cHash=86d57749d4

Nach dem Film statteten wir noch kurz dem Steinmuseum gegenüber des Kinos einen Besuch ab. Eine überschaubare Sammlung von Bausteinen aus der Römerzeit und anderen Epochen sowie Versteinerungen welche in Solothurn oder der näheren Umgebung gefunden worden sind. Zudem werden "Stein"-Handwerke vorgestellt. Die kurzen Beschreibungen der Steine und die Filmchen machten das Museum auch für die Kinder interessant. Ein kleines Bijou mitten in der Altstadt! http://www.steinmuseum.ch/index.html

So - und jetzt beginnt der Alltag wieder. Heute gibts endlich mal wieder zur gewohnten Zeit Feierabend, die Schultaschen sind gepackt, die Kinder geduscht, der Wecker gestellt.

Dienstag, 9. August 2011

Poster

Töchterchen hat heute ihr Zimmer aufgeräumt. Ich erschrak beinahe, als sie mir rief, ich soll mal schauen kommen. Töchterchen lebt jetzt nicht mehr in einem Kinderzimmer, sie lebt jetzt in einem Jugendzimmer. Sie hat nämlich ihr Zimmer mit Justin Bieber, Black Eyed Peas, iCarly, Haus Anubis, etc. tapeziert:




Beim Nachtessen waren wir wieder beim Thema. Mein Liebster meinte stolz: "Das hat sie von mir!". Ich musste lachen und erklärte ihm, dass, glaub ich, jeder die "Poster"-Phase durchmacht. Die Kinder wollten wissen, welche Poster wir denn so aufgehängt hatten. Im Internet-Zeitalter ist das nicht mehr so schwierig, den Kindern das kurz mal zu zeigen. So schwelgten wir vorhin in Erinnerungen: Modern Talking, Kim Wilde, Sandra, etc.. Mein Mann stand eher (auch heute noch..) auf Heavy Metal, wie damals fast alle Jungs. Die Kinder fanden's nicht besonders spannend. Ich wollte ihnen noch zeigen, wie Anfang 90er mit Snap und Dr. Alban dann etwas mehr Rhythmus in die Hitparade kam, aber das half auch nicht wirklich... Dann fand ich endlich, was ich gesucht hatte: Welches Mädchen hatte in den 80ern nicht auch ein Poster von Pierre Cosso über dem Bett hängen? Schmacht... Mein Mann wollte den Kindern klar machen, dass sei ein Bild von ihm... hm. Wir waren uns dann aber alle einig: Papa sieht fast gleich aus wie er!

Montag, 8. August 2011

Spülmaschine

Mein Arm ist heute vom Ellbogen bis zum Handgelenk geschwollen. Jede Handbewegung war einfach nur mühsam... also, der Bienenstich war mir zehn Mal lieber...

Da unsere Spülmaschine schon ein Weilchen spukt, hatten wir heute einen Monteur im Haus. Er fand die Ursache nicht gleich. Daher wollte er die Maschine mit geöffneter Tür laufen lassen. Ich hab's ihm ja eigentlich gesagt, dass sie machmal einfach abstellt und dann plötzlich wieder geht. Das tat sich dann auch, als die Tür geöffnet war: Die Dusche ergoss sich über den guten Mann in die ganze Küche. Töchterchen und ich mussten uns beherrschen nicht laut rauszulachen. Ich hab ihm dann rasch ein Handtuch geben - eigentlich für ihn - aber er hat unter dauernden Entschuldigungen die Küche angefangen zu trocknen... Ich habe ihm erklärt, er soll doch sich selber mal abtrocknen, grööl... Bis am Mittag hat er dann den Fehler entdeckt. Morgen oder übermorgen bringt er eine neue Steuerung. Vielleicht sollte ich ihm vorsorglich schon mal ein Handtuch bereitlegen...?

Heute hat der Ferienpass gestartet. Das heisst: fertig Langeweile. Söhnchen war am Vormittag am Drachen basteln, den er bei diesem windigen Wetter auch gleich ausprobieren konnte!


Sonntag, 7. August 2011

Quartierfest

Gestern hatten wir unser alljährliches Quartierfest. Wir treffen uns jeweils in der Halle des Baugeschäfts. Jeder bringt sein eigenes Fleisch und Geschirr und einen Salat oder ein Dessert mit. Getränke, Tische und den Grill organisieren wir vom OK. Das war nun schon das 13. Mal und auch dieses Jahr wars wieder lustig und gemütlich und das Wetter hat bestens mitgespielt. Beim Quartierfest lernt man die neuen Nachbarn etwas besser kennen, bei den netten Nachbarn reichts mal für ein längeres Gespräch als nur für ein "Hallo", die weniger netten kommen meistens gar nicht, oder du setzt dich halt an einen anderen Tisch. Und das tolle ist, dass niemand einen weiten Heimweg hat, so wurde es dann auch relativ spät...



Jeder bringt etwas - mmh - da gibts viel zum ausprobieren!

Heute war demnach erstmal ausschlafen angesagt. Bis um 14.00 Uhr schlief immer irgendwer oder wandelte zumindest mit verschlafenen Augen in der Gegend herum. Dann haben wir uns doch noch aufgerafft, mit dem Rest des Tages noch etwas anzufangen. Wir gingen an die Chilbi in ein benachbartes Dorf! Schiffschaukel, Stände, Chilbilebkuchen, Schiessbuden sind doch immer was Schönes!


Papa und den Kindern hats gefallen - Mama bringt ihr hier nicht drauf!
 Und da der Bienenstich jetzt schon drei Tage alt ist (ja, es juckt wie blöd, vorallem nachts) hat mich heute an der Chilbi zur Abwechslung mal eine Wespe in den Arm gestochen...

Dienstag, 2. August 2011

Nationalfeiertag

Letzte Woche waren wir ein paar Tage bei Omi und Familie in Bayern (Vielen lieben Dank nochmal!). Schade, dass das schöne Wetter erst mit unserer Heimkehr wieder zurückkam. Aber zum Glück kam es überhaupt wieder! So konnten wir den gestrigen Nationalfeiertag bei angenehmen Temperaturen in gemütlicher Runde geniessen. Wir feierten, wie jedes Jahr, bei meinem Bruder. Praktischerweise beginnt der Kinder-Lampionumzug fast vor seiner Haustür und das Feuerwerk können wir aus nächster, aber doch noch erträglicher Nähe geniessen. Man hört sogar die Hymne, die auf dem Festplatz auf der anderen Seite des Flusses gespielt wird, und wenn man gut horcht (macht aber meistens niemand), hört man sogar die Festansprache. Nach dem öffentlichen Feuerwerk zündeten die Kinder und die "erwachsenen Kinder" noch die eigenen Raketen und Vulkane... Darauf haben sie sich doch jetzt ein Jahr lang gefreut!


Happy Birthday, Helvetia!

Dienstag, 26. Juli 2011

Glück

Töchterchen hat heute etwas ganz seltenes gefunden:



Gestern hab ich meine Zwiebeln geerntet. Tatsächlich - der Hagel scheint ihnen nichts ausgemacht zu haben: Wunderschöne, grosse Zwiebeln!


Und den Kapkörbchen schein das nasskalte Wetter besser zu gefallen als Hitze. Sie beglücken uns mit den schönsten Blüten:


Sonntag, 24. Juli 2011

Hibiskus

Ein kleiner Trost bei diesem verhangenen Sommerwetter: unser Hibiskus blüht wunderschön!




Die Kinder sind kaum auszuhalten bei diesem anhaltend schlechten Wetter. Die Langeweile der Kinder zu ertragen (man soll sie ja nicht dauernd beschäftigen, sie sollen lernen die Langeweile auszuhalten) und dann auch noch das dauernde Gestreite der beiden würde ich nicht gerade als angenehm bezeichnen. Ächz... Damit die Kinder ihre überschüssige Ferienenergie loswerden, gilt es, sobald der Regen eine Pause macht: Kinder rausschicken, frische Luft wirkt Wunder!


Mittwoch, 20. Juli 2011

Speckstein

Heute hat Töchterchen gekocht. Schon kurz nach dem Frühstück musste sie mit kochen beginnen. Nicht etwa weil es ein so kompliziertes Menu gab, sondern weil sie erst um Viertel vor elf aufgestanden ist... Omeletten mit Schinken und Kräutern gabs. Mmh, war fein...


Da sich der Sommer momentan gar nicht von seiner schönen Seite zeigen will, haben wir heute ein Alternativpropramm gemacht: Speckstein schleifen. Das machte den Kindern Spass und der Nachmittag war im Nu vorbei.




Dienstag, 19. Juli 2011

Blau

Gestern haben wir die Küchenwand fertig gestrichen. Und: Die Magnete halten! Endlich haben wir genug Platz für alle unsere Zettel. Jetzt während der Sommerferien sieht's auch noch richtig leer aus. Schön. Jetzt bin ich ja mal gespannt, wie lange die Wand neben dem Essplatz unserer Kinder schön blau ist...



Sonntag, 17. Juli 2011

Projekt Magnetwand

Seit gestern haben wir ein neues Projekt:  Da die Küchenwand neben unserem Esstisch ziemlich vollgekleckert ist, und das ist nur gelinde ausgedrückt, haben wir beschlossen, diese nun endlich zu streichen. Da aus bereits erwähnten Gründen unsere Pinwand mal vergrössert werden müsste, haben wir zuerst eine grosse Fläche Magnetfarbe aufgetragen. Da wir sechs Schichten aufgetragen haben, hat sich das übers ganze Wochenende gezogen. Erst jetzt, nach dieser sechsten Schicht, halten die Supermagnete einigermassen gut. Das war nicht nur zeit- sondern auch noch kostenintensiv, die Magnetfarbe ist nicht gerade billig. Da sie aber schon aufgetragen war, als wir gemerkt haben, dass sie nicht so gut hält, mussten wir gestern nochmal kaufen gehen (Auf der Dose stand natürlich, dass zwei bis drei Schichten reichen). Die Dispersionschicht kommt dann morgen drauf. Ich bin ja gespannt, ob die Magnete dann noch halten.


Samstag, 9. Juli 2011

Zeugnisse

Gestern gabs in der Schule Zeugnisse. Ich sehe die guten Noten (bei Söhnchen sind es noch Kreuzchen) auch ein bisschen als meinen Lohn. Wie wohltuend ist es doch zu sehen, dass es sich als Mutter doch lohnt, sich für die Kinder Zeit zu nehmen, mit ihnen zu lernen, die Hausaufgaben zu kontrollieren und das wichtigste: sich für die Kinder zu interessieren und für sie da zu sein. Jetzt sind endlich Ferien, die haben sich die Kinder reichlich verdient!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Adieu!

Heute war es soweit: Ein letzes Mal begaben wir uns in der Spielgruppe auf Bärenjagd. Das letzte Blatt bekam einen Raupenaufkleber. Das Wetter meinte es heute auch nochmal gut mit uns. So konnten wir draussen spielen und Znüni essen bevor wir einen kleinen Apérotisch vorbereiteten. Eine halbe Stunde vor Spielgruppenschluss kamen dann die Mamis und z.T. Papis dazu. Gemeinsam liessen wir das Spielgruppenjahr bei schönem Sommerwetter, einem Becher Orangensaft, Chips und Gemüsestäbli ausklingen. Zum Abschied bekamen die Kinder noch eine Foto-CD mit. Voller Stolz überreichten die Kinder mir ein Geschenk:





Etwas wehmütig schaue ich auf ein buntes, interessantes, reiches, manchmal auch anstrengendes Spielgruppenjahr zurück. Doch - diese Kinder werde ich vermissen. Und das war nicht jedes Jahr so...

So und jetzt gehen wir ans Schulfest. Das heisst, die Kinder sind bereits abgezogen. Die brauchen Mama halt nicht mehr so sehr - sniff..  Am Schulfest gibts bei uns jeweils diverse Attraktionen wie Geschicklichkeitsparcours, Ponyreiten, Scooter, filzen, Wettbewerbe, Speckstein schleifen, Bar (natürlich ohne Alkohol), Bücherverkauf der Bibliotheke, dann die tratitionelle Werkaustellung mit Modeschau und fürs leibliche Wohl hat es Imbissstände. Ab 20.15 Uhr singt der Schülerchor (dieses Jahr ist erstmals Töchterchen dabei) und anschliessend gibt's für die Jugend eine Disco.

Jetzt gehen mein Mann und ich mal schauen, ob sie uns vielleicht doch noch brauchen. Töchterchen hat mich zwar schon gewarnt: "Mami, rufe mich am Schulfest dann bitte nicht, das ist im Fall peinlich!" Uups, jetzt ist das also auch bei uns schon soweit, dass wir Eltern langsam peinlich werden...